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Juni 2010:    Die nachstehenden Berichte über Scanner wurden über einen Zeitraum von mehreren Jahren verfaßt und basieren auf dem Stand der Technik zum damaligen Zeitpunkt. Das Datum der Berichterstellung steht auf jeder Seite.

Gebrauchtmarkt: Hier sind 'Epson Perfection Photo' Flachbettscanner mit Filmscanoption sehr preiswert erhältlich, von denen die Modelle mit folgenden Nummern sehr empfehlenswert sind: 2450, 3200 und 4990. Den Epson Perfection 2450 Photo bekommt man mit etwas Glück für 50 € bei Ebay. Wenn es 'nur' ein Flachbettscanner sein soll, ist der Epson 1640SU die richtige Wahl. Er ist robust, hat kein externes Netzteil und scannt prima.

Das Scannen von 35mm Filmen (gerahmte Dias und Filmstreifen) gelingt hervorragend mit den Plustek OpticFilm 7xxxi Scannen. Die drei 'x' stehen für irgendwelche Zahlen (7200i, 7500i, ...). Das aktuelle Gerät kostet neu 300 € und ist billiger als ein gebrauchter Nikon-Scanner, der lauter und nicht besser ist. Die Plustek OpticFilm Scanner haben keinen automatischen Diawechsler oder einen Filmvorschub. Der Vorlagenwechsel geschieht manuell.

Scansoftware: Zum Scannen rate ich unbedingt zu VueScan, das hervorragende Ergebnisse ermöglicht und sehr viele Scanner steuern kann. Das Konkurrenzprodukt SilverFast ist viel teurer. Man muß für jeden Gerätetyp eine neue SilverFast Lizenz erwerben.

Mißtrauischen Gemütern sei an dieser Stelle gesagt, dass ich mit meinen Empfehlungen keine kommerziellen Interessen verfolge und mit keinem der Hersteller eine Geschäftsverbindung habe. Ich beschreibe nur Geräte und Software, die ich in der Praxis kennengelernt habe. Desweiteren leiste ich keine technische Unterstützung!


Filmscanner - Flachbettscanner Filmscanner

Agfa Arcus 1200 - 1200 dpi
baugleich: Umax AlphaVista II



Agfa Snapscan 1236s - 600 dpi



Agfa F40 - 1200 dpi

Canon CanoScan 9950F

Epson Expression 1600 - 1600 dpi

Epson 1640SU - 1600 dpi

Epson Perfection 2450 Photo - 2400 dpi

Epson Perfection 3200 Photo - 3200 dpi



Epson Perfection 4990 Photo - 4800 dpi - ICE

Epson Perfection V750 Pro - 6400 dpi - ICE

Linotype / Heidelberg Ultra Saphir II - 1200 dpi

Microtek Scanmaker i900

Microtek ArtixScan120tf
baugleich: Polaroid Sprintscan 120


Nikon LS-2000 - ICE - 2700 dpi


Nikon LS-4000 - ICE - 4000 dpi

Nikon Coolscan 5000 ED - ICE - 4000 dpi



Plustek OpticFilm 7200i - ICE - 3600 dpi (Nennangabe 7200 dpi)

Plustek OpticFilm 7500i - ICE - 3600 dpi (Nennangabe 7200 dpi)

Polaroid Sprintscan 35 Plus - 2700 dpi



Polaroid Sprintscan 45 - 2000 dpi


Reflecta DigitDia 3600 - 3600 dpi



Reflecta Proscan 3600 - 3600 dpi

Reflecta Proscan 4000 - ICE - 3600 dpi

Scanner - Basisinfos

Flachbettscanner arbeiten ähnlich wie Kopierer. Die Vorlage wird auf eine Glasplatte gelegt, unter der sich ein beweglicher Scannerkopf befindet. Aufsichtsvorlagen reflektieren Licht, das von unten kommt. Transparente Vorlagen werden von oben durchleuchtet, Dafür sind spezielle Durchlichtköpfe nötig. Filmscanner scannen Filme und Dias. Es gibt diverse Kleinbildscanner mit hohen Auflösungen. Einige Flachbettscanner können Dias und Filme scannen, doch ist ihre Auflösung trotz 'astronomischer' Herstellerangaben i.d.R. nicht befriedigend. Trommelscanner werden in professionellen Bildbereichen eingesetzt. Sie sind teuer und ermöglichen hochqualitative Scans mit hoher Schärfe und sehr guter Tonwertabstufung.

In den Scannern messen Sensoren das vom Originalbild kommende Licht, um es in digitale Informationen zu verwandeln. Am häufigsten werden CCD-Sensoren (Charge-coupled Device) verwendet. Zusätzlich werden Linsen und Spiegel eingesetzt, um eine optimale Bildwiedergabe zu erzielen. CIS-Sensoren (Contact Image Sensor) kommen ohne spezielle Optik aus. PM-Sensoren (Photomultiplier Tubes) werden in Trommelscannern eingesetzt und liefern die besten Ergebnisse.

Scanner unterteilen das Helligkeitsspektrum des Bildes in fein abgestufte Tonwerte. 24 Bit Farbtiefe (gleich: 8 Bit pro Kanal) ergeben pro Farbkanal maximal 256 Helligkeitsstufen. 48 Bit-Dateien (gleich: 16 Bit pro Kanal) ergeben bereits 65536 Helligkeitsstufen. Je feiner ein Scanner die Helligkeitsstufen unterteilt, desto besser wird die Bildqualität. Für Texte sind 24 Bit weit mehr als nötig. Für Fotos, deren Helligkeiten und Kontraste nicht stark bearbeitet werden müssen, sind 24 Bit ausreichend. Hat man Vorlagen, die drastische Tonwertkorrekturen benötigen, sind 48 Bit-Dateien besser. Die Scanner können intern 24 Bit, 30 Bit, 36 Bit oder andere Werte haben. Je mehr Bit, desto besser. Um Dateien mit Werten über 24 Bit zu erhalten, ist eine 48 Bit Ausgabe notwendig, da unsere Dateisysteme keine 30 Bit oder 36 Bit Dateien speichern. Das erlaubt Mogeleien; Scanner mit internen 36 Bit werden gerne als 48 Bit Scanner bezeichnet.

Die Auflösung wird definiert über die Anzahl der Pixel pro Zoll. Um eine hohe Auflösung zu erreichen, müssen die Optik und die Mechanik stimmen. Viele Flachbettscanner werden mit weit übertriebenen dpi-Angaben angepriesen. Zählen tut nur die optische Auflösung und nicht die interpolierte. Je nach Vorlage, sind andere Auflösungen empfehlenswert: Text: 300 dpi / Photos: 600 dpi / Kleinbild Dias und Negativen: mindestens 1200 dpi, besser ab 2700 dpi.

Der klassische Parallel-Anschluss ist durch niedrige Übertragungsgeschwindigkeiten aus der Mode gekommen. USB ist als unkomplizierter schneller Anschluss stark verbreitet. Fast alle aktuellen Scanner werden über USB mit Computern verbunden. Der FireWire-Port ist etwas schneller als USB 2, konnte sich aber nicht durchsetzen. SCSI-Bus: Früher waren alle (semi-)professionellen Scanner mit SCSI ausgestattet. Die meisten Scanner werden mit einer eigenen Scanner-Software geliefert. Alternativ gibt es die Programme Silverfast Ai und VueScan. Gescannter Text kann mittels eines Texterkennungsprogramm (OCR = Optical Character Recognition) in editierbaren Text umgewandelt werden.


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