Der Epson 1640SU wurde Anfang 2004 aus
der Scannerliste der Epson-Website herausgenommen. Trotz
einer preislich und technischer starken
Konkurrenz im eigenen Haus hielt sich dieser Scanner erstaunlich
lange im Angebot. Kein Wunder. Er hat zwei Schnittstellen,
nämlich SCSI und USB. Damit paßt er hervorragend
zu älteren und neuen Systemen. SCSI ist unter Profis
und in vielen Büros noch immer verbreitet und USB
ist Laptopkompatibel. Der 1640SU ist relativ kompakt,
gut verarbeitet und mit einer optionalen Durchlichteinheit
oder einem Dokumentenfeeder erweiterbar.
1600 dpi optische Auflösung sind eine ganze Menge.
Qualitativ hochwertiges Scannen von Aufsichtsvorlagen
(Postkarten, Fotos, Zeitungen) geschieht mit 300 oder
600 dpi. In seltenen Fällen sind 1200 dpi angebracht.
Eine höhere Auflösung lohnt sich erst bei
Filmen. Dias und Negative der üblichen Kleinbildfilme
könnten eine höhere Auflösung als 1600
dpi vertragen. 2700 dpi wären besser. Die von
manchen modernen Filmscannern realisierten 4000 dpi
oder gar 5400 dpi gehen fast immer über die real
vorhanden Bildinhalte hinaus. Mittelformatfilme sind
mit 1600 dpi gut gescannt. Die Datei eines 6x7 cm
großen Dias wird bei 24 Bit (oder 8 Bit pro
Farbkanal) im RGB Modus um 47,7 MB groß sein.
Das ist für die meisten Verwendungszwecke vollkommen
ausreichend. So gesehen ist dieser Scanner für
viele Arten von Aufsichtsvorlagen geeignet. Kleinbildfilm
reizt er nicht aus, ist aber für Mittelformat
bis 4x5 inch Plafilm gut einsetzbar.
Neben der Auflösung gibt es andere Faktoren, die
eine Rolle spielen. Wie scharf scannt er und wie groß
ist der Helligkeitsumfang bzw. Dichteumfang, den er scannen kann? Das ist bedeutsam, weil davon abhängt,
ob ein Scanner kontrastreiche Vorlagen wie beispielsweise
Dias mit sehr dunklen Schatten und hellen Partien so scannt,
dass die Datei vom Schatten bis in die hellsten Partien
eine Differenzierung der Helligkeiten umsetzen kann oder nicht. Der Epson 1640SU scannt Aufsichtsvorlagen
schnell und tadellos. Auch Filme werden mit befriedigenden
Ergebnissen gescannt, wobei die Detailauflösung nicht an das Vermögen eines echten Filmscanners herankommt.
Siehe:
Bildvergleiche
Scansoftware
Epson hat gute Software. Zusätzlich oder alternativ
kann man den Scanner mit Silverfast von Lasersoft oder
VueScan von Ed Hamrick betreiben. Die Entscheidung für
diese oder jene Software hängt eindeutig von der
Nutzungserwartung und fachlichen Kompetenz der Benutzer
ab. Nimmt man den Epson 1640 SU als Allroundgerät
für ein Büro ist die Epson-Software in Kombination
mit einem OCR-Programm (Texterkennung) ausgezeichnet.
Für Fotografen dürfte VueScan interessant sein,
welches bessere Möglichkeiten der Ergebniskontrolle
beinhaltet. Silverfast hat ebenfalls seine Stärken,
ist aber unnötig und zu
teuer. Für die Nutzung von VueScan ist die Installation
des Epson Treibers notwendig.
Installation
Der Scanner ist relativ kompakt und robust gebaut.
Dank USB kann er im laufenden Rechnerbetrieb angeschlossen
werden. Dafür läuft er etwas langsamer als
im SCSI-Betrieb. Unter Windows Millenium und Windows
XP war die Installation problemlos. Es ist wichtig,
unter Windows XP einen ASPI Treiber für den SCSI
Anschluß zu installieren. Hat man diese Prozedur
erfolgreich erledigt, läuft der Scanner stabil
und ohne Macken.
Technische Daten
Auflösung 1600 x 3200 dpi
Schnittstellen SCSI und USB
Fazit
Der Epson 1640 SU ist ein guter Allroundscanner für
Aufsichtsvorlagen sowie für Groß- und Mittelformatfilme
(4,5x6cm bis 4x5inch). Vom Kleinbild lassen sich Scans
für Emailanhänge oder Webseiten machen.
Das Gerät ist nicht so schwer, sperrig und unhandlich
wie Alternativen von Agfa oder Umax. Man kann ihn
leicht wegstellen und bei Bedarf wieder hervorkramen.
Im kleinen Büro, wo der Scanner auch zum Kopieren
und Faxen herhalten muß, ist der Epson 1640
SU eine ausgezeichnete Wahl.