




Polaroid Sprintscan 45 neben einem Polaroid Sprintscan 35
Plus Kleinbildscanner. |
Der Polaroid Sprintscan 45 ist ein Filmscanner für
Formate von Kleinbild (35mm) bis 4x5 inch. Er wurde im September
1996 für knapp 15.000 DM (ca. 7600 €) eingeführt.
Lieferumfang
Scanner, Netzkabel, SCSI-Kabel, Handbuch, Filmhalter für
4x5 inch, Adapter für Rollfilm, 35 mm Einzeldia, 4-Dia-Halter,
Software
Technische Daten
| Abmessungen Scanner |
53 cm x 33 cm x 18 cm (LxBxH) |
| Gewicht: |
10 kg |
| Stromversorgung |
100 bis 240 V, 50 bis 60 Hz |
| Stromverbrauch |
40 Watt |
| Zubehör |
Diverse Filmmasken |
| Schnittstellen |
SCSI-II |
| Betriebssystem |
Windows und Macintosh |
| Filmformate |
35 mm Filmstreifen, gerahmte KB-Dias,
Mittelformate, Planfilme bis 4x5" |
Max. optische Dichte
|
3,4 Dmax |
| Bildsensor |
CCD mit 8000 Elementen |
| Lichtquelle |
Kaltkathodenlampe |
| Scanverfahren |
Single Pass |
| optische Auflösung |
2000 x 4000 dpi |
| Farbtiefe |
36 bit |
Die seinerzeit genannten Mindestanforderungen an den
PC muten abenteuerlich an:
486 SX 66 Mhz oder mehr, Windows 3.1 oder höher, 16
MB Hauptspeicher (32 MB Hauptspeicher empfohlen), 500 MB
Plattenkapazität (2 GB empfohlen), 8 Bit Farbmonitor
(20 inch, 24 Bit Farbmonitor empfohlen), SCSI-Schnittstellenkarte
(gemäß ASPI-Standard)
Konnte man damit eine ca. 55 MB große 2000dpi RGB
Datei von einem Mittelformatfilm bearbeiten?
Software / Treiber
Lassen wir mal die Software aus dem ursprünglichen
Paket außer acht. Es gibt das aktuellere Polacolor
Insight zum Downloaden von der Polaroid Website. Fast überflüssig
ist die Erwähnung, dass der Sprintscan 45 bestens von
Vuescan angesteuert wird.
Ist dieser Scanner noch interessant?
Er taucht gelegentlich bei Ebay auf und wird zu Preisen
zwischen 150 bis 400 € verkauft.
Von einer Anschaffung ist abzuraten, weil das Gerät
heutige Erwartungen nicht befriedigen kann.
Sein äußerlich fast baugleicher Nachfolger mit
dunklem Gehäuse, der Sprintscan 45 Ultra, leistet bereits
wesentlich mehr, vor allem beim Dynamikumfang und hinsichtlich
der Auflösung. Beide Scanner funktionieren mit etwas
unhandlichen Filmhaltern. Die Masken werden magnetisch auf
dem Blechrahmen fixiert. Die Mittelformatlösungen sind
nicht sehr schön, weil Filmstreifen mit mehreren Bildern
nicht in die Masken passen.
Der Polaroid Sprintscan 45 ist mit dem ebenfalls hellen
Sprintscan 35 Filmscanner zu vergleichen. Erst dessen Nachfolger
Sprintscan 35 Plus war gut. Er digitalisiert einigermaßen
korrekt belichtetes Fotomaterial von den hellsten bis zu
den dunkelsten Zonen recht gut und wird noch heute gerne
als Spezialist für Schwarzweissfilme eingesetzt.
Die Steuereinheit der Kaltkathodenröhre im Sprintscan
45 ist heikel. Auf der dazugehörigen Platine schmort
schon mal ein Teil durch. Es gibt noch Ersatzteile, doch
die sind teuer. Ich erspare mir eine Präsentation von
Scans, da der Sprintscan 45 die Mühe nicht mehr wert
ist.
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