
 |
Agfa hat sich zum Jahresende 2001
von seiner Scannersparte getrennt. Entweder bekommt man den
Arcus aus Agfa-Restbeständen zu einem attraktiven Preis
oder als baugleiches Modell von der Fa. Umax unter dem Namen
AlphaVista II. Der Arcus wird mit der Agfa Software Fotolook
geliefert. Umax arbeitet mit Silverfast. Dabei liefert Umax
den Scanner mit verschiedenen Softwarepaketen aus, die den
Gesamtpreis zwischen 500 bis 900 Euro liegen lassen.
Nach dem Auspacken des Agfa Arcus 1200
sucht man vergeblich nach der bisher üblichen Transportsicherung
auf der Unterseite des Gehäuses. Im Inneren des Scanners
passiert das automatisch. Sollte jedenfalls. Falls er nach
dem Anschluß nicht startet, ist es ratsam, ihn nochmals
hochzuheben und sanft auf die waagerechte Oberfläche
zurückzustellen. Allerdings hat die Durchlichteinheit
eine Sperre, die man entriegeln muß. Die Installation
verläuft in der Regel problemlos. Wer (noch) das kleine
1x1 der SCSI-Anschlüsse kennt, wird keine Schwierigkeiten
haben. Für Windows XP muss vorab ein ASPI Treiber installiert
werden; sonst funktioniert SCSI nicht. Die beigefügte
Software Fotolook 3.1 funktioniert ohne Schwierigkeiten
auf den von mir zu Testzwecken eingesetzten Betriebssystemen
Windows 98, Millenium, 2000 und XP. Auf der amerikanischen
Webseite von Agfa gibt es die letzte Fotolook Version 3.6.
Das Programm ist prima.
Der Agfa Arcus 1200 ist relativ groß und schwer. Er
ist ein sogenannter Midrange-Scanner und soll anspruchsvolle
Amateure und Profis ansprechen. Seine maximale Auflösung
wird mit 1200 x 2400 dpi angegeben. Es gibt zwei SCSI Schnittstellen
(25-polig und 50-polig) und eine integrierte Durchlichteinheit
im Deckel. Dias und Negative können glaslos gescannt
werden. Damit verringert sich die Menge der Flächen,
auf denen Staub liegen kann und man vermeidet Newton-Ringe.
Für diesen Zweck sind spezielle Rahmen vorhanden, die
in einen Einschub gesteckt werden. Es gibt sie für
diverse Filmtypen in unterschiedlichen Größen.
Wenn der Einschub mit der großen Glasfläche im
Scanner steckt, kann man die obere Klappe anheben, um etwas
aufs Glas zu legen. Ist kein Einschub oder der für
die glaslosen Rahmen im Scanner, kann man die Klappe nicht
anheben. Damit soll wahrscheinlich verhindert werden, dass
Staub ins Innere des Scanners gelangt.
Da der Scanner eine Stapelscanfunktion
hat, wäre es sinnvoll, weitere Scanrahmen zu haben,
die den Verwendungumfang erweitern. So sollten Rahmen zu
haben sein, die ausschließlich Kleinbildfilmstreifen
oder gerahmte Dias aufnehmen. Mittelformate lassen sich
nur als Einzelbilder in den glaslosen Rahmen einzuspannen.
Andererseits ist es nicht schwierig, sich eigene Rahmen
zu basteln oder herstellen zu lassen, die für die eigenen
Wünsche optimiert wurden. Auf der Webseite www.astronomie.de
gibt es Foren, in denen Hobbyastronomen über den Selbstbau
von Teleskopen diskutieren. Es sind Leute darunter, die
Zugang zu einer digital gesteuerten Fräse haben, mit
der man alles mögliche aus dünnen Aluminiumplatten
herausarbeitet. Unter ihnen dürfte man jemanden finden,
der für einen akzeptablen Betrag ein paar maßgeschneiderte
Rahmen herstellt.
|