Lieferumfang
Scanner
Netzteil
USB Kabel
zwei Filmhalter (je einer für Filmstreifen und gerahmte
Dias)
eine gepolsterte Tasche
einige Unterlagen mit Installationsanweisungen etc.
3 Software CDs mit diverser Software:
Silverfast Ai 6, QuickScan, die NewSoft Presto Programme
PageManager,
ImageFolio und Mr. Photo sowie Corel Draw Essentials 2
Preise
| mit Silverfast Ai 6 |
360 bis 400 € |
| mit Silverfast Se 6 |
270 bis 300 € |
|
 |
Auszug aus den technischen Spezifikationen
nach Angaben des Herstellers:
| Scanfläche 38mm x 38mm |
Die o.g. Filmhalter
nutzen das Feld nicht aus!
|
| Auflösung bis 7200 dpi |
|
| USB Anschluß |
|
| |
|
Scanzeiten
(Beispiele mit VueScan Pro 8.26 am AMD 3200+, 2 GB Ram,
Windows XP Pro)
| Schwarzweiss, 7200 dpi , 16-Bit Ausgabe |
2 Minuten 48 Sekunden |
| Farbnegativ, 3600 dpi, medium Infrarotreinigung |
2 Minuten 20 Sekunden |
| Farbdia, 3600 dpi, medium Infrarotreinigung |
2 Minuten 12 Sekunden |
| Farbdia, 7200 dpi, heavy Infrarotreinigung |
5 Minuten 45 Sekunden |
|

Ein Nikon Coolscan 5000 neben einem Opticfilm 7200i |
Der Plustek Opticfilm 7200i ist nahezu baugleich mit dem
Quato IntelliScan 5000, bei dem die höchste Auflösung
mit 5000 dpi angegeben wird.
Installation
Die Inbetriebnahme des Plustek OpticFilm 7200i ist mit Vorsicht
zu genießen. Man muss zuerst die Plustek-Software und
danach Silverfast installieren. Merkwürdigerweise ist das
sogar zum Betrieb mit der Software VueScan notwendig. Läßt
man dem Setup freie Hand, gelangen viele Daten auf den Rechner.
Neben den Treibern werden drei Programme installiert. Wählt
man die Konfiguration 'minimal', erspart man sich schon mal
zwei Programme aber der verbleibende PageManager belegt stolze
138 MB Speicher. Im Autostart nistet sich das Programm QuickScan
ein. Untersucht man den Datenwust genauer, fallen im PageManager-Ordner
lcd- und lcm-Dateien auf, die offenbar Sprachvarianten sind.
Löscht man alle bis auf die Deutschen (german.lcd), fliegen
46 MB (!) in den Papierkorb. Die Inhalte der Ordner 'Samples'
können ebenfalls gelöscht werden. Deinstalliert man
den PageManager komplett, bleiben nur noch 3,5 MB im Plustekordner.
Nun beseitigt man QuickScan aus dem Autostart, da sonst beim
Neustart des PCs eine Fehlermeldungen erscheint. Nach dieser
Wurmkur vermissen weder VueScan noch Silverfast etwas und können
den Scanner ohne Einschränkungen ansteuern. Die Schalter
QuickScan und IntelliScan werden mit der Deinstallation des
PageManagers außer Kraft gesetzt, doch sind sie unbedeutend.
(Tipp: Das kostenlose Programm CCleaner
leistet beim Deinstallieren, der Registryreinigung und der Autostartverwaltung
gute Dienste.) Wer VueScan bevorzugt, kann Silverfast deinstallieren.
|
Hardware
Der OptikFilm 7200i ist kompakt und leicht. Er hat ein
externes Netzteil. Im Betrieb ist er relativ leise. Er
hat keinen automatischen Filmtransport.
Zum Einbringen der gerahmten Dias oder Kleinbildfilmstreifen
sind dem Scanner zwei Filmhalter beigelegt. Sie sind aus
Kunststoff und machen einen verläßlichen Eindruck.
Beim Einschieben eines Filmhalters in den dafür vorgesehenen
Schlitz spürt man Rastpunkte, die das richtige Positionieren
eines Bildes einfach machen. Mit etwas Fingerspitzengefühl
geht das prima. Die seitlichen Öffnungen des Scanners
haben Staubschutzklappen, die automatisch zufallen wenn
kein Filmhalter in dem Gerät steckt.
Das Bild rechts zeigt vier Filmhalter: oben - Nikon Coolscan
5000, unten - Polaroid Sprintscan 35 Plus und die beiden
Plusteks in der Mitte. Nikons Filmstreifenhalter ist kompliziert
und fummelig zu bedienen. Polaroid Filmstreifenhalter
sind filigran und zerbrechlich. Dagegen sind die Halter
von Plustek relativ robust und einfach zu handhaben. Der
Filmstreifenhalter sollte Nuten haben, mit denen man Filme
mit starkem Drall vor dem Schließen fixieren kann.
Im Gegensatz zu den Reflekta Proscans und baugleichen
Typen braucht der Plustek OptikFilm 7200i nach Eingabe
eines Scanbefehls keine lange Anlaufzeit. Es finden keine
geduldheischenden Kalibriervorgänge statt. Wenn überhaupt,
gibt es sehr kurze Lampenaufwärmphasen. Das Gerät
startet zügig und trödelt auch nicht beim Scanvorgang,
solange man keine Farbbilder mit 7200 dpi und Infrarotreinigung
scannt.
Der Vergleich von 3600 dpi-Dateien mit 7200 dpi-Dateien
zeigt kaum einen Unterschied, abgesehen von der vierfachen
Größe der Bilder mit der letzten Einstellung.
Sie ist überflüssig. Der Scanner hat eine hardwarebasierte
Schmutz- und Kratzererkennung, für die neben dem
RGB-Scan ein zweiter Infrarot-Scan durchgeführt wird.
|

|
VueScan
VueScan
ist mit dem Plustek OpticFilm 7200i kompatibel und
bietet dem erfahrenen Nutzer weitgehende Möglichkeiten
zum Bedienen des Scanners.
Auf der Plustek-Website gibt es sogar einen Downloadlink
für VueScan. Es ist ein kompaktes Programm, welches
wenig am bestehenden Softwaresystem ändert und keine
Romane in die Registry schreibt. Es kann zurzeit (September-2006)
nach Angaben des Entwicklers über 500 verschiedene
Scanner ansteuern. Nach der Installation konnte der Scanner
problemlos mit VueScan bedient werden.
|

Diastreifenhalter im OpticFilm 7200i |
Silverfast Ai 6
Zum Lieferumfang dieses Scanners gehört Silverfast SE oder
Ai. Mit letzterem kann auf hohem Niveau gescannt werden. Ich
ziehe VueScan vor, doch sollten Anwender, die diesbezüglich
flexibel sind, beide Varianten ausprobieren. Sie haben aus nachvollziehbaren
Gründen jeweils ihre Fangemeinden.
Automatikschalter
An der Vorderseite des Scanners gibt es zwei Schalter. Neben
dem einen steht QuickScan, nebem dem anderen IntelliScan. Abgesehen
davon, dass Plustek mit diesen Wortschöpfungen seinen Hang
zu Wörtern mit zwei großgeschriebenen Buchstaben
unterstreicht, erlauben die Schalter ein Scannen auf Knopfdruck.
Man sollte vorab schon mal in die Menues schauen und entsprechende
Eintellungen vornehmen mit denen festgelegt wird, in welchem
Dateiformat die Bilder in welchem Ordner gespeichert werden.
Die Funktion ist ausreichend, um einen Großteil der Bilder
einigermaßen vorzeigbar zu machen.
Der Schalter mit der Bezeichnung 'IntelliScan' aktiviert automatische
Scans mit Silverfast. Dafür muss neben QuickScan und dem
PageManager mindestens Silverfast Ai 6.2x installiert sein.
Die Ergebnisse vom Farbdia und vom Schwarzweißfilm waren
nicht immer überzeugend. Anspruchsvolle Fotografen werden
andere Arbeitsroutinen bevorzugen.
| Plustek
OpticFilm 7200i |
|
Februar 2006 |
Seite 1
2 |
|
1999 - 2008 © Thomas Gade - Jede Veröffentlichung ist
nur mit ausdrücklicher schriftlicher Erlaubnis des Verfassers
gestattet.