Vixen
Great Polaris GP-E Montierung
Die GP Montierung von Vixen ist eine parallaktische Teleskopmontierung.
Es gibt drei Varianten: die GP-E, die GP und die GP-DX. Sie unterscheiden
sich durch wenige Details. Die GP-E und GP sind grundsätzlich
gleich, wobei die GP mit einem Polsucher und Teilkreisen besser
ausgestattet ist. Die GP-DX hat ein höhere Tragkraft.
Diese Montierungen sind modular aufgebaut. Sie bestehen aus dem
Achsenkreuz, an das eine Gegengewichtsstange geschraubt wird.
Es gibt Gegengewichte in drei Größen (Gewichten), die
einzeln oder in Kombination auf die Stange geschoben werden können.
Die Deklinationsachse (DE-Achse) hat an einem Ende eine Schwalbenschwanzführung
zur Befestigung des Teleskops. Der Polsucher ist ein kleines Fernrohr,
das in die Rektaszensionsachse gesteckt wird. Es dient zur korrekten
Ausrichtung der Montierung, die so aufgestellt wird, dass die
Rektaszensionsachse (RA-Achse) parallel zur Erdachse verläuft.
So kann man die Bewegung der Sterne durch die Erddrehung durch
entgegengesetztes Drehen von nur einer Achse kompensieren.
Beide Achsen der GP Montierungen können per Hand oder mit
Motoren bewegt werden. An jeder Achse gibt es eine Schiene zum
Anbringen eines Motors. Man kann sich mit einem für die RA-Achse
begnügen oder zusätzlich die DE-Achse motorisieren.
Je nach Anspruch, Neigung und Geldbeutel sind unterschiedliche
Möglichkeiten der Stromversorgung und Steuerung der Motoren
adaptierbar.
Es gibt diverse Stative und Säulen für die GP-Montierungen.
In Astronomie-Kreisen kursieren viele Tipps zur Modifizierung
und Verbesserung der Montierungen und Stative.
Die hohe Qualität der Vixen GP Montierungen erkennt man
vor allem an der Vielzahl der nahezu baugleichen Kopien, die von
der Konkurrenz auf den Markt gebracht wurden. In den einschlägigen
Foren wird behauptet, dass die originalen Vixen Montierungen besser
sein sollen. Vor allem ist die Vixen GP relativ leicht und dafür
erstaunlich stabil.

Technische Daten
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GP-E (* = optional)
GP |
GP-DX |
| Allgemein |
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| Gewicht |
4 Kilogramm |
7 Kilogramm |
| Tragfähigkeit |
ca. 8 Kilogramm |
ca. 11 Kilogramm |
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| RA-Teilkreis Unterteilung * |
10 Minuten |
10 Minuten |
| DE-Teilkreis Unterteilung * |
2° |
2° |
| |
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| Rektaszensionsachse |
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| Außendurchmesser |
36 mm |
40 mm |
| Material |
Aluminium |
Stahl |
| Lagerung |
Gleitlager |
Gleitlager |
| |
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| Deklinationsachse |
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| Außendurchmesser |
35 mm |
35 mm |
| Material |
Aluminium |
Stahl |
| Lagerung |
Gleitlager |
Gleitlager |
| |
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| Schneckenräder |
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| Anzahl der Zähne |
144 |
144 |
| Außendurchmesser |
74 mm |
74 mm |
| Dicke |
6 mm |
6 mm |
| Material |
Aluminium |
Messing |
| Periodischer Fehler |
ca. 13 Bogensekunden |
ca. 7 Bogensekunden |
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Die Gewichtsangaben berücksichtigen nicht die Gegengewichte.
Die Tragfähigkeit bezieht sich auf das Teleskop und ist stark
von dessen Länge und Volumen abhängig. Hebelkräfte
sowie die Anfälligkeit gegen Windstöße haben einen
starken Enfluß auf die praktische Verwendungsfähigkeit.
Die GP trägt bequem einen kurzen 8" (20 cm Öffnung)
Schmidt Cassegrain von Meade oder Celestron, wird aber von einem
langen 20 cm Newton überfordert. Ein 125mm Fraunhofer Refraktor
in der heute üblichen Bauweise wird gut von der GP getragen.
Ein 150mm Fraunhofer wird allenfalls von der Vixen GP-DX getragen.
Anwendungsbeispiel
Hier sieht man ein Vixen VC200L auf einer Vixen GP. Der Tubus wiegt
mit Zenitprisma und Okular ca. 7 Kilogramm und wird mit zwei mittleren
Gegengewichten (je 2,8 Kilogramm) gut in Balance gehalten. Dies
ist schon eine ordentliche Ausrüstung, mit der anspruchsvolle
Astrofotografien gemacht werden können.

Weitere Bilder
1999 - 2008 © Thomas Gade |