Geräuschkulisse
Der Artixscan 120tf ist laut und gibt hohe pfeifende Laute von
sich, die wirklich nerven. Die Scans für diesen Bericht
wurden an einem Sonntag in einer Wohnung vorgenommen bis der
Nachbar entnervt um 'Feierabend' bat.
Scannen
Theoretisch ist der Artixscan in der Lage, mehrere Bilder nacheinander
zu scannen. Die Software soll die Bilder in einem Filmhalter
identifizieren und sie der Reihe nach abarbeiten. Das Erkennen
der Bilder funktioniert mit grahmten Dias ausgezeichnet, doch
Mittelformatstreifen sind heikel.
Silverfast zeigt alle vier Bilder der vollbestückten Diahalters
an. VueScan zeigt nur ein einzelnes Bild, was in diesem Falle
aber nicht in Gewicht fällt, weil ohnenhin alle Bilder
gescannt werden sollen, die in den Halter gesteckt werden. Beide
Programme beherrschen das.
Kleinbildfilmstreifen werden in ihrer Filmbühne ebenso
erkannt. Allerdings hat sie Querstege, die an den vermuteten
Bildzwischenräumen positioniert sind. Für problemloses
Arbeiten muss der Film damit übereinstimmen.
Silverfast erkennt die Bilder auf einem Mittelformatfilm trotz
der Einstellung 6x4,5 nicht korrekt.
 |

Vuescan zeigt nur einen Teil des Filmstreifenhalters. Es
ist nicht möglich, den gesamten Scanrahmen zu erfassen.
Ed Hamrick, der Hersteller von VueScan erklärte das
mit einer 9 cm langen Schneckenschraube an einem Schrittmotor,
die den maximalen Vorschaurahmen begrenzt. Das läßt
nichts Gutes ahnen, wenn man Panoramafotos auf Mittelformatfilm
aufnimmt.
Um mit Vuescan Bilder nacheinander zu scannen, geht man
folgendermaßen vor. Zunächt wird ein Preview
mit maximaler Fläche gemacht. Dazu steht unter 'Crop'
bei 'Preview area' der Eintrag 'Maximum'. Unter 'input'
wird beim Punkt 'Fram spacing' der Abstand zwischen der
oberen Kante eines Bildes bis zum nächsten Bild in
Millimetern eingetragen. Bei diesem Film betrug diese Strecke
52mm. Unter 'Crop' wurde bei 'X size' 55.607 und bei 'Y
size' 41.466 eingetragen. Das entspricht den Millimetermaßen
des eingestellten Scanrahmens für ein vollformatiges
Bild. In VueScan wird der Punkt anstelle des Kommas verwendet.
|
Unter 'Input' wird bei 'Batch scan' 'List' gewählt. Hat
der Filmstreifen drei Bilder und alle sollen gescannt werden,
trägt man bei 'Batch list' 1,2,3 ein. Hier werden Kommata
gesetzt! Klickt man nun auf 'Preview' wird von jedem Bild eine
Vorschau erstellt. Ist das erledigt, wechselt man mit dem Schieber
neben 'Frame number' zwischen den Bildern hin und her. Sie werden
ziemlich groß dargestellt. Am Histogramm lassen sich die
Weiss- und Schwarzpunkte individuell setzen, falls man unter
'Color' keine allgemeine Vorgabe gemacht hat. Die Scanrahmen
können individuell nachjustiert werden. Da die Abstände
zwischen den Bildern variieren, ist das eventuell nötig.
Bei 'Auto focus' steht immer 'Always'.
Unter Output werden der Speicherort, die Namen, das Dateiformat
und die Farbtiefe festgelegt. Mit einem Klick auf 'Scan' beginnt
der Stapelscan. Hat man sich mit dem Verfahren vertraut gemacht,
ist es relativ simpel.
So sind auch lange Mittelformat-Panoramas scannbar. Allerdings
in überlappenden Teilbildern, die anschließend mittels
Software zusammengefügt werden.
| Microtek
ArtixScan 120tf / Polaroid Sprintscan
120 |
Thomas Gade |
September 2006 |
Seite 1
2 3 4 |