Scannen - Mittelformat
6x7 Diapositiv - Beispiel 1

6x7 Dia, 4000dpi, 274 MB, 8792x10904 Pixel, VueScan
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Detail 1, Ausschnitt 500x620 Pixel |

Detail 2, Ausschnitt 500x620 Pixel |

Detail 3, Ausschnitt 500x620 Pixel
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6x7 Diapositiv - Beispiel 2

6x7 Dia, 2000dpi, 68 MB, 5459x4374 Pixel, VueScan
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Detail 1, Ausschnitt 500x401 Pixel |

Detail 2, Ausschnitt 500x401 Pixel |

Detail 3, Ausschnitt 500x401 Pixel
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Die Sanqualität des Microtek Artixscan 120tf ist hervorragend.
Bereits mit der Einstellung 2000 dpi löst er Mittelformatvorlagen
in feine Details auf. Die beiden Fotos wurden mit einer Zenza
Bronica GS-1 ohne Stativ aufgenommen. Der Scanner hat keine
Schwächen bei der Digitalisierung der kontrastreichen Dias.
Ergänzend zu den obigen Bildern sollte eine Stativaufnahme
mit besserer Aufnahmeoptik auf feinkörnigem Schwarzweissfilm
einbezogen werden, um die Grenzen des ArtixScan 120tf auszuloten.
Microtek ArtixScan 120tf versus Epson Perfection 4870
Der ArtixScan 120tf kostet derzeit ca. 1400 €. Ein Epson
Perfection 4870 wurde für knapp 450 € angeboten. Inzwischen
sind die Nachfolger V700 und V750 auf dem Markt. Der Epson Perfection
4870 liefert wie sein Vorgänger Epson Perfection 3200 und
dem späteren Epson Perfection 4990 relativ weiche Dateien,
die auf den ersten Blick unscharf wirken. Mit angemessener Unscharf-Maskierung
können die Dateien erheblich verbessert werden. Details
werden dadurch deutlich differenzierter dargestellt. Die Artixscan-Dateien
sind schon direkt aus dem Scanner knackig und vertragen nicht
allzuviel Schärfung, weil dadurch das Rauschen (oder Korn?)
verstärkt wird. Für mittelmäßige Filme
sind beide Scanner gut geeignet. Der Epson hat eine gut funktionierende
ICE-Reinigungsfunktion, welche bei hochaufgelösten Scans
von Mittelformaten sehr viel Zeit verschlingt, sofern der Rechner
diese Prozedur überhaupt mitmacht. Bei gekonnter Anwendung
des Polaroid Dust and Removal Filters, des Reparaturpinsels
und des Stempels geht die Retusche der ArtixScan 120tf-Dateien
recht flott. Die SDR Funktion von SilverFast braucht man gar
nicht erst auszuprobieren - sie taugt nichts.

Epson Scan Perfection 4870
Unscharfmaskierung. Stärke: 200% - Radius: 1,2 - Schwelle:
0
Das Bild ist weicher. An den gelben diagonalen Kanten gibt
es rote Fahnen. |
Artixscan 120tf
Der Scanner betont fehlerhafte Farbsäume, die beim
Flachbettscanner teilweise untergehen. Der Scan ist detailstärker
als der Epson-Scan. |
Beide Scanner neigen an einigen Kanten zu Farbsäumen. Der
Epson erzeugt an manchen Diagonalen weit auslaufende Fahnen, die
mit stärkerer Unscharf-Maskierung immer penetranter zutage
treten. Mit Photoshop kann man dem begrenzt entgegensteuern. Farbige
Ränder im ArtixScan sind mit der selektiven Farbkorrektur
relativ leicht zu beseitigen, da sie Farbtöne haben, die
sonst kaum vorkommen, zum Beispiel ein grelles Purpur. Die Ausschnitte
wären beim 300 dpi Druck in einem 74 x 92 cm messenden Gesamtbild
nur ca. 4,2 x 5.3 cm groß.
Jeder Scanner wird nur mit entsprechender Methodik und Erfahrung
richtig ausgereizt. Ein moderner filmtauglicher Epson Flachbettscanner
der Consumer-Oberklasse ist ein gutes Gerät zum Scannen von
Mittelformaten und größeren Filmen. Das Ermitteln des
richtigen Abstands zwischen Film und Glas soll die Qualität
der Dateien erhöhen. In einschlägigen Foren gibt es
dazu erstaunliche Meldungen. Ein Flachbettscanner ist vielseitiger
als ein ArtixScan 120tf, der aber bei hoher Auflösung mehr
Details aus den Vorlagen herauszaubert. Er bringt eine bessere
Zeichnung in dunkle Partien, was in den Ausschnitten rechts unten
im Krangestell eindrucksvoll zu sehen ist. Der Detailgewinn lohnt
sich für große Prints ab Din A3 oder für Ausschnitte.
Zur Verfeinerung der ArtixScan-Dateien sollte man mit NoiseNinja
oder NeatImage experimentieren.
| Microtek
ArtixScan 120tf / Polaroid Sprintscan
120 |
Thomas Gade |
September 2006 |
Seite 1
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