Die nachstehenden Bilder wurden bei guter Sicht von
einem Balkon in Berlin aufgenommen. Die ersten Bilder
wurden mit einem 28-300mm Zoom von Tamron gemacht.
Das letzte mit dem Vixen VMC200L. Im Zentrum befindet
sich der Berliner Funkturm auf dem Messegelände.
Die verwendete Kamera war eine Pentax *ist DS mit
6 Millionen Pixel:

Tamron 28-300mm - Einstellung 28mm

Tamron 28-300mm - Einstellung 300mm
Vixen VMC200L. Fotografie fim primären Brennpunkt.
Die Originaldatei in voller Größe zeigt
feinste Details, die nur bei ruhiger Luft und bester
Sicht herauszuarbeiten sind. Für extreme Fernaufnahmen
ist ein 'bombenfestes' Stativ, beispielsweise ein
großes von Linhof oder Berlebach, unabdingbar.
Zugleich muss die Optik an die Umgebungstemperatur
angepasst sein, um solche Vergrößerungen
unbeeinflusst von temperaturbedingten Materialdehnungsprozessen
ermöglichen zu können. Da Teleskope keinen
Autofokus unterstützen, wird eine effiziente
Sucherlupe zum Scharfstellen benötigt. Der Fokussierer
des Vixen VMC200L ist feingängig genug, um solche
Aktionen zu unterstützen.
Über dieses Teleskop werden widersprüchliche
Ansichten im Internet zum Besten gegeben. Kritiker
weisen auf die große Obstruktion durch den Fangspiegel
und die dicken Streben hin. Ob sie je unvoreingenommen
durchgeschaut haben, darf bezweifelt werden. In der
Praxis erweist sich dieses Teleskop als scharf und
kontrastreich.
Höherwertige Vixen Teleskope sind im Umfeld der
konkurrierenden Produktpalette relativ teuer. Ein
bekannter Astrohändler nennt im April 2012 als
Preis für den Tubus mit Prismenschiene und Flip
Mirror stolze 1539,- €. Sicherlich gibt es einen
Verhandlungsspielraum, doch sind für den Preis
und weniger alternative 200mm Systeme erhältlich,
die je nach den individuellen Präferenzen der
Benutzer vorteilhafter sein können.
Das Instrument ist hervorragend als lange Brennweite
in der Naturfotografie einsetzbar. Mit 1800mm Brennweite
kommt man nahe an scheue Tier ran. Wenn die Luft mitspielt
und nicht zu sehr flimmert, sind sehr gute Aufnahmen
möglich.