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Teleobjektive Thomas Gade - November 2009

Soligor Mirror Lens F:500mm f/5.6 - Spiegelteleobjektiv - Maksutov - mit T2 Anschluss

Kompaktes Spiegelteleobjektiv mit hoher Lichtstärke. Die Innenfokussierung erfolgt über das Verschieben des Hauptspiegels. Der Mechanismus funktioniert butterweich und einwandfrei. Auf der Rückseite befindet sich ein Tubus mit eine T2 Gewinde. Für fast alle Spiegelreflexkameras gibt es preiswerte T2 Adapter, die eine Verwendung dieser Optik ermöglichen. Da Spiegelobjektive keinen Autofokus und eine feste Blende haben, ist das vorteilhaft, da man so nicht auf eine Kameramarke festgelegt ist. Das Objektiv hat einen Stativanschluss.

Der Innendurchmesser der rückseitigen Hülse entspricht genau dem Außendurchmesser der gängigen Teleskopokulare (1 1/4 Zoll), so dass diese Optik mit einem Zenitspiegel oder -prisma und einem Okular als leistungsstarkes Spektiv oder Teleskop verwendet werden kann.


Ein Stativ ist Pflicht, um 500mm Brennweite verwacklungsfrei verwenden zu können.


Das lichtstarke 500mm Objektiv ist trotz seiner soliden Bauweise kompakt und nicht so schwer wie Linsenobjektive mit ähnlichen Werten.

Die optische Qualität ist im Zentrum sehr gut, läßt aber außerhalb des Zentrums schnell nach. Wichtig ist korrektes Fokussieren, was mit den mickerigen Suchern von etlichen digitalen Spiegelreflexkameras nicht immer einfach ist.


Zwei Störche in einem Horst. Bei korrekter Scharfstellung und kurzer Belichtungszeit sind gute Bilder erzielbar, wenn der entscheidende Bildteil in der (scharfen) Bildmitte liegt.



Ausschnitt aus dem Zentrum: In der Mitte ist das Bild einwandfrei. Viele Spiegelteleobjektive sind schlechter.

Ausschnitt mit Ecke links unten: In den äußeren Ecken wird das Bild unscharf. Kontrastreiche Kanten bekommen schon relativ nahe bei der Bildmitte farbige Ränder, die mit entsprechenden Beseitigungsfunktionen in einer modernen Bildbearbeitung in den Griff zu bekommen sind. Das Objektiv ist für Kameras mit APS-Chip geeignet. Beim Vollformatchip werden die äußeren Bildzonen zu unscharf sein und die Farbsäume zu penetrant, um diese Optik sinnvoll einsetzen zu können. Wenn genug Licht vorhanden ist, sollte eine (selbstgebastelte) Blende, die wie ein Objektivdeckel aufgesetzt wird, die optische Leistung verbessern.



Spiegelobjektive haben eine seltsame Eigenart. Im unscharfen unruhigen Hintergrund entstehen optische Ringe. Sie sind im nachstehenden Ausschnitt gut zu sehen.



Fazit: Wer ein preiswertes, kompaktes Tele mit langer Brennweite sucht, das zudem noch leicht zum Spektiv umgerüstet werden kann, sollte dieses Objektiv in Betracht ziehen. Es ist solide, klein und leicht. Für Kameras mit einem 'Halbformat' oder 3/4 Sensor ist dieses Objektiv durchaus verwendbar aber nicht für Vollformat (24x36mm). Aufgrund seiner guten Leistung im Bildzentrum ist die Verwendung eines guten Telekonverters möglich. Dabei fallen die unscharf werdenden Zonen in den äußeren Ecken aus dem Bild. Mit einem 1,4x Telekonverter käme man auf 700mm und mit 2x auf 1000mm. Das ist an einer DSLR mit APS-Sensor eine ganze Menge. Wer mit diesem Objektiv fotografiert, sollte eine passende Streulichtblende verwenden. Die kann man aus Pappe oder einer dunklen Schaumgummimatte zum Darüberstülpen basteln.

   Testbilder:      Vergleichsaufnahmen mit diversen Teleobjektiven



© 1999 - 2011 Thomas Gade - Die Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.

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