Soligor Mirror Lens F:500mm f/5.6
- Spiegelteleobjektiv - Maksutov - mit T2
Anschluss
Kompaktes Spiegelteleobjektiv mit hoher Lichtstärke.
Die Innenfokussierung erfolgt über das
Verschieben des Hauptspiegels. Der Mechanismus
funktioniert butterweich und einwandfrei.
Auf der Rückseite befindet sich ein Tubus
mit eine T2 Gewinde. Für fast alle Spiegelreflexkameras
gibt es preiswerte T2 Adapter, die eine Verwendung
dieser Optik ermöglichen. Da Spiegelobjektive
keinen Autofokus und eine feste Blende haben,
ist das vorteilhaft, da man so nicht auf eine
Kameramarke festgelegt ist. Das Objektiv hat
einen Stativanschluss.
Der Innendurchmesser der rückseitigen
Hülse entspricht genau dem Außendurchmesser
der gängigen Teleskopokulare (1 1/4 Zoll),
so dass diese Optik mit einem Zenitspiegel
oder -prisma und einem Okular als leistungsstarkes
Spektiv oder Teleskop verwendet werden kann.

Ein Stativ ist Pflicht, um 500mm Brennweite
verwacklungsfrei verwenden zu können.
Das lichtstarke 500mm Objektiv ist trotz seiner
soliden Bauweise kompakt und nicht so schwer
wie Linsenobjektive mit ähnlichen Werten.
Die optische Qualität ist im Zentrum sehr
gut, läßt aber außerhalb des
Zentrums schnell nach. Wichtig ist korrektes
Fokussieren, was mit den mickerigen Suchern
von etlichen digitalen Spiegelreflexkameras
nicht immer einfach ist.
Zwei Störche in einem Horst. Bei korrekter
Scharfstellung und kurzer Belichtungszeit sind
gute Bilder erzielbar, wenn der entscheidende
Bildteil in der (scharfen) Bildmitte liegt.

Ausschnitt aus dem Zentrum: In der Mitte ist
das Bild einwandfrei. Viele Spiegelteleobjektive
sind schlechter.
Ausschnitt mit Ecke links unten: In den äußeren
Ecken wird das Bild unscharf. Kontrastreiche
Kanten bekommen schon relativ nahe bei der Bildmitte
farbige Ränder, die mit entsprechenden
Beseitigungsfunktionen in einer modernen Bildbearbeitung
in den Griff zu bekommen sind. Das Objektiv
ist für Kameras mit APS-Chip geeignet.
Beim Vollformatchip werden die äußeren
Bildzonen zu unscharf sein und die Farbsäume
zu penetrant, um diese Optik sinnvoll einsetzen
zu können. Wenn genug Licht vorhanden ist,
sollte eine (selbstgebastelte) Blende, die wie
ein Objektivdeckel aufgesetzt wird, die optische
Leistung verbessern.
Spiegelobjektive haben eine seltsame Eigenart.
Im unscharfen unruhigen Hintergrund entstehen
optische Ringe. Sie sind im nachstehenden
Ausschnitt gut zu sehen.

Fazit: Wer ein preiswertes, kompaktes Tele mit
langer Brennweite sucht, das zudem noch leicht
zum Spektiv umgerüstet werden kann, sollte
dieses Objektiv in Betracht ziehen. Es ist solide,
klein und leicht. Für Kameras mit einem
'Halbformat' oder 3/4 Sensor ist dieses Objektiv
durchaus verwendbar aber nicht für Vollformat
(24x36mm). Aufgrund seiner guten Leistung im
Bildzentrum ist die Verwendung eines guten Telekonverters
möglich. Dabei fallen die unscharf werdenden
Zonen in den äußeren Ecken aus dem
Bild. Mit einem 1,4x Telekonverter käme
man auf 700mm und mit 2x auf 1000mm. Das ist
an einer DSLR mit APS-Sensor eine ganze Menge.
Wer mit diesem Objektiv fotografiert, sollte
eine passende Streulichtblende verwenden. Die
kann man aus Pappe oder einer dunklen Schaumgummimatte
zum Darüberstülpen basteln.