Der Skywatcher 127 Maksutov hat ein eigenes Gewinde.
Der 2" Intes Zenitspiegel mit SCT-Gewinde passt
nicht daran. Daher wurde das schwere Denkmeier Bino
mit einem 1 1/4 Zoll Zenitspiegel kombiniert. Beim
Lösen einer Klemmschraube kann schnell ein
Malheur passieren.
An Teleskopen mit seitlich abgelenktem Strahlengang,
wie beim Newton Teleskop, ist der Binokularansatz
mit seiner 60° Umlenkung nicht immer gut einsetzbar.
Gradsichtige Binos sind besser geeignet.
Am 60° Bino wird der Augenabstand durch das
Auseinanderziehen oder Zusammenschieben der Okulare
erreicht. Das funktioniert gut ohne das exakte Übereinanderliegen
der beiden Einzelbilder negativ zu beeinträchtigen.
Ein Dioptrienausgleich ist nicht vorhanden. Nach
dem Verstellen des Augenabstandes muss neu scharfgestellt
werden.
Vergleicht man diesen Binoansatz mit modernen Versionen,
gibt es einen weiteren Unterschied: Die Öffnung
für das Strahlenbündel aus dem Teleskop
beträgt beim 60° Bino 19mm während
jüngere, gradsichtige Modelle 21 bis 28mm Öffnung
haben. Aufgrund dessen sind die Prismen im 60°
Bino kleiner als in den Modellen, die einen größeren
Lichtkegel durchlassen können. Dies ermöglicht
die relativ kurze Verlängerung des optischen
Weges um 118mm.
Der kleinere Durchlass ist bei Teleskopen mit einem
Öffnungsverhältnis von 1:10 und größer
praktisch unwichtig, wenn man mittlere bis hohe
Vergrößerungen anstrebt. Laut einer Rezension
auf der Website vom Baader Planetarium bedeutet
dies:
„... erlaubt die Verwendung von Okularen mit
einer Gesichtsfeldblende von ca. maximal 22 mm,
ohne zu vignettieren. Dies entspricht z. B. normalen
Plössl-Okularen mit maximal 25 mm Brennweite.
Bei Weitwinkelokularen würde die maximal mögliche
Brennweite entsprechend kürzer ausfallen.„
Die Beobachter von Sonne, Mond und Planeten wird
das nicht tangieren. Wer jedoch ein möglichst
großes Bildfeld mit geringen Vergrößerungen
mit einem lichtstarken (!) System beobachten möchte,
sollte ein Binokular mit größeren Prismen
bevorzugen.