| Kameraobjektive |
Thomas Gade - Mai 2008 |
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Sigma EX 28-70mm
F 2.8
Das Sigma EX 28-70mm Zoom mit einer durchgängigen
Anfangsöffnung von Blende 2,8 hat einen
legendären Ruf. Seit dem Erscheinen der
ersten Version in den frühen 1990'er Jahren
wurde es mehrfach modifiziert. Ergänzend
gibt es das Sigma EX 70-200mm Zoom ebenfalls
mit 2,8 als größtem Blendenwert.
Diese Kombination wurde in den 1990'ern für
klassische Spiegelreflexkameras mit 35mm Film
verwendet. Es sind Optiken für die professionelle
Arbeit, die sich in den Punkten Gewicht, Abmessung
und Preis stark von den weniger lichtstarken
Zooms abheben aber preislich deutlich unterhalb
der Beträge, welche für Optiken mit
den gleichen Daten von Canon, Nikon und anderen
hingeblättert werden müssen.
Leistung
Zwei Sigma EX 28-70mm (DF und DG) wurden mit
den Pentax SMC-A Festbrennweiten 1,7/50mm und
2,8/28mm verglichen. Die kleinen Pentaxobjektive
sind hervorragend und den Sigmas bis Blende
4 in Punkto Schärfe und Brillanz überlegen.
Die Pentax Festbrennweite mit 1,7/50mm kann
mit voller Öffnung benutzt werden und hat
abgeblendet auf 4 eine ausgezeichnete Schärfe
über das gesamte Bild. Die Sigma Zooms
sind im Blendenbereich zwischen 5,6 und 11 gut.

Die Bilder zeigen zwei Exemplare des Sigma EX
28-70. Links ist jeweils das ältere Objektiv
zu sehen, rechts die neuere DF Variante.
Autofokus
Zum Testen wurden eine Pentax K10D, eine K200D
sowie eine *ist DS eingesetzt. Das anvisierte
Motiv wurde in der Regel sprungartig scharf
gestellt. Doch lag das ältere Exemplar
des Sigma EX 28-70mm besonders bei kürzeren
Brennweiten häufig etwas daneben während
das andere korrekt fokussierte. Recherchen in
den Fotoforen ergaben, dass andere Benutzer
eines Sigma EX 28-70 F2.8 den ungenauen Autofokus
bemängeln während andere keine Schwächen
festgestellt haben. Die Sigmas haben große
Scharfstellringe. Manuelles Fokussieren ist
bei diesen Objektiven oft der beste Weg zum
optimalen Ergebnis.
Gegenlicht / Streulicht
Wie so viele Zoomobjektive wird das Sigma mit
einer starren Tulpen-Streulichtblende geliefert.
In der Praxis nervt die sperrige Konstruktion.
Der Objektivdeckel läßt sich bei
aufgesetzter Streulichtblende kaum abnehmen
oder ansetzen. Daher ziehe ich eine passende
Gummisonnenblende vor.
Was schleppt man herum?
Das Sigma EX 28-70mm F 2.8 Objektiv ist weder
leicht noch kompakt. Um zu zeigen, worauf man
sich einläßt, werden ein paar Objektive
an einer Pentax *ist DS dargestellt. Das lichtstarke
Sigma EX 28-70mm ist relativ streulichtempfindlich.
Die Sonnenblende ist daher wichtig. Diese Optik
wurde für das 35mm Vollformat hergestellt.
Für digitale Spiegelreflexkameras mit dem
kleinen (ca.22x15mm) Sensor kann man die starre
und wirklich unpraktische Tulpensonnenblende
gegen eine Gummisonnenblende austauschen, wie
sie am Tamron XR zu sehen ist. Das flexible
Gummi ist ein guter Schutz bei Stößen.

Sigma EX 28-70mm F2.8 mit Sonnenblende
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Tamron XR LD 28-300mm F3.5-6.3 |

Pentax SMC-A 28mm F2.8 mit Gummisonnenblende |

Pentax SMC-DA 18-55 F3.5-5.6 |

Pentax SMC-A 100mm F4 Macro. Die Optik ist
soweit versenkt, dass eine Sonnenblende
nicht nötig ist. Trotzdem ist sie immer
empfehlenswert.
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Pentax SMC-A 50mm F1.7 |
Die Vergleiche zeigen, wie
groß das lichtstarke Sigma Zoom ist. Das
Tamron-Zoom ist nur etwas kleiner, deckt aber
einen 4x so großen Brennweitenbereich
ab. Tamron hat speziell für die kleineren
Sensoren der digitalen Spiegelreflexkameras
ein 18-250mm Zoom im Angebot, das ca. dieselben
Maße wie das 28-300mm Objektiv hat. Diese
Unterschiede sollte vor einer Anschaffung berücksichtigt
werden. Das Sigma ist prima für Aufnahmen,
bei denen eine große Öffnung unter
ungünstigen Lichtbedingungen vorteilhaft
ist, aber nicht für die Reise oder Fahrradtour
mit leichtem Gepäck. Alternativ bietet
Sigma ein 17-70mm Objektiv mit F2,8-4.5 und
einer Naheinstellgrenze von nur 20 cm für
die 23x16mm DSLR-Sensoren an. Es hat ca. die
gleichen Maße und kostet derzeit (Mai
2008) 300 bis 350 Euro. Wer perspektivisch das
Vollformat (24x36mm Sensor) im Auge hat, ist
mit dem 28-70 besser bedient. Bei Ebay werden
gut erhaltene Exemplare für 150 bis 200
Euro verscherbelt. Das kann sich schnell ändern,
sobald der Vollformatsensor zum Standard wird.
Dann wird der Gebrauchtmarkt mit Optiken für
das kleinere Format überschwemmt, während
die derzeit nicht so im Fokus stehenden hochwertigeren
Zooms, die erst ab 28mm anfangen, preislich
kräftig zulegen könnten.
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Thomas Gade - Mai 2008 |
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