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Scannen oder Repro mit der DSLR?

© Thomas Gade     Mai 2005 / September 2007

Seiten: 1. Ausstattung 2. Material 3. Ergebnisse


Material


Das erste Bild zeigt drei Filmstreifen, die auf die Leuchtplatte gelegt wurden.



Dies ist die Reproduktion eines Dias (Pentax *ist DS / 6 MP). Die Tonwertkorrektur wurde mit RawShooter vorgenommen. Die Arbeit ist nach kurzer Einarbeitung ein Kinderspiel und geht sehr schnell. Im Photoshop wurden rechts ein schmaler schwarzer Rand abgeschnitten, drei dunkle Stippen beseitigt und der Urhebervermerk eingefügt. Die Tonwertkurve der Archivdatei ist ausgezeichnet. Mein Nikon Coolscan 5000 hätte sie nicht besser hinbekommen. Der weiße Streifen links oben im Himmel ist übrigens ein Flugzeug. Davon kann man sich mit einem Klick auf das Bild überzeugen. Die vollformatige Datei ist ungeschärft.


Berlin, Tiergarten. Skulptur vor dem Haus der Kulturen.

Als nächstes kam ein Schwarzweissnegativ an die Reihe (Pentax *ist DS / 6 MP). Moderne Filmscanner haben mit solchen Vorlagen häufig Schwierigkeiten. (siehe Nikon Coolscan 5000 und SW) Die Digitalkamera schlägt sich wacker. Diesmal wurde nicht das volle Format des Aufnahmechips genutzt. Das Negativ ist mit der Perforation und Teilen der Nachbarbilder zu sehen. Vor der Umkehrung der Tonwerte im Photoshop (strg + I) wurde der Rand beschnitten. Danach hatte das Bild eine Größe von 2572x1721 (ca. 4,4 Mill. Pixel). Trotz des Verzichts auf ca. 1,6 Mill. Pixel ist das Ergebnis nicht schlecht. Mit einem Klick auf das Bild lädt man die volle Datei herunter. Man beachte, dass auch diese Datei nicht geschärft wurde.




Repro mit Pentax *ist DS und 2,8/50mm Makro an einer Reprosäule mit einem Just Color Control Leuchtpult.

Tonwertkurve der 16-Bit Tif-Datei.

Für das gestrichelte Feld im Negativ wurden die Tonwerte gemessen. Es kommt nicht zum Clipping, dem unangenehmen Verlust von Tonwerten in den dunkelsten oder hellsten Zonen.
Nach dem Unkehren der Tonwerte sieht das Histogramm wie ein gespiegeltes Abbild der oberen Grafik aus. Die aus dem RAW erstellte Tif-Datei im 16-Bit Modus hat genügend Tonwertabstufungen, um das Bild nach eigenem Geschmack zu trimmen.

Abgesehen vom Invertieren und einer leichten Spreizung der Tonwertkurve wurde das Bld nicht weiter bearbeitet.

Obwohl der Negativstreifen blank auf die Oberfläche der Leuchtplatte gelegt wurde, sind Staub und Kratzer dank des weichen Lichts unproblematisch.


Das Wandeln der Negative in Positive ist bereits mit einem RAW-Konverter machbar. Hier wurde RAW-Shooter für die Bearbeitung von einer Datei aus der Pentax K10D eingesetzt:



Das Invertieren funktioniert über die Gradationskurve. Der Schwarzpunkt (ganz links) wird nach oben geschoben und der Weisspunkt (rechts) ganz nach unten. Man beachte die Diagonale in der Anzeige der Gradationskurve. Die vormals von links nach rechts aufsteigende Diagonale fällt beim Ergebnis von links oben nach rechts unten. Mit den übrigen Reglern lassen sich weitere Veränderungen vornehmen.




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