| Nikon
Coolscan 5000 ED |
Thomas
Gade |
März
2004 / August 2006 |
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Schwarzweissfilme - Nikon Coolscan
4000 und 5000 ED
Die folgenden Bilder wurden überwiegend
mit dem Nikon Coolscan 5000 ED gescannt. Der Nikon 4000 ist
hinsichtlich der Ergebnisse und Bedienung praktisch identisch.


oben: Negativ im Nikon Filmstreifenhalter FH-3
unten: Italien - Florenz 1932.
Der Film ist kontrastreich und verkratzt. |
oben: Nikon Coolscan 4000 mit 4000 dpi - 50 % Darstellung
unten: Polaroid Sprintscan 35 Plus mit 2700 dpi - 66%
Darstellung
Es wurde vergleichsweise mit dem älteren Polaroid
Sprintscan 35 Plus (max 2700 dpi / Dmax: 3,4) und
dem Nikon Coolscan 5000 ED gescannt. Beim Scannen
wurde Wert darauf gelegt, möglichst den gesamten
Tonwertumfang des Bildes differenziert darstellen
zu können. Alle Scans wurden ohne unscharf
Maskieren gemacht.
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rechts oben: Nikon Coolscan 5000
rechts unten: Polaroid Sprintscan 35 Plus
Welcher von den beiden Scannern ist schärfer?
Der Polaroid hat eine größere Schärfentiefe.
Der Nikon kann stellenweise einen Hauch mehr Details
erkennen und an anderen Stellen stark an Schärfe
verlieren. Zudem unterdrückt die Polaroid-Beleuchtung
Kratzer und kleine Staubpartikel. Das Bild ist sauberer.
Der Polaroid ist schneller als der Nikon, da er
ohne Fokus- und Kalibriervorgänge scannt. Nach
35 Sekunden ist das Bild sichtbar. Die höhere
theoretische Schärfe des Nikon kommt bei musealen
Vorlagen nicht zum Tragen. Die Bilddetailgrenze
wird bereits mit dem Polaroid bei 2700 dpi erreicht.
Auf der rechten Seite sieht man, dass der Nikon
in den Fenstern deutliche Tonwertsprünge zeigt.
Das Nikonbild wirkt detailreicher, doch der Eindruck
wird durch weisse Kratzer und Flecken erzeugt als
durch echte Bildelemente. Der Polaroid liefert eine
angenehmere Darstellung. Das untere Bild ließe
sich mit der Unscharf Maskierung gut nachschärfen,
während das obere Bild eine drastische Betonung
des Korns und der Kratzer zeigen würde. Beim
Polaroid ist eine Kornunterdrückung (GEM) unnötig.
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Das Schwarzweissfoto auf der rechten Seite wurde mit
Nikon Scan 4 gescannt.
Der Film ist ein gut belichteter und entwickelter Orwo
NP 20. Vorlagen dieses Typs dürfte es in der ehemaligen
DDR in rauhen Mengen geben.
Die Tonwertkurve zeigt, dass sowohl in den Schatten
als auch in den Lichtern ein Tonwertbeschnitt stattfindet.
Wie man den angeblichen Dmax von 4,8 erreichen soll,
ist fraglich.
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Konventionelle Schwarzweissfilme sind nicht
das ideale Futter für die Nikon Coolscans. Die Hardware
betont deutlich Kratzer, feinen Schmutz und das Korn. Bei
diesen Vorlagen ist die automatische Schmutz- und Kratzerbeseitigung
nicht einsetzbar. Keine Scansoftware ist optimal für
solche Filme. Nikon Scan setzt automatisch Weiss- und Schwarzpunkte.
VueScan arbeitet mit Profilen, unter denen man erstmal das
passende finden muß.
Am sichersten digitalisiert man den gesamten Tonwertumfang
der Negative mit Vuescan mit der Einstellung Kodak Internegative
mit 16-Bit Ausgabe. Für den Scan eines Kodak
Tmax 100 Films wird oft nicht die Einstellung 'Kodak Tmax
100' optimal sein sondern Kodak Internegative!
Ilford XP2
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Links: Berlin, Alt Moabit, 1992 auf Ilford XP 2 Film
Eine Ausnahme bilden Schwarzweissfilme, die im Farbprozess
C41entwickelt wurden.Bei ihnen kann die Schmutzkorrektur
ICE eingesetzt werden. Ausserdem haben sie einen getönten
Filmträger. Der Film ist nicht so transparent wie
die andere. Das wirkt sich beim Scannen vorteilhaft aus.
Der Nikon Coolscan kann diese Filme mit der richtigen
Software (-einstellung) sehr gut scannen.
Hier einige Beispiele vom Ilford XP2 Film:
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Nikon Coolscan - 4000 dpi, Nikon Scan 4
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Nikon Coolscan 5000 - 4000 dpi, Silverfast mit ICE, trotz
Voreinstellung, die Clipping ausschliessen sollte ... |
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Nikon Coolscan 5000 - VueScan mit Ilford XP2 Profil.
Die Kurve ist ok. Am besten gibt man die Datei mit 16
Bit aus und schiebt die Weiss- und Schwarzpunktregler
an die jeweiligen Enden der Kurve ran.
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links: Polaroid Sprintscan 35 Plus, 2700 dpi, VueScan, Ilford
XP2 Profil vom Ilford XP2 Film.
rechts: Nikon Coolscan 5000 ED, Nikon Scan 4, 4000 dpi, ICE
vom Ilford XP2 Film.
Im Polaroid Scan sieht man links oben einen Staubfaden,
der auf der rechten Seite nicht zu sehen ist. Nikon und
ICE machen es möglich. Welcher ist besser? Man achte
auf den Schriftzug 'Citroen'. Beim Nikon wirken die Buchstaben
schärfer. Doch läßt sich die etwas weichere
Polaroid Datei schärfen.
Fazit
Für konventionelle Schwarzweissfilme, deren maximale
Detailauflösung in der Regel mit einem guten 2700 dpi
Scanner erreicht wird, ziehe ich den alten Polaroid Sprintscan
35 Plus vor. Er ist schnell und man spart eine Menge Nachbearbeitungszeit,
weil die ICE-Funktion des Nikon für diese Vorlagen
nicht anzuwenden ist. Saubere glatte Negative verarbeitet
der Nikon ganz gut, wenn man seine Erfahrungen mit der Software
gemacht hat und sich ein (automatisches) Korrekturverfahren
in einer nachfolgenden Bildverarbeitung entwickelt hat.
Im Photoshop kann man einen Bearbeitungsablauf programmieren,
der auf die einzelnen Bilder angewandt wird. Die nachstehenden
Bildausschnitte zeigen, dass die scharzen Stellen im Bild
mit der Gradationskurve an ihre Umgebung angepasst werden
können. Anschliessend wird der Schwarzpunkt neu gesetzt.
Damit erzielt man eine gute Dateien. Die Scandateien werden
im 16 Bit Modus ausgeben.
Der Scan vom Schwarzweissnegativ mit sehr hellen Zonen,
kann beim Positiv zu Stellen führen, die sich schwarz
von der Umgebung abheben. Das ist nicht schön aber
auch kein Beinbruch, da in diesen Bereichen wahrscheinlich
ohnehin keine Zeichnung mehr vorhanden ist.
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Mit der Gradationskurve sind die dunklen Zonen leicht
an die Umgebung angzugleichen. Dies läßt
sich für ähnliche Bilder mit eine Stapelverarbeitung
vereinfachen.
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