photoinfos.com

     

Astro-Index

Teleskope

Celestron


Nexstar 5

C8 - orange Version

Lichtenknecker

125mm Refraktor

Meade

ETX 90

LX 200

Sky-Watcher


SKM 127 Maksutov

Pro Serie 150mm

Vixen

Newton R114M

VC200L

VMC200L

ED80SF

Zeiss

Refraktor AS 80/840

Montierungen

Vixen


SP Super Polaris

GP Great Polaris

New Polaris


Synta

HEQ 5

HEQ 5 Skyscan

Zubehör

Okulare


Binokular / Bino-Viewer


Second Hand

An- und Verkauf



Sky-Watcher Pro Series 150 mm Maksutov / SKM 150

(Hinweis zur Schreibweise: Auf dem Teleskop steht 'Sky-Watcher'. In Händlerangeboten und Foren wird auch der Begriff 'Skywatcher' verwendet.)

Bild links:

Der SKM 150 auf einer HEQ5 Montierung. Der Bionokularansatz stammt von Seben. Die Montierung ist für dieses Teleskop mehr als ausreichend dimensioniert, doch kann ein massiver Unterbau nie schaden.


Technische Daten

Teleskoptyp Maksutov
Öffnung 150 mm / 6"
Brennweite 1800 mm
Gewicht 5,9 kg
Länge / Durchmesser 45 cm / 18,3 cm
Scharfstellung Innenfokussierung
Preis (mit Sucher und 2 Okularen) ca. 550 € (Dezember 2007)
Anschluss - Montierung GP-Prismenschiene
   


Preis (Dezember 2007):

Neu ca. 560 Euro mit zwei Okularen, Zenitprisma und 50mm Sucher. Die Okulare haben Brennweiten von 9mm und 25mm. Damit werden Vergrößerungen von 72-fach und 200-fach erzielt.

Der SKM 150 ist 2006 oder 2007 auf dem Markt erschienen. Im Second Hand dürfte das Teleskop im guten Zustand um die 350 Euro kosten. Ein 6" Mak Tubus von Intes wird üblicherweise mit der doppelten Summe veranschlagt.

Konstruktion:

Äußerlich betrachtet, fallen keine nennenswerten Mängel auf. Das Teleskop macht einen robusten Eindruck. Der Tubus besteht aus Metall. Auf der Unterseite gibt es eine Prismenschiene zur Befestigung an einer Montierung oder auf einem Fotostativ. Es gibt einige Bohrungen mit Fotostativgewinde. Die Schiene ist kompatibel mit Vixen GP Montierungen und Kopien. Ein Blick in den Tubus zeigt, dass die Schiene mit zwei kleinen Schrauben befestigt wurde. Wem das nicht ausreichend erscheint, wird nicht umhin kommen, das Teleskop zu öffnen und entsprechende Veränderungen vorzunehmen. Bei der Gelegenheit könnte man mit dunklem Velours das Lichtreflexverhalten der Innenseite vermindern.

Das Scharfstellen funktioniert über das Bewegen des Hauptspiegels. Dabei kann durch ein leichtes Verkippen des Spiegels beim Wechsel zwischen Vor- und Rückwärtsbewegung das sogenannte 'Shifting' auftreten. Das beobachtete Motiv bewegt sich dabei im Okular. Bei meinem 127mm Skywatcher Maksutov tritt dieser Effekt kaum auf, doch ist das Shifting an dem getesteten SKM 150 deutlicher ausgeprägt. Abhilfe würde hier ein zusätzlicher Crayfordfokussierer leisten. Leider benötigt man dazu einen Adapter, weil das T-2 Gewinde um den Okulartubus nicht dem üblichen SCT-Anschluß entspricht.

Okularseitig
Die Rückseite des Teleskops hat sechs Schrauben zum Justieren des Spiegels, einen Drehknopf zum Scharfstellen und den Okularanschluss mit T-2 Gewinde.

Der Durchmesser des Blendrohres ist relativ klein. Es gibt eine Metallblende, die den Ausgang auf 25mm verringert. Beim kleineren SKM 127mm ist die Öffnung 3mm größer und entspricht damit dem inneren Tubusdurchmesser eines 1 1/4 Zoll Okulars. Im Teleskophandel ist ein 2" Adapter erhältlich, der angesichts des relativ dünnen Blendrohres fragwürdig erscheint. Ein Astohändler versicherte mir, dass 2" Okulare mit Feldlinsen bis 41mm Durchmesser ausreichend ausgeleuchtet werden.


Links: Celestron C8 SCT              Rechts: Sky-Watcher Pro Series 150mm Maksutov

Der innere Durchmesser des Celestron-Blendrohres beträgt 38mm. Beim SKM 150 ist die rückwärtige Öffnung viel kleiner.



Der Drehknopf zum Fokussieren ist mit Gummi ummantelt. Er läßt sich leicht und ohne Spiel drehen. Dank der Hauptspiegelfokussierung ist das Teleskop mit Binokularansätzen prima verwendbar. Das Teleskop wurde mit zwei Okularen geliefert, die designmäßig an teure Pentaxoptiken erinnern. Das 25mm Okular geht so, während das 9mm nicht überzeugt. Beide haben ein relativ kleines Bildfeld und sollten gegen bessere Okulare ersetzt werden, um dem Teleskop gerecht zu werden.

Okulare

Das mitgelieferte 25mm Okular ist gut und dank eines langen Betrachtungsabstands absolut brillentauglich. Dagegen wird das 9mm Okular durch sein schwieriges Einblickverhalten wenig Freude bereiten.


Leistung
Die Bildqualität wird von Temperaturunterschieden zwischen dem Teleskop und der Umgebung beeinträchtigt. Es ist sinnvoll, dieser Optik Zeit zu geben, sich abzukühlen oder zu erwärmen bis die Umgebungstemperatur erreicht ist. Dafür sollte man je nach Ausgangslage bis zu 45 Minuten einplanen. Hat man sich diese Anpassungsphase gegönnt, steht ein Teleskop zur Verfügung, dass Vergrößerungen bis über 250x gut verkraftet.

Die Bilder zeigen keine Farbsäume an kontrastreichen Kanten, wie man sie von den klassischen Fraunhofer Refraktoren her kennt. Das Öffnungsverhältnis von 1:12 ist vor allem für Planeten, Sonne und Mond interessant. Für großflächige Deep-Sky-Objekte wäre ein Teleskop mit einem Öffnungsverhältnis zwischen 1:5 bis 1:8 geeigneter. Doch lassen sich Objekte wie der Orion Nebel sehr gut mit diesem Teleskop beobachten.

Beim Beobachten der Sonne mit Hilfe eines geeigneten Sonnenfilters ist eine Abschattung des Teleskops angebracht, um das Flirren der Luft in und um das Teleskop zu minimieren.

Transportabel?

Angesichts der Maße und des Gewichts gehört dieses Teleskop zu den transportablen Optiken. Dieser Eindruck wird lediglich von einem optionalen Zubehörteil beeinträchtigt. Es gibt nämlich einen Transportkoffer, der stolze 100 bis 120 Euro kostet. Er ist riesig und nicht besonders stabil. Man kann sich nicht darauf setzen, was draußen beim Beobachten praktisch wäre. Den Neupreis halte ich für überzogen.

Alukisten in besserer Qualität gibt es bei Ebay für den halben Preis. Die 'Polsterung' im Sky-Watcher Original ist einfacher Kaltschaum. Der SKM 127 wird mit einer praktischen gepolsterten Tasche geliefert. Ähnliches kennen wir von den Intes Maks. Die wäre auch für den SKM 150 interessant. Man findet sicherlich etwas passendes im Kaufhaus oder im Web. Alternativ verstärkt man die Alukiste und unterteilt sie in zwei Segmente, um noch eine Montierung hineinzustopfen.




Rechts: Das Teleskop könnte in einem halb so großen Koffer verstaut werden.



Anforderungen an eine Montierung

Dieses Teleskop harmoniert mit Montierungen wie eine Vixen GP und ähnliche Typen. Bei einem Eigengewicht von knapp 6 kg und Zubehör, dass weitere 2 kg auf die Waage bringen kann, ist die Nenn-Tragfähigkeit dieser Montierungen nicht ganz erreicht. Aufgrund der kurzen Bauweise ist die Hebelkraft, die beim Bedienen der Fokussierers auf dem System lastet, gering. Ein langer Refraktor mit dem gleichen Gewicht und langem Hebel würde die Vixen GP viel stärker belasten. Die oben auf dem Bild zu sehende HEQ 5 ist eine gute Plattform für dieses Teleskop.


Fazit

Der 150mm Maksutov ist mit 6 Kilogramm Gewicht und 45 cm Länge noch gut transportabel, sofern man nicht den zu groß geratenen Koffer durch die Gegend schleppt. Die Optik ist in Ordnung; die Bildqualität ist gut. Die Konstruktion wirkt relativ solide. Dieses Teleskop könnte ein größer dimensioniertes Blendrohr vertragen, um eine brauchbare 2" Option zu gewährleisten. Vergleicht man dieses Teleskop mit einem 6" Intes Maksutov, wird deutlich, dass das problemlos möglich wäre. Diesen Aspekt finde ich irritierend.

Das Teleskop ist nicht teuer. Dennoch ist das 'gefühlte' Preis-Leistungsverhältnis ist nicht so prickelnd. Für denselben oder einen geringeren Betrag ist ein sehr guter 150/750mm GSO - Newton mit 2" Crayford, einer guten Barlowlinse nebst zwei ordentlichen Okularen erhältlich. Der Newton wiegt mit Rohschellen ebenfalls 5,9 kg und hat eine Länge von 69 cm. Für viele wäre der Newton wahrscheinlich die bessere Wahl.


1999 - 2008 © Thomas Gade


Tipp: Bizarre Tierfotos
und -Videos:


Sie dürfen den Machern dieser Website
gerne ein Bier spendieren:
Währung Betrag

2007 © Thomas Gade - Der Nachdruck und jede andere Veröffentlichung, auch auszugsweise, ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Erlaubnis des Verfassers gestattet.