Das SKM Pro 150 wird mit zwei Okularen, Zenitprisma
und 50mm Sucher geliefert. Die Okulare haben Brennweiten
von 9mm und 25mm. Damit werden Vergrößerungen
von 72-fach und 200-fach erzielt. Im Dezember 2007
kostete das Set ca. 560 €. Der Koffer ist ein
optionales Zubehör.
Der SKM 150 ist 2006 oder 2007 auf dem Markt erschienen.
Auf dem Gebrauchtmarkt wird das Teleskop im guten
Zustand für ca. 350 Euro angeboten. Ein 6"
Maksutov von Intes ist gebraucht nicht unter der doppelten
Summe erhältlich.
Das Teleskop macht einen robusten Eindruck. Der Tubus
besteht aus Metall. Auf der Unterseite befindet sich
eine Prismenschiene mit Fotostativgewinde. Die Schiene
ist kompatibel mit Vixen GP Montierungen und Kopien.
Ein Blick in den Tubus zeigt, dass die Schiene mit
zwei kleinen Schrauben befestigt ist. Wem das nicht
ausreichend erscheint, wird nicht umhin kommen, das
Teleskop zu öffnen und entsprechende Veränderungen
vorzunehmen. Bei der Gelegenheit könnte man die
Innenseite mit dunklem Velours belegen.
Das Scharfstellen funktioniert über das Bewegen
des Hauptspiegels. Dabei kann das sogenannte 'Shifting'
durch ein Verkippen des Spiegels beim Wechsel zwischen
Vor- und Rückwärtsbewegung auftreten. Das
beobachtete Motiv bewegt sich dadurch im Okular. Am
getesteten SKM 150 war Shifting feststellbar. Bei
höheren Vergrößerungen kann das stören.
Abhilfe würde ein zusätzlicher Crayford-Fokussierer
leisten.
An der Rückseite des Teleskops befinden sich
sechs Schrauben zum Justieren des Spiegels, ein Drehknopf
zum Scharfstellen und der Okularanschluss mit T-2
Gewinde.
Der Durchmesser des Blendrohres ist relativ klein.
Es gibt eine Metallblende, die den Ausgang auf 25mm
verringert. Beim kleineren SKM 127mm ist die Öffnung
3mm größer und entspricht damit dem inneren
Tubusdurchmesser eines 1 1/4 Zoll Okulars. Im Teleskophandel
ist ein 2" Adapter erhältlich, der angesichts
des relativ dünnen Blendrohres fragwürdig
erscheint. Ein Astohändler versicherte auf Anfrage,
dass 2" Okulare mit Feldlinsen bis 41mm Durchmesser
ausreichend ausgeleuchtet werden.


Links: Celestron C8 SCT Rechts:
Sky-Watcher Pro Series 150mm Maksutov
Der innere Durchmesser des Celestron-Blendrohres beträgt
38mm. Beim SKM 150 ist die rückwärtige Öffnung
viel kleiner.

Der Drehknopf zum Fokussieren ist mit Gummi
ummantelt.
Er läßt sich leicht und ohne Spiel
drehen.
Der Sekundärspiegel wurde auf die Innenseite
der Meniskuslinse aufgedampft. An der Rückseite
der Hauptspiegelzelle sind Zug- und Druckscharuben
zur Justage des optischen Systems vorhanden.
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Dank der Hauptspiegelfokussierung ist das Teleskop
mit Binokularansätzen prima verwendbar
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Transportabel?
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Das kompakte Teleskop gehört eindeutig
zu den transportablen Optiken. Dieser Eindruck
wird lediglich vom Transportkoffer, der stolze
100 Euro kostet, beeinträchtigt. Er ist
groß und nicht besonders stabil. Man kann
sich nicht darauf setzen, was draußen
beim Beobachten praktisch wäre. Der kleinere
SKM 127 wird mit einer praktischen gepolsterten
Tasche geliefert. Ähnliches kennen wir
von den Intes Maks. Die wäre auch für
den SKM 150 interessant.
Das Teleskop könnte in einem halb so großen
Koffer verstaut werden. |
| Balkontauglich?
Nicht jeder mag oder kann seine Ausrüstung
an einen ruhigen dunklen Ort transportieren.
Für viele astronomische Beobachtungen reicht
der Balkon.
Der kompakte Skywatcher Maksutov ist dafür
absolut tauglich. Falls keine astronomische
Montierung vorhanden ist, reicht zur Not noch
ein schwerer Kopf auf einem stabilen Fotostativ.
Das Nachführen wird dann allerdings schwierig.
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Anforderungen an eine Montierung
Dieses Teleskop harmoniert mit Montierungen wie eine
Vixen GP und ähnliche Typen. Bei einem Eigengewicht
von knapp 6 kg und Zubehör, das weitere 2 kg auf
die Waage bringen kann, ist die Nenn-Tragfähigkeit
dieser Montierungen nicht ganz erreicht. Aufgrund der
kurzen Bauweise ist die Hebelkraft, die beim Bedienen
der Fokussierers auf dem System lastet, gering. Ein
langer Refraktor mit dem gleichen Gewicht und langem
Hebel würde die Vixen GP viel stärker belasten.
Die oben auf dem Bild zu sehende HEQ 5 ist eine gute
Plattform für dieses Teleskop.
Okulare
Das Teleskop wurde mit zwei Okularen geliefert, die
designmäßig an teure Pentaxoptiken erinnern.
Das 25mm Okular ist gut, während das 9mm nicht
überzeugt. Beide haben ein relativ kleines Bildfeld.
Das mitgelieferte 25mm Okular ist dank des langen Betrachtungsabstands
brillentauglich. Dagegen hat das 9mm Okular ein schwieriges
Einblickverhalten.
Die Bildqualität wird von Temperaturunterschieden
zwischen dem Teleskop und der Umgebung beeinträchtigt.
Diese Optik muss zur besten Leistung die Umgebungstemperatur
annehmen. Meist wird ein Teleskop aus der warmen Stube
ins kühle Freie getragen. Das Teleskop benötigt
ca. eine Stunde, um abzukühlen. Die Zeitdauer ist
abhängig vom Temperaturunterschied und der Luftbewegung.
Nach Ablauf dieser Anpassungsphase, ist das SKM 150
gut bis zur sinnvollen maximalen Vergrößerung
von 300x verwendbar.
Die Bilder zeigen keine Farbsäume an kontrastreichen
Kanten, wie man sie von den klassischen Fraunhofer Refraktoren
her kennt. Das Öffnungsverhältnis von 1:12
ist vor allem für Planeten, Sonne und Mond interessant.
Für großflächige Deep-Sky-Objekte wäre
ein Teleskop mit einem Öffnungsverhältnis
zwischen 1:5 bis 1:8 geeigneter. Doch lassen sich Objekte
wie der Orion Nebel gut mit diesem Teleskop beobachten.
Der 150mm Maksutov ist mit 6 Kilogramm Gewicht und 45
cm Länge noch gut transportabel. Die Optik ist
in Ordnung; die Bildqualität ist gut. Die Konstruktion
wirkt relativ solide. Dieses Teleskop könnte ein
größer dimensioniertes Blendrohr vertragen,
um eine brauchbare 2" Option zu gewährleisten
und beim Fotografieren auf größeren Sensoren
nicht zu vignettieren.
Das sichtbare Shifting beim Scharfstellen irritiert.
Wir haben ein frühes Exemplar getestet. Es ist
denkbar, dass der Hersteller hier nachgebessert hat.
Vor dem Kauf sollte das Teleskop auf Shifting überprüft
werden.