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Bosma 150/1800mm Maksutov

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Bosma Maksutov
- Cassegrain Teleskop (MK 18015)
150mm Öffnung / 1800mm
Brennweite / f12
Bezeichnung: MK 18015
Dieses Teleskop stammt vom
Hersteller Bosma. Das Unternehmen (Guangzhou
Bosma Ind. Co., Ltd) wurde 2000 in China gegründet.
Es hat den Ruf, zu den besseren chinesischen
Teleskopherstellern zu gehören. Im Bosma-Angebot
sind interessante Produkte zu finden: http://www.bosma.com.cn/en/
Seit 2004 produziert Bosma
150mm und 200mm Maksutov-Teleskope. Ihre Qualität
wird in verschiedenen Astroforen überwiegend
als gut bezeichnet. Diesen Eindruck teile
ich nach dem Test des hier vorgestellten Teleskops.
Dazu trägt bei, dass Bosma keine fragwürdigen
Kunststoffteile verbaut und das Teleskop sehr
solide wirkt. Bosmas Instrumente werden unter
verschiedenen Namen in den Handel gebracht.
So sind sie als 'Konus', 'Qentis', 'TS' und
so weiter erhältlich. Auf den Tuben kleben
Sticker mit der Bezeichung 'MK 18015' und
individuellen Seriennummern. Diesen Sticker
sind abgesehen von der individuellen Nummer
für jedes Teleskop bei allen Tuben, egal
welchen Namen es trägt, identisch.
Das 150mm Maksutov-Teleskop von Bosma ist
relativ lang (55 cm). Die 150mm Maksutovs
von Intes oder Skywatcher (45cm) sind kürzer
und wirken deutlich kompakter. Bosmas Tubus
wiegt 6,1 Kg. Der 150mm Mak von Skywatcher
wiegt ein Pfund weniger.
Am Tubus befindet sich eine Prismenschiene,
die mit vielen Montierung kompatibel ist sowie
eine Sucherhalterung und ein großer
Fokussierknopf aus Metall. Die Innenschwärzung
ist schön matt und reflexarm. Der geschliffene
Rand des Meniskus ist nicht geschwärzt.
Das könnte (!) zu einer Kontrastminderung
führen, die mir visuell im Vergleich
mit einem C8 und einem 127mm Skywatcher Maksutov
aber nicht aufgefallen ist. Es ist ratsam,
während der Benutzung eine Tau-/Blendkappe
(dunkle Pappröhre) am vorderen Ende aufzustülpen.
Damit wird einfallendes Seitenlicht abgehalten.
Das innere Rohr zwischen Sekundärspiegel
und Okular ist mit Blenden ausgestattet. |
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Das Maksutov verfügt
am rückwärtigen Ende des Tubus über
ein Gewinde. Daran kann eine 2" Okularaufnahme
oder ein SC-Adapter geschraubt werden. Das
Gewinde am Tubus könnte gleich ein SC-Gewinde
sein.
Die Scharfstellung erfolgt über die Verstellung
des Hauptspiegels. Der Fokussierknopf am okularseitigem
Ende des Teleskops ist aus Metall. Das getestete
Teleskop hat bei 180facher Vergrößerung
nur ein sehr geringes Shifting. Hätte
ich nicht bewußt danach gesucht, wäre
es mir gar nicht aufgefallen. Beim Fokussieren
ist ein leichtes Schabgeräusch zu hören.
Das (nicht zum Lieferumfang gehörende)
Denkmeier Binokular ist ohne Verwendung eines
Glaswegkorrektors verwendbar.
Der 50mm Sucher wird über die Frontlinse
fokussiert. Man schraubt den Objektivträger
soweit heraus, bis das Bild im Okular scharf
ist. Ein Konterring hinter der Objektivfassung
wird nach vorne geschraubt, um die Einstellung
zu fixieren. Die Prozedur wird mit Hilfe eines
weit entfernten Objekts vorgenommen. Die Verbindung
zwischen dem Sucherfuß und -schuh ist
bei angezogener Klemmschraube nicht allzu
stabil, doch läßt sich das leicht
beheben.
Auf der Rückseite des
Tubus gibt es drei Plastikkappen, unter denen
die Schrauben zum Justieren der Optik sind.
Das Testexemplar hatte seine Reise in mehreren
Etappen vom Hersteller bis zu mir einwandfrei
eingestellt überstanden. Es war absolut
nicht notwendig, sich mit der Kollimation
des Bosma Maksutovs zu beschäftigen.
Das Bosma Maksutov 150/1800 wird derzeit (Oktober
2008) vom Astrohandel für 599 €
und 100 € für den Koffer angeboten.

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Fotografie
Das Teleskop ist ein ordentliches Teleobjektiv
mit langer Brennweite. Daher ist ein solides
Stativ nebst Kopf/Montierung nötig, um
unverwackelte Bilder zu erhalten.
Für das nebenstehende Bild wurde eine
Pentax K200D an den Tubus gesetzt. Das geht
mit dem beiliegenden 2" T-Adapter und
einem Pentax-K Adapter (nicht im Lieferumfang)
prima. Dank der 2" Öffnung dürfte
man einen 24x36mm Film oder einen Vollformatsensor
ohne oder mit nur geringer Vignettierung belichten
können. Der ca. 15x23mm messende Sensor
der Pentax wird voll ausgeleuchtet.
Mit der Pentax K200D am Bosma 150mm Maksutov
wurden ein paar Testaufnahmen gemacht. Die
Vixen GP-DX auf dem Holzstativ ist ziemlich
labberig für 1800mm Brennweite, die beim
kleinen digitalen Chip einem 2700mm Teleobjektiv
für das volle 35mm Kleinbildformat entsprechen,
was beim Scharfstellen stört. Die Pentax
K200D kann per Infrarotfernbedienung den Spiegel
hochklappen und erst drei Sekunden später
belichten. Die Zeitdifferenz reicht aus, um
die Schwingungen aus dem System abklingen
zu lassen. Das Fokussieren geht so gut, wie
die Kamera mitspielt. Die Pentax K200D hat
noch kein Life-View mit Vergrößerung
eines Ausschnitts zur Schärfenkontrolle.
Es gibt aber Lupen, die einen Ausschnitt des
Sucherbilds vergrößern. Eine davon
wäre hilfreich, um optimale Ergebnisse
zu bekommen.
Das nebenstehende Bild wurde im primären
Brennpunkt aufgenommen. Der kleine Turm steht
auf einem ca. 1 Kilometer von meinem Balkon
entfernten Haus und ist ein kleines Detail
in der Gesamtansicht. Die Kanten sind absolut
farbsaumfrei. Die Aufnahme ich scharf aber
nicht gestochen scharf. Daher prüfte
ich mit einem Okular, wie der Turm durch das
Teleskop aussieht. Er ist knackscharf mit
vielen Details zu sehen. Das bestätigt
das Fokussierproblem und/oder Schwingungen
des Unterbaus bei dieser Brennweite. Wer es
darauf anlegt, wird diese Dinge in den Griff
bekommen und hat dann ein extrem gutes Teleobjektiv,
mit dem nicht nur Sterne zu fotografieren
sind. |

Das Bosma Maksutov-Cassegrain auf einer Vixen GP-DX.
Dieses Exemplar wurde mit dem Namen des insolventen
Anbieters Qentis beschriftet.
Das Teleskop wird von Händler zu Händler
in unterschiedlichen Zusammenstellungen verkauft.
Für den inzwischen insolventen Anbieter Qentis
füllte Bosma einen stabilen Koffer mit einigem
Zubehör: Adapter auf SC Anschluss, 2"
Anschluss, 2" Zenitspiegel mit Reduzierring
auf 1,25", T2-Ring, T2-Adapter für Nikon
und EF Canon, 2" / 32mm Weitwinkelokular, 8x50
Sucher, 2" Mondfilter, Teleskop mit Prismenschiene
und Schlüssel für den Koffer. Die Ausstattung
ist ungewöhnlich reichhaltig. Die Komponenten
sind gut. Der Zenitspiegel hat Spannringe für
die Okulare aber keine vertiefte Rille für
die Klemmschrauben, welche als Sicherung vor einem
unbeabsichtigten Herausrutschen angebracht wäre.
Das schwere 2" Zoll Okluar ist keineswegs nur
eine Placebo-Dreingabe sondern in Kombination mit
diesem Teleskop wirklich gut mit einem angenehmen
Einblickverhalten.
1999 - 2008 © Thomas Gade
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