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Fotoindex Pentax *ist DS Thomas Gade    Mai   2005   / update März 2007

Im Jahre 2004 brachte Canon mit der EOS 300D eine digitale Spiegelreflexkamera mit 6 Millionen Pixeln auf den Markt. Nikon konterte mit der D70. Andere Hersteller wie Olympus und Pentax zogen nach. Mit dieser Kameraklasse standen erstmals relativ preiswerte Spiegelreflex-Modelle zur Verfügung, deren Bilder die Vorbehalte der Skeptiker zum Wanken brachten. Tatsächlich gibt es viele als gut empfundene Aufnahmen auf Kleinbildfilm (35mm), die qualitativ nicht mit den möglichen Ergebnissen dieser Kameras mithalten können.

  Bild 1: Pentax *ist DS mit 18-55mm Zoom.

Die Pentax *ist DS ist eine digitale Spiegelreflexkamera, ebenfalls mit 6 Millionen Pixeln Auflösung. Sie kostete im März 2005 mit einem 18-55mm Zoom knapp 1000 Euro. Ihren Strom bezieht sie aus vier gewöhnlichen AA-Akkus oder AA-Batterien. Ich verwendete Akkus von Ansmann mit einer Nennkapazität von 2400 mAH und zusätzlich Noname-Akkus, die angeblich 2600mAh Strom enthielten. Eine volle Ladung reichte für mehr als 500 Aufnahmen. Innerhalb von zwei Jahren kam ich trotz intensiver Fotoaktionen mit und ohne Blitz nur einmal in die Verlegenheit, ohne Strom dazustehen. Die hohe Kapazität hatte mich leichtsinnig werden lassen und ich versäumte, die Ersatzakkus aufzuladen.

Etwas Sorge bereitete zunächst das Display. Würde es schnell verkratzen? Bei Ebay gibt es Schutzfolien, doch wurde darauf verzichtet. Das Display erwies sich als erstaunlich resistent. Viele Ausflüge mit Fahrrad und Schultertasche, einem ständigen Kamera-raus-und-rein, haben dem Display keinen Schaden zugeführt.

Erfreulicherweise passte der alte Metz 32CT4 Blitz zu dieser Kamera. Alle Pentax-Objektive mit dem KA, F, FA und neueren Anschlüssen passten an diese digitale Kamera. Selbst die alten K-Objektive waren zu nutzen, jedoch ohne automatische Blendenübertragung. Eine ein Gigabyte fassende SD-Karte reichte für 92 RAW-Dateien in voller Auflösung. Man musste unbedingt mehr Speicher haben. Praktisch war ein zusätzlicher Image Tank mit einer Festplatte und einem Speicherkartenschlitz. Damit wurden die Daten von einer vollen Karte auf die Festplatte geladen. Der Vorgang war unkompliziert. Aber er dauerte ca. 4 Minuten pro Gigabyte, sodass eine zweite Speicherkarte sinnvoll war.

Der Autofokus war in Ordnung. Er funktionierte gut bei ausreichendem Licht. Ein Vergleich mit einer Canon EOS 350 D zeigte, dass diese schneller und sicherer fokussierte, insbesondere in schwach beleuteten Innenräumen. Das Sucherbild der *ist DS war kleiner als in einer konventionellen Pentax-Spiegelreflex, reichte aber aus, um im Bedarfsfall manuell fokussieren zu können.

Firmwareupdates
Pentax hat diverse Firmwareupdates auf seiner Website veröffentlicht. Das Aktualisieren war einfach. Man musste unbedingt dafür sorgen, dass während des Vorgangs eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (frische Akkus) gewährleistet war, da die Kamera ansonsten funktionsunfähig wurden. Ursprünglich konnte die Pentax *ist DS nur SD-Karten mit Kapazitäten bis einem Gigabyte nutzen. Mit der Firmware 2.02 wurde die Kamera in die Lage versetzt, SD-Karten mit höherer Kapazität zu nutzen. Zudem wurden ein paar Dateninterpretationsvorgänge verbessert.

Für das Erzielen einer hohen Bildqualität war es unter anderem wichtig, die Dateien im RAW-Modus auszugeben. Wer sich mit dem jpg-Format begnügte, welches die Interpretation der Aufnahmedaten der kameraeigenen Software überliess, konnte die Möglichkeiten dieser DSLR nicht voll ausschöpfen. Für die familiären Schnappschüsse mochten sie genügt haben, aber nicht, um das volle Potenzial der Daten auszuschöpfen. Die Canon EOS 350D war der Pentax *ist DS in dieser Hinsicht weit voraus.



Beispielfoto: Mai 2005. Berlin. Invalidenbrunnen in Berlin-Mitte.
Freihandaufnahme mit einer Pentax *ist DS, Pentax 18-55mm Objektiv, 200 ASA, RAW Ausgabe, Konvertierung mit 'RawShooter Essentials 2005' ohne Schärfung.

Wenn Sie einen guten Farbdrucker haben und sehen möchten, was diese Kameras leisten konnten, klicken Sie auf das Bild und laden Sie die Datei herunter. Dann öffnen Sie sie mit Photoshop und verändern die Bildgröße in etwa auf das Din A4 Format (längste Kante 30 cm bei 300 dpi). Anschließend führen Sie eine Unscharfmaskierung mit folgenden Werten durch: Stärke = 100%; Radius = 1 ; Schwellenwert = 0. Nun drucken Sie die Datei randlos auf ein gutes glänzendes Inkjetpapier aus. Vergleichen Sie das Bild mit einem gelungenen, scharfen 20x30 Abzug von einem Farbnegativ! Durch die relativ starke jpg-Komprimierung wird das Ergebnis Ihres Drucks nicht so gut sein wie es mit der Urdatei realisierbar wäre, doch ist erkennbar, dass diese Technik die Qualität einer hochwertigen Kleinbildfotografie erreicht hat.

Digitalfotografie    © Thomas Gade - Mai   2005 / update März 2007


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