| Polaroid Dust
and Scratch |
Thomas Gade |
Februar 2006 |
Werkzeug zur automatischen Kratzer,
Schmutz und Defektbeseitigung
Dieses Programm kann kostenlos von der Polaroid
Website runtergeladen werden. Am besten ist es als Ergänzung
(Plugin) im Photoshop zu verwenden. Um dieses zu erreichen,
muss irgendeine Photoshop-Version auf dem PC vorhanden sein
und danach wird das Polaroid Dust and Scratch Removal
Werkzeug installiert. Man findet es unter Filter
-> Polaroid
Das Werkzeug wird ohne Risiko des Verlustes
von echten Bildinformationen nur auf Bildpartien angewendet,
die keine feinen Bilddetails haben. Beim nachstehenden Bild
kann man den Himmel und große Teile des Meeres wählen.
Man darf das Polaroidfilter keinesfalls bei den Schiffen
mit feinen dunklen Details anwenden.
Mit dem Lasso des Photoshops wird eine
Auswahl erstellt. Um mehrere Partien gleichzeitig auszuwählen
(markieren) zieht man das Lasso um die erste Partie und
fügt weitere mit gedrückter Umschalttaste hinzu.
Wenn man von einer markierten Partie ein Stück ausklammern
möchte, drückt man die 'alt'-Taste und zieht erneut
das Lasso um das Stück einer Partie, die zuviel markiert
wurde.
Schließlich stellt man im Photoshop
unter 'Auswahl -> Weiche Auswahlkante' einen geeigneten
Wert ein, beispielsweise 20 bei einem 3000-dpi-Scan vom
Kleinbildfilm. Danach wird das Polaroid Filter eingesetzt.
Die nachstehenden Einstellungen sind gute Anfangswerte.
Bei Dias werden Schmutz und Kratzer in der Regel dunkel
sein, bei Bildern von Negativen ist er hell.
Bei 'Light Dust' wird ein Haken gesetzt wenn die Defekte
weiß sind. Der 'Defect Level' sollte erstmal auf dem
kleinsten Wert stehen. Man kann sich durch vorsichtiges
Verschieben des Reglers nach rechts an eine geeignetere
Position herantasten. Für Archivbilder, die möglichst
alle Bildinformationen einer Vorlage enthalten sollen, muss
der Regler sehr dicht an der linken Grenze bleiben.

Es muss stets am Ergebnis geprüft
werden, ob das Bild verbessert oder verdorben wurde. Dazu
stellt man die Ansicht im Photoshop auf 100% und schaut sich
genau die Details an. Mit dem Befehl 'stgr + z' kann man einen
Bearbeitungsschritt vor- und zurückgehen. So schaltet
man zwischem dem Zustand vor und nach der Korrektur hin und
her.
Nachstehend sehen wir ein Beispiel, bei dem das Filter wirkungsvoll
schwarze Sprenkel auf einem alten farbigen Dia beseitigt.
Es sind keine Kratzer oder Schmutzteile auf dem Film. Daher
wurden sie nicht von der ICE-Automatik des Nikon Coolscan
5000 erkannt. Die Punkte sind Defekte im Bild, die wahrscheinlich
durch lokale chemische Pozesse entstanden. Man beachte die
rechte Seite unten. Die Filtereinstellungen sind auf dem oberen
Bild zu sehen. Oft ist es sinnvoll, mehrmals mit der geringsten
Stufe zu retuschieren. Hier wurde das Werkzeug nur einmal
angewandt. Das Ergebnis ist nicht perfekt, doch sind die wenigen
Sprenkelreste leicht per Hand zu beseitigen.
Seltsamerweise wurde das Programm seit 2002 nicht weiter entwickelt.
Schön wäre eine bessere Kratzererkennung sowie konfgurierbare
Vorgaben zur Erkennung von Fusseln.
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