Was ist ein Filmarchiv ohne Kontaktabzüge?
Jeder Fotolaborant hat seine Schwarzweißfilme
kontaktet, um eine Bildauswahl zu treffen. Doch nur
wenige machten sich die Mühe, von den Farbnegativen
farbige Kontaktabzüge anzufertigen. Das war aufwendig
und teuer.
Mit einer Digitalkamera ist das Anfertigen von Kontakten
ein Kinderspiel. Man legt die transparente Filmhülle
mit den Negativen auf einen Leuchttisch oder klebt sie
mit einem Tesastreifen an eine Fensterscheibe und fotografiert
sie. Filme in Pergaminhüllen werden wie einstmals
im Fotolabor aus ihr entnommen und auf den Leuchttisch
gelegt. Das ist im Hellen etwas leichter als in schummeriger
Dunkelkammerbeleuchtung.
Für den Kontakt im üblichen Sinne reicht eine
ruhige Freihandaufnahme aus. Dabei muß der Blitz
der Kamera ausgeschaltet sein, denn das Licht soll die
Filme von der Rückseite her beleuchten. Wenn man
hohe Ansprüche stellt, machen ein Reprostativ und
eine Fernbedienung anstelle des früher üblichen
Drahtauslösers Sinn. Eine 5 Millionen Pixelkamera
liefert eine Datei, die gut genug für einen scharfen
Druck auf Din A3 ist. Zudem kann man die Kontakte wunderbar
mailen und den Empfänger den Druck der Datei überlassen.
Bei den hier gezeigten Beispielen ist die Umgebung um
die Filme weiß. Normalerweise ist der Hintergrund
eines Negativkontakts schwarz. Um Tinte zu sparen und
die Papiere leichter zu beschriften, wurde das Schwarz
im Photoshop beseitigt. Das ist keine große Angelegenheit.
Zunächst invertiert man die Datei vom Negativ zum
Positiv (Strg + i). Anschließend tippt man mit
dem Zauberstab auf einen Punkt in schwarzen Hintergrund.
Bei einer Toleranz von 25 (oder ähnlich) läßt
man unter Auswahl 'ähnliches auswählen' und
drückt die Löschtaste. Anschließend
findet eine Tonwertkorrektur statt. Mit etwas Übung
geht das flott vonstatten.
Man kann die Kontakte etwas vergrößert printen.
Alle guten Inkjetdrucker erlauben mittlerweile das 'Randlosdrucken'.
Das sollte man ausnutzen. Zum Schluß sieht das
dann so aus:
