|
Mehr Sicherheit ohne Outlook und Internetexplorer!
Für
Windows 2000 und Windows XP mit dem Duo nlite
und XPLite.
Jede neue Windowsversion enthält mehr Funktionen als die vorherige.
Sie sind in ihrer Gesamtheit überflüssig. Man vergeudet
Festplattenplatz und läßt aktive Programmelemente zu, welche die
Leistung eines Computers schmälern. Es gibt zwei brauchbare Wege,
Windows 2000 und XP gründlich zu entrümpeln. Sie lassen
sich gut kombinieren, weil beide ihre Stärken und Schwächen
haben.
Das Programm nlite ermöglicht es, die Installationsdateien
inclusive aller bis dahin vorhandenen Service Packs sowie die
gewünschten Treiber der Hardware zu einer neuen Installations
CD oder DVD zu verschmelzen, die auf dem aktuellesten Stand ist.
Dazu muß man die Daten zusammentragen. Das setzt in der
Regel einen Internetanschluß mit zügigem Datendownload
voraus. Zudem kann man mit nlite den Installationsablauf verändern
und automatisieren. Es ist möglich, auf viele Bestandteile
des Programms zu verzichten und sich eine schlankes Betriebssystem
zu basteln. Wer die nötige Geduld und das Fingerspitzengefühl
hat, dürfte mit nlite, welches übrigens kostenlos ist,
sehr zufrieden sein. Der Nachteil besteht darin, dass einmal getroffene
Entscheidungen hinsichtlich der zu integrierenden Windowskomponenten,
kaum zu revidieren sind und sich ein System in einigen Fällen
als unbrauchbar erweisen kann.
XPLite geht einen anderen Weg. Man installiert Windows. Das kann
durchaus von einer modifizierten nlite Variante geschehen, was
wegen der Integration der neuesten updates und Treiber sinnvoll
ist. XPLite bietet trotz vorhandener oder nicht vorhandener Windowsbestandteile
ein Setup Menue, in dem sehr viele Windowskomponenten zum (De-)Installieren
stehen. XPLite kann unerwünschte Teile beseitigen und nicht
nur einfach deaktivieren. Sie werden tatsächlich gelöscht.
Und XPLite kann Teile wieder hinzufügen, was das Vorhandensein
einer kompletten Datenquelle mit Windows 2000 bzw. XP mit Servicepacks
voraussetzt, da die Dateien nicht auf dem PC sind. XPLite kann
ohne die Vorarbeit mit nlite eingesetzt werden und läßt
sich somit in bereits laufenden Betriebssystemen verwenden. Weiterhin
erhält XPLite die Flexibilität der eigenen Entscheidungen,
weil nach der Installation des Betreibsystems stattfindende updates,
fehlende Komponenten ungefragt einbauen können und dann nur
noch XPLite die Option ihrer Beseitigung gibt.

|
Das Lite Modul erlaubt das Deinstallieren diverser Komponenten.
Wohlgemerkt: Deinstallieren - nicht nur abschalten! Damit
wird der Umfang von XP in erträglichen Schranken gehalten.
Wer mit Mozilla oder Firefox surft, kann getrost auf den
Internet Explorer verzichten. Im Gegensatz zu anderen Lösungen
bietet der Setupmanger von XPLite stets die Möglichkeit,
einzelne Komponenten mit Hilfe der Installations CD wieder
hinzuzufügen.
Letztere sind die typischen Angriffsflächen für
viele PC-Viren. Rechts sieht man die Windows Setup Optionen
der XPlite Version 1.2.
In Kombination mit den Programmen Regcleaner und Antispy
können Windows 2000 und Windows XP optimal eingestellt
werden. Mehr braucht man wirklich nicht.
|
Worauf kann man verzichten?
Der Australier Shane Brooks entwickelte schon
für Windows 98 ein Tool zur kompletten Beseitigung
des Internet Explorers und vieler anderer Elemente.
Windows benötigt als 98lite Variante ein erheblich
geringeres Festplattenvolumen als üblicherweise in
Anspruch genommen wird. In der Micro Option kommt
es mit ca. 60MB aus! Unter den Windows Versionen von
Windows95 bis Windows XP fällt besonders die
Windows98 Second Edition als besonders stabil und
hardwarefreundlich auf. Eine 98lite
Version, die darauf basiert, läuft
ausgezeichnet. 98lite funktioniert mit allen Windows
98 und Windows Millenium Versionen.
Überflüssige Systemwiederherstellung
Auf die speicherintensive Systemwiederherstellung
von Windows XP sollte man verzichten. Auch wenn große
Festplatten mittlerweile sehr billig geworden sind,
sind aufgeblähte Systempartitionen unangenehm,
zumal sich die Datenmengen unkontrolliert vergößern.
Gerade ungeübte PC Nutzer merken gar nicht mit,
dass ihre XP Partition allmählich immer voller
wird, bis das System erstickt. Auch dauern Defragmentierungsvorgänge
immer länger.
Besser ist es, sich in Ruhe ein gutes, auf die eigenen
Bedürfnisse abgestimmtes System zu installieren
und davon mit Norton Ghost oder Drive Image (demnächst
auch mit Nero) ein selbstinstallierendes Image zu
brennen - am besten auf DVD, damit nicht mehrere CD's
genommen werden müssen. Bei dem Verfahren kann
man stufenweise vorgehen. Erst wird ein Grundsystem
mit der gewünschten Kernsoftware installiert
und optimal eingestellt. Dann brennt man ein erstes
Image. Danach installiert man die gängigen Versionen
der sonstigen Software und Programme mit einer begrenzten
Laufzeit. Davon wird das zweite Image gezogen. Von
den Backups kann in wenigen Minuten die gesamte Systempartition
neu aufgebaut werden.
Kostenfaktor
In einer Zeit des Filesharings ist es möglich,
Software kostenlos zu bekommen. Doch besonders die
kleinen Klitschen, in denen engagierte Kleingruppen
oder Einzelkämpfer erstaunliche Programme entwickeln,
die zur Basisaustattung gehören, haben es nötig,
unterstützt zu werden. Noch ist nlite
kostenlos aber man kann dem Entwickler über paypal
eine Spende zukommen lassen. XPLite kostet
ein paar Dollar. Der Erwerb funktioniert relativ problemlos
über das Internet. Der Funktionsumfang von Windows
wird in der Öffentlichkeit seit langem heftig
diskutiert. Unter dem Namen Windows kamen mehrere
gute Betriebssysteme auf den Markt, die sich trotz
der Kritik an der Systemstabilität, des Vorwurfs
des Ausspionieren der Benutzer oder zu starker Marktpräsenz,
sehr bewährt haben. Mit nlite und XPLite hat
man die Möglichkeit, Windows in einem weiten
Maße von unerwünschten Komponenten zu befreien
und es für seinen Anwendungsbereich möglicherweise
bedeutend stabiler und flotter zu machen. Solche Tools
kann es auf Dauer nicht geben, wenn diejenigen, die
sie benötigen, nicht bereit sind, die Entwickler
angemessen zu unterstützen.
1999 - 2008 © Thomas Gade - Jede Veröffentlichung
ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Erlaubnis
des Verfassers gestattet.

|
 |