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- Tipps
Die Festplatte (englisch hard disk drive = HDD) ist seit langem
das hauptsächliche Speichermedium in Computern. Ab 1988
kamen die bis heute üblichen 3,5" Festplatten mit
exakt 100mm Breite und ca. 145mm Länge auf den Markt.
Daneben gibt es kleinere Baugrößen für Notebooks,
mp3-Player und externe Speicher. Es gibt Festplatten mit SCSI,
IDE oder SATA Anschlüssen. Im Laufe der Jahre haben sich
die 3,5" Harddisks äußerlich kaum geändert
aber eine enorme Steigerung ihrer Speicherkapazität von
20 Megabyte auf 1000 Gigabyte erfahren. Die Entwicklung ist
noch nicht abgeschlossen, doch steht eine Ablösung dieses
für heutige Verhältnisse relativ großen Speichertyps
an.

Das ist kein High-Tech Plattenspieler sondern ein
geöffnetes Festplattengehäuse. |

Eine 6 GB Festplatte neben einer 1 Gb Speicherkarte.
Festplatten in gleichen Gehäuseformat fassen
inzwischen (09-2007) bis zu 1000 Gigabyte.
Die SD-Karten gibt es bis 8 Gb. Die 'großen'
Festplatten werden demnächst von miniaturisierten
Speichern abgelöst.
Die Festplatte enthält Scheiben, auf denen Daten
gespeichert und gelesen werden. Dazu bewegen sich
Schreib-/Leseköpfe an einem Arm über die
Scheiben. |
Eine Festplatte ähnelt einem Plattenspieler. Die Schallplatte
dreht sich. Dabei schleift eine Nadel an einem beweglichen
Arm durch eine spiralförmige Rille. Mit bloßem
Auge lassen sich einzelne Musikstücke von den Pausen
unterscheiden. In einer Festplatte dreht sich ebenfalls
eine Scheibe. Ein Arm bewegt einen Datenlese- und -schreibkopf
über die Platte. Festplatten sind stoßempfindlich.
Sie werden im Betrieb warm bis heiss und sollten im Luftstrom
gekühlt werden.
Der Speicher in einer Festplatte ist in Sektoren mit festem
Fassungsvermögen aufgeteilt. Das passiert beim Formatieren.
Ein Sektor ist 512 byte groß. Die kleinste Speichereinheit
der Festplatte besteht aus mehreren Sektoren und heißt
Cluster. Die Festplatte benötigt eine Tabelle, in der
festgehalten wird, welche Dateien oder Dateiteile sich in
welchen Clustern befinden. Beim FAT32 System heißt
die Tabelle 'File allocation table' (daher FAT). Darin steht,
wo sich der erste Teil einer Datei befindet. Die Posititon
der in anderen Clustern befindlichen Teile wird jeweils
als Information beim vorherigen Dateifragment gespeichert.
Das NTFS System hat eine umfangreichere Datenbank, in welche
die Position jedes Dateifragments eingetragen ist. Da die
benötigten Dateien fast nie in nebeneinanderliegenden
Clustern gespeichert sind, wird der Arm mit dem Datenlesekopf
häufig hin und her bewegt.
Prinzipiell speichert der Computer die Dateifragmente
in nebeneinanderliegenden Clustern ab. Doch je voller
die Platte ist, desto seltener gelingt das. Auch gibt
es parallele Schreibprozesse, z. B. mehrere gleichzeitige
Downloads, neben gleichzeitig erzeugten temporären
Dateien und Datenbanken, die allmählich wachsen.
Daher werden die Dateifragmente nicht aneinander gereiht.
Zudem enstehen durch Löschvorgänge Lücken,
die neu beschrieben werden. Mit der Zeit werden Dateifragmente
immer wirrer auf die Festplatte verteilt, wodurch die
Zugriffszeit ansteigt.
Ein Defragmentierprogramm hat die Aufgabe, die Dateifragmente
von einzelnen Dateien aneinanderzureihen und möglichst
alle Daten ohne Lücken zusammenzulegen. Dadurch erhöht
sich die Geschwindigkeit beim Lesen der Daten. Die Anzahl
der Festplattenzugriffe durch einen hin un her springenden
Arm wird reduziert. Dafür gibt es Defragmentierungsprogramme.
Unter Windows 95 bis Millenium funktionierte Speed Disk
von Norton sehr gut. Schneller als mit dem Programm konnte
man das Datenpuzzle nicht aufräumen. Doch haben sich
die Zeiten geändert. Die Defragprogramme für
Windows XP sind viel langsamer. Zudem haben die Festplatten
immer größere Kapazitäten. Haben Sie schon
mal einen Defragmentierungsvorgang für eine halbvolle
200 GB große Partition, auf die häufig zugeriffen
wird, gestartet? Das dauert zwischen Stunden bis mehreren
Tagen. Je größer die Festplatten werden, desto
länger dauert das Aufräumen und Defragmentieren
von Dateien, die in mehreren Einzelteile gestückelt
verstreut gespeichert wurden. Wer häufig parallel
mehrere Daten aus dem Internet saugt, muss mit vielen
fragmentierten Daten rechnen, da die Bestandteile in kleinen
Portionen ankommen. Um dem entgegenzuwirken, reservieren
einige Downloadprogramme (falls möglich) gleich zu
Beginn des Downloads eine zusammenhängende Speichermenge
in der Größe der Gesamtdatei.
Defragmentierungsprogramme zeigen die Situation in einer
Partition mit kleinen Blöcken, die unterschiedlich
gefärbt sein können. Die roten Blöcke stehen
in diesem Beispiel für fragmentierte Dateien. Die
weisse Blöcke verweisen auf Stellen, die nicht zum
Speichern benutzt werden.
So soll das Bild nach dem Defragmentieren aussehen. Die
Daten werden zusammengeschoben; der freie Speicher wird
ein großer zusammenhängender Block und es gibt
keine fragmentierten Daten mehr.
Wie defragmentiert man richtig?
Für
große Festplatten, bzw. große Partitionen,
in denen viel gespeichert und gelöscht
wird, sind herkömmliche Defragmentierungswerkzeuge
praktisch unbrauchbar. |
Dieser Vorgang dauert nämlich extrem lange. Da
(externe) Festplatten billig sind, macht man das anders.
Man kopiert den Inhalt einer Partition auf eine andere
Festplatte, formatiert das Ursprungsvolumen und schiebt
die Daten wieder zurück. Dabei passiert genau das,
wofür das Defrag-Programm viele Stunden benötigt.
Die Dateien bzw. die Dateiteile werden schön aneinander
gereiht.
Das funktioniert mit der Systempartition, auf der das
Betriebssystem und die installierten Programme des laufenden
Computers vorhanden sind. Die Pflege der Systempartition
erfolgt mit einem Defragprogramm. Das kann ohne weiteres
die windowseigene Lösung sein. Wichtig ist es, die
Menge der Daten in der Partition C (üblichweise dem
System vorbehalten) so gering wie möglich zu halten,
um den Aufräumvorgang einigermaßen schnell
zu erledigen. Mit Hinblick auf diesen Vorgang soll eine
Systempartition relativ klein sein. 5 bis 10 Gigabyte
reichen vollkommen, um viele Programme mit den benötigten
Komponenten zu installieren. Es sollte eine zweite kleinere
Partition ausschließlich für die Windows-Auslagerungsdatei
und sonstigen temporären Dateien der Programmen vorhanden
sein.
Es ist also ratsam, die Menge der Daten, die von Programmen
erzeugt werden werden, klein zu halten. Wie wir beim nächstfolgenden
Punkt sehen, ist das mittlerweile nicht mehr so einfach.
| Überflüssige
Dateien / August-2007 |
Immer mehr Programme werden mit Unmengen
von Dateien installiert, von denen die meisten absolut überflüssig
sind. Dazu gehören vor allem Sprachmodule, die mehr
Platz in Anspruch nehmen können als die eigentlichen
Programme. Die CS3-Serie von Adobe sowie der Treiber für
den Plustek Opticfilm 7200i und Fotostation Pro sind mir
in dieser Hinsicht besonders aufgefallen. Adobe Photoshop
CS3 Extended packt 1,1 Gygabyte Daten auf den Rechner und
Dreamweaver CS3 belegt knapp 800 MB. Seltsamerweise existieren
keine Setup-Menues, mit denen Benutzer festlegen könnten,
was und was nicht auf ihrem Rechner installiert werden soll.
| Partitionsmanagement/
August-2007 |
Befinden sich in einem PC mehrere Festplatten,
legt man auf der einen die Partition 'C' an,
auf der sich die installierten Programme befinden.
5 Gigabyte Größe sollten ausreichen.
Hinter 'C' legt man eine weitere Partition an,
die ca. 10 Gigabyte fassen sollte. Hier werden
alle Temp-, Mail- und Cacheordner der Programme
angelegt. Der Ordner 'Eigene Dateien' befindet
sich hier, alle Vorlagen und Einstellungen.
Um das zu realisieren, muss man in die Optionen
der Programme gehen und die entsprechenden Einstellungen
treffen.
Die erste Partition der zweiten Festplatte wird
ausschließich für die 'pagefile.sys'
von Windows und für Auslagerungsdateien
beispielsweise für Photoshop verwendet.
Diese Partition sollte 6 bis 10 GB groß
sein. Für alle anderen Daten wie Musik,
Fotos, Texte etc. gibt es zusätzliche Partitionen,
die sehr groß sein dürfen. Hat man
drei Festplatten nebeneinander im Betrieb (kein
Raid) könnte die Partition hinter C mit
den Cache- und sonstigen Ordnern, dort als erste
Partition angelegt werden.
Damit steigert man die Geschwindigkeit des Computers,
was sich besonders bei rechenintensiven Anwendungen
bemerkbar macht, da die Festplatten parallel
arbeiten können und nicht eine einzelne
alles nacheinander bewältigen muss. Bleibt
die Partition 'C' einigermaßen klein,
laufen Defragmentierungsvorgänge schnell
ab.
NTFS oder FAT32?
Für Rechner im Netz mit einem Zugangsmanagement
erübrigt sich diese Frage. NTFS ist die
richtige Wahl. Für Rechner, die nur von
einer Person genutzt werden, ist FAT32 interessant,
weil der Zugriff etwas schneller ist. NTFS reserviert
einen großen Bereich des Speichers für
seine Datenverwaltung. So können bis zu
20 % der Festplattenkapazität blockiert
werden. Ein PC kann versagen. Im Havariefall
muss man eventuell eine Festplatte über
eine anderes Betriebssystem ansprechen. Das
geht mit FAT32 problemlos. Inzwischen beherrschen
die entsprechenden Rettungssysteme auf den Notfall-CDs
auch NTFS, doch im Falle des Falles ist eventuell
nur eine ältere Version auf Diskettenbasis
verfügbar und dann wird NTFS nicht gelesen.

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