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X-Photo Bank KX-770 (Image Tank / mobiler Bildspeicher) Thomas Gade Februar 2006

Digitalkameras speichern Bilder auf Speicherkarten, die irgendwann voll sind. Das Fassungsvermögen der Speicherkarten war jahrelang gering und sie waren teuer. Daher wurden transportable Zwischenspeicher entwickelt.

Inzwischen sind Speicherkarten mit gesteigerter Kapazität verhältnismässig billig geworden. Dennoch haben die kleinen Festplatten mit Speicherkartenanschluss ihren Nutzwert, beispielsweise zum Sichern der Daten auf einem zweiten Speicher oder um die volle Karte unterwegs zu entladen. Die Geräte sind etwa so groß wie ein Stapel Spielkarten. Einige haben fast vollformatige Farbdisplays zum Anzeigen der Bilder; die einfachsten kommen mit einem An- und Ausschalter sowie einem Copy-Schalter und minimalsten Infos aus.

Das Gerät mit dem seltsamen Namen X-Photo Bank - KX-770 ist eine externe Festplatte mit eigener Stromversorgung über einen eingebauten Akku. Am Gehäuse sind zwei Schächte für diverse Speicherkarten und ein USB2 Anschluss.

Lieferumfang

USB-Kabel, gut gepolsterte Nylontasche, Treiber-CD, X-Photo Bank KX-770, Werkzeug zum Öffnen des Gehäuses (!), Anleitung, Ladegerät/Netzteil

Die Kurzbeschreibung auf der Verpackung lautet: 12 in 1 Card Reader, Portable Storage Device. Dieses Modell heißt: X-Photo Bank Mini, Model: KX-770.


Technische Daten (Auszug)

Größe 125 x 75 x 23 mm
Zulässige Betriebstemperatur 0°C / 70°C
Zulässige Luftfeuchte bis 90% rel. Luftfeuchtigkeit
Akkulaufzeit ca. 2 Stunden im Normalbetrieb
Ladezeit ca. 3 Stunden
Festplatten-Größe jede 2.5" HDD mit 9 mm Bauhöhe, Kapazität unbegrenzt
Schnittstelle USB 2.0 (auch abwärtskompatibel zu USB 1.1)
Unterstützte Flash-Karten Compactflash Card Typ I / II (CF)
IBM / Hitachi Microdrive
Smartmedia Card (SM)
Memory Stick (MS)
Memory Stick Pro (MS Pro)
Secure Digital (SD)
MultiMediaCard (MMC)
xD-Picture Card (ohne Adapter)
Unterstützte Betriebssysteme Windows 98/98SE/ME, Win 2000 mit Treiber
Win XP ohne Treiber
Linux Kernel Version 2.4 und höher ohne Treiber
Mac OS 8.6 - 9.0 mit Treiber
Mac OS 10.0.1 und höher ohne Treiber

Es gibt sehr ähnliche Geräte mit den Bezeichnungen 'DigiMate II plus', 'X-Drive2xl' etc., die preislich, in ihrer Art und vom Funktionsumfang her fast identisch sind. Ungefähre Preise: 35 € ohne Festplatte, 75 € mit 40 GB und 130 € mit 120 GB (Preise im Juli 2007).

Bei der KX-770 handelt es sich um ein rechteckiges Gehäuse, in dem eine 2,5 Zoll Festplatte nebst einem Akku stecken. Seitlich gibt es zwei Einschübe für diverse Speicherkartentypen, eine USB- und eine DC 5 Volt Buchse sowie eine Reset-Taste. Auf der Frontseite befinden sich zwei Schalter. Einer dient zum An- und Ausschalten. Der andere startet den Datenkopiervorgang nach Einschub einer Speicherkarte. Das Display dient lediglich dazu, den Status der Vorgänge und einige Hinweise anzuzeigen.


Nutzwert:

Mein Modell wurde von allen Windows 2000 und XP Systemen anstandslos erkannt. Es waren keine Treiberinstallationen notwendig. An die Funktion einer universellen externen Festplatte hatte ich bei ihrem Erwerb gar nicht gedacht. Sie sollte unterwegs das Entladen meiner vollen Fotospeicherkarten ermöglichen. Doch wurde die KX-770 mit einer gepolsterten Nylontasche geliefert. Wie praktisch! Man kann sie ohne Umstände in den Foto-, Jacken- oder Aktentaschen mitnehmen. Für meine Arbeit ist ein mobiler, kompakter, unkomplizierter Speicher mit großem Fassungsvermögen zum Transport von Treibern, Software und Arbeitsergebnissen sehr nützlich. Die Menge der mitzunehmenden Disketten und CDs hat sich dadurch drastisch reduziert.

Bewußt hatte ich ein preisgünstiges Modell ohne Bildwiedergabe gewählt, weil das Sichten der Fotos besser am großen Monitor erfolgt. Eine erste Ergebniskontrolle wird ohnehin mittels des Kameradisplays vorgenommen. Die Bedienung ist nahezu idiotensicher. Einschalten, Karte reinstecken, Kopiervorgang starten. Das Entladen einer 1 GB SD-Karte dauert ca. 5 Minuten. Es ist kein Problem, die Dateiübertragung in der Fototasche ablaufen zu lassen, während man mit einer anderen Speicherkarte weiter fotografiert. Der spätere Transfer der Bilddaten auf einen PC geht über USB 2 zügig vonstatten.

Während eines Jahres habe ich den Akku nur viermal geladen und das nach dem erstenmal eher prophylaktisch, denn niemals schwächelte die Stromversorgung. Wahrscheinlich lädt sich der Akku auf, wenn die Festplatte mit einem Computer verbunden ist. Falls ein Computer zuwenig Strom über den USB-Anschluss liefert, schließt man das Netzteil an.

Fazit:

Wer auf bunte Displays, mp3- und sonstigem Medienschnickschnack bei einem mobilen Image-Tank verzichten kann, braucht so ein Teil. Es ist relativ billig, nützlich und wird rasch zu einem wichtigen Alltagsutensil.

Kleine Warnung am Rande: Mit Speichern dieses Typs, die in Zukunft noch kompakter und leistungsstärker werden, ist der Datenaustausch, bzw. Datenklau, sehr einfach. Als Inhaber von schützenswerten Daten muss man sehr aufpassen, dass sie nicht en passant mitgenommen werden. Hier bahnt sich ein großes Problem an, welches sich von der Film- und Musikbranche auf andere Bereiche überträgt. Als Arbeitgeber würde ich das Vorhandensein jeglicher privater Geräte, die so leicht und in solchen Mengen Daten speichern können, am Arbeitsplatz per Betriebsordnung und Vertrag als sofortigen Kündigungsgrund definieren.

 

1999 - 2007 © Thomas Gade - Jede Veröffentlichung ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Erlaubnis des Verfassers gestattet.

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