| Nikon
Coolscan 5000 ED |
Thomas
Gade |
März
2004 / August 2006 |
|
Dias
Der Nikon Coolscan 5000 kann mit dem Zubehör SF
200 oder SF 210 Stapel von Dias nacheinander bearbeiten.
Dafür sind die Nikon Coolscan 5000 und Nikon LS 4000
Scanner gut geeignet und haben nur ein ernstzunehmendes
Konkurrenzgerät. Die oben beschriebene Problematik
der Störungen in den Schatten bei Bildern von Negativen
ist bei Dias nicht gegeben. Hier zeigen die Nikons, dass
sie ganz gut in der Lage sind, dichte (dunkle) Stellen in
den Vorlagen zu erfassen. Die Software Nikon Scan 4 bietet
diverse Optimierungsfunktionen. Die Schmutz- und Kratzererkennung
ICE funktioniert bei Farbfilmen (ausser Kodachrome) zuverlässig
und wird schnell zu einer unverzichtbaren Option, die man
mitlaufen lassen sollte. Das Einschalten der Kornunterdrückung
ist eher eine Geschmacks- und Zeitfrage. Sie verlängert
den Scanvorgang und könnte mit einem milden Weichzeichner
verglichen werden. Die Farbrekonstruktion ROC würde
ich nicht für Archivdateien, die möglichst viele
Bilddetails konservieren sollen, einsetzen. ROC opfert Bilddetails
in den tiefen Schatten und hellsten Bildpartien. Letzteres
fällt nicht so ins Gewicht. Der Verlust von Zeichnung
in den Schatten ist aber ein unschöner Mangel. DEE
hellt Schattenpartien auf. Im Photoshop CS gibt es eine
Funktion namens Shadow - Highlight. Damit kann man diesen
Vorgang besser und kontrollierter durchführen. Das
deutet darauf hin, dass dieses Feature demnächst in
allen guten Bildoptimierungsprogrammen zu finden sein wird.
Ich würde es nicht im Scanvorgang aktivieren sondern
gezielt vor einer Dateiverwendung je nach Nutzungszwck mit
der Bildbearbeitung machen. Alle zugeschalteten Softwareoptionen
verlängern den Scanvorgang erheblich und setzen einen
schnellen Rechner voraus.
Wenn man mit einem Nikon Coolscan 4000 oder 5000 alte Dias
mit Ausbleichungen scannt empfiehlt sich das Programm VueScan
mit der aktivierten Funktion 'restore fading'. Unter Colors
-> Color Balance kann man diverse Profile wählen.
Aus der Liste sind die Einstellungen 'White balance', 'Neutral'
oder 'Auto levels' günstig. Man muß das an einem
Dia aus der Serie ausprobieren. Das geht mit dem Programm
ganz flott: Mit VueScan scannt man das Testbild nur einmal
und speichert mehrere Dateien mit verschiedenen Einstellungen
ab.
Italien / Turin 1965. Das Dia hat starke Farbveränderungen.
Links:
Nikon Coolscan 5000, 4000 dpi, Scan ohne Korrekturen.
Rechts:
Nikon Coolscan 5000, Scan mit 4000 dpi, Nikon Scan 4
mit ROC |
 |
Links:
Nikon Coolscan 5000, 4000 dpi mit Nikon Scan 4 und ROC
und Nachbearbeitung im Photoshop
Rechts:
Nikon Coolscan 5000, 4000 dpi mit VueScan, restore fading
und Nachbearbeitung im Photoshop
An dem Beispiel kann man erkennen, dass ROC mit Vorsicht
zu genießen ist. Die 'restore fading' Option von
VueScan mit anschließender Nachbearbeitung im Photoshop
bringt eine sehr gute Bildzeichnung. Über die Farben
kann man sich streiten. Aber die lassen sich bei dem Ausgangsmaterial
wohl nie mehr korrekt rekonstruieren.
|
 |
Scannen von einwandfreien
Dias
Über das Scannen von einwandfreien Dias braucht
man nicht viel zu schreiben. Sie gelingen beim
richtigen Umgang mit dem Scanner gut. Lediglich
die geringe Tiefenschärfe des Nikon 5000
trübt bei gewölbten Filmen die Freude.
Die Fähigkeit des Nikon Coolscan mit angesetztem
Slide Feeder stapelweise Dias zu verarbeiten,
ist ein starkes Argument für den Scanner,
wenngleich der Feeder bedenkliche Transportmacken
hat.
|