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Dia 35mm Film: Vergleich Epson Perfection 3200 mit Epson Perfection 4990 Seite:       2    3    4

Für diesen Vergleich wurde ein Dia (Kleinbild - Fuji Sensia 200) jeweils mit einem Nikon Coolscan 5000 und einem Epson Perfection 4990 gescannt. In beiden Fällen wurde keine 'Unscharf Maskierung' aktiviert oder nachträglich vorgenommen. Am Epson wurde die Einstellung 2400 dpi gewählt. Der Nikon scannte mit 2000 dpi. Die Datei wurde mit Photoshop auf 2400 dpi hochgerechnet. Letzteres ist theoretisch mit einem geringen Qualitätsverlust verbunden. Man sieht aus beiden Dateien jeweils den gleichen Ausschnitt.

Berlin, Januar 2005, Reichstag


Oben: Epson Perfection 4990 Photo / 2400 dpi,

ohne Unscharf Maskierung


































Unten: Nikon Coolscan 5000

Scan mit 2000 dpi, im Photoshop auf 2400 dpi hochgerechnet. Ohne 'Unscharf Maskierung'.

Auch wenn diese Internetdarstellungen nicht die Qualitäten der Urdateien haben, sprechen die Bilder für sich. Die Epson-Datei ist schwächer aufgelöst und unschärfer. Ein Scan mit 4800 dpi bringt keine signifikante Verbesserung. Aber die Epson-Dateien können mit dem Unscharf-Maskierungs-Verfahren erstaunlich gut verbessert werden.

Fazit

Wer Mittelformate und größere Vorlagen scannt, wird sich über ICE, die relativ hohe Geschwindigkeit und den großen Dynamikumfang freuen und in dieser Preisklasse kaum etwas besseres bekommen. Für Kleinbildfilme ist der Scanner brauchbar, wenngleich spezielle Filmscanner eine höhere Auflösung und Schärfe haben. Die Epson-Dateien benötigen eine kräftige Unscharf-Maskierung. Sie wirkt Wunder, während das gleiche Verfahren mit den bereits scharfen Nikon-Dateien kurzen Prozess macht; sie werden dadurch extrem körnig. Ein Nikon Coolscan 5000 Filmscanner bringt mit 2000 dpi Ergebnisse, deren Qualität von unbearbeiteten, hochaufgelösten Epson-Dateien nicht erreicht wird.

Die Detailauflösug hat mit dem, was man von 4800 dpi erwartet, wenig zu tun. Darüber können die ICE-Funktion und der hohe Dichteumfang nicht hinwegtrösten. Seinem Vorgänger, dem Epson Perfection 4870, wurde von der Zeitschrift CT im Jahre 2004 mithilfe einer USAF-Testvorlage ein maximales Auflösungsvermögen von gerade mal 1650 dpi bescheinigt.

Die übertriebenen physikalischen DPI-Angaben der Scanner von Epson und anderen Herstellern in dieser Preisklasse erklären, warum Oldies wie der Agfa Arcus 1200 oder ein Epson Expression mit erheblich niedrigeren aber realistischen Angaben der maximalen physikalischen DPI-Werte unter Kennern noch immer beliebt sind. Sie haben große Durchlichtflächen, ein weiches korn- und kratzerunterdrückendes Licht und sind für Vorlagen ab Mittelformaten gut verwendbar. Bei Ebay kann man sie zu Schnäppchenpreisen bekommen. Um Kleinbildvorlagen fein aufgelöst zu digitalisieren, kommt man um einen Filmscanner nicht herum.

EPSON PERRFECTION 4990 PHOTO    © Thomas Gade - Februar 2005 Seite:       2    3    4


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