1. Gesamtansicht
2. Erster Ausschnitt
3. Stärkerer Ausschnitt. Der Lampenschirm
ist bei einem Druck des gesamten Bildes auf
ein Din A4 Papier (Format des Bildes: 21x21cm)
6mm breit.
Parallel zum Test des Linotype Saphir Ultra
II Scanners wurden die gleiche Vorlage mit
einem Agfa Arcus 1200 gescannt, der ebenfalls
eine maximale optische Auflösung von
1200 dpi hat. Der Agfa scannt etwas detailstärker,
neigt aber in den Schatten zu mehr Rauschen.
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Das Scannen eines 6x6 Dias dauert
bei 1200 dpi mit Vuescan 2 Minuten und 10
Sekunden. (PC: AMD 2800+ / 1 GB Ram / Windows
XP)
Das nebenstehende Bild stammt aus den 1960'er
Jahren. Es hat einen rötlichen Stich.
In Vuescan war die Option 'restore fading'
aktiviert. Dadurch erfolgte bereits eine erste
Auffrischung der Farben.

Nach dem Scannen wurde der restliche Farbstich
mit ROC Pro 2 beseitigt.
Die Tonwertkurve ist auch nach der Farbrestaurierung
nicht aufgerissen.
Das Dia wurde für
den Scan ausgerahmt und direkt auf die Glasplatte
gelegt. Der unmittelbare Kontakt der glatten
Filmobefläche mit Glas kann zu Newtonringen
führen. Bei diesem Bild enstand eine
kleine Newtonringzone, die bei Zoomen auffiel.
Am besten nimmt man die Gläser aus den
Diarahmen und läßt die Filme darin.
Sie werden mit Rahmen gescannt. Die Tiefenschärfe
des Scanners ist groß und man bleibt
in der optimalen Schärfezone.
Der Helligkeitsumfang des Dias wurde gut bewältigt.
In den Schatten gibt es Rauschen, insbesondere
grünliche Farbsprenkel, die mit Noise
Ninja zu beseitigen waren. Mittels der selektiven
Farbkorrektur wurde Blau aus dem Dunkel gezogen.
Das ist nichts Ungewöhnliches. Die Unscharf-Maskierung
(100/1/0) akzentuierte die Details.
Die Datei wurde mit einem
Canon i865 Tintenstrahldrucker auf glänzendes
Din A4 Fotopapier gedruckt. Das Ergebnis deckt
wegen des quadratischen Formats des Bildes
eine ca. 21x21 cm große Fläche
ab und bietet keinen Anlaß zur Klage.
Fazit:
Der Linotype Saphir Ultra II Flachbettscanner
wird auf dem Second-Hand Markt für ein
paar Euro verramscht. Er ist ein altes Modell
mit einem SCSI Anschluß und wurde in
der Regel am Mac betrieben. Für den PC
wird andere Software benötigt. VueScan
Pro (89$) ist eine gute Wahl und kann auch
mit anderen Geräten verwendet werden.
Bei Bildern auf Kleinbildfilmen wird der Saphir
Ultra II enttäuschen, doch sind bereits
von Mittelformaten brauchbare Scans möglich.
Dank der großen Scanfläche kann
man etliche Bilder auf einmal scannen. Dabei
belegt man die freie Fläche bis auf einen
schmalen Kalibrierstreifen vollständig,
tüftelt die richtigen Einstellungen aus
und scannt alles mit 1200 dpi. Im 24 Bit Modus
entsteht dabei eine ca. 300 MB große
Datei. Mit einen modernen PC mit mindestens
1 GB Arbeitsspeicher ist die gut zu handhaben.
Das Zerlegen in einzelne Bilder erfolgt mit
einem Bildbearbeitungsprogramm. Alternativ
kann man in Vuescan Einstellungen vornehmen,
die eine Stapelverarbeitung für Einzelbilder
in Gang setzt. Bei vielen Bildern mit gleicher
Größe ist das sinnvoll.
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