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Linotype Saphir Ultra II Flachbettscanner Thomas Gade September 2006 Seite 1   2   3  

Scannen


1. Gesamtansicht



2. Erster Ausschnitt



3. Stärkerer Ausschnitt. Der Lampenschirm ist bei einem Druck des gesamten Bildes auf ein Din A4 Papier (Format des Bildes: 21x21cm) 6mm breit.


Parallel zum Test des Linotype Saphir Ultra II Scanners wurden die gleiche Vorlage mit einem Agfa Arcus 1200 gescannt, der ebenfalls eine maximale optische Auflösung von 1200 dpi hat. Der Agfa scannt etwas detailstärker, neigt aber in den Schatten zu mehr Rauschen.
Das Scannen eines 6x6 Dias dauert bei 1200 dpi mit Vuescan 2 Minuten und 10 Sekunden. (PC: AMD 2800+ / 1 GB Ram / Windows XP)

Das nebenstehende Bild stammt aus den 1960'er Jahren. Es hat einen rötlichen Stich. In Vuescan war die Option 'restore fading' aktiviert. Dadurch erfolgte bereits eine erste Auffrischung der Farben.

   
Nach dem Scannen wurde der restliche Farbstich mit ROC Pro 2 beseitigt.

   
Die Tonwertkurve ist auch nach der Farbrestaurierung nicht aufgerissen.

Das Dia wurde für den Scan ausgerahmt und direkt auf die Glasplatte gelegt. Der unmittelbare Kontakt der glatten Filmobefläche mit Glas kann zu Newtonringen führen. Bei diesem Bild enstand eine kleine Newtonringzone, die bei Zoomen auffiel. Am besten nimmt man die Gläser aus den Diarahmen und läßt die Filme darin. Sie werden mit Rahmen gescannt. Die Tiefenschärfe des Scanners ist groß und man bleibt in der optimalen Schärfezone.

Der Helligkeitsumfang des Dias wurde gut bewältigt. In den Schatten gibt es Rauschen, insbesondere grünliche Farbsprenkel, die mit Noise Ninja zu beseitigen waren. Mittels der selektiven Farbkorrektur wurde Blau aus dem Dunkel gezogen. Das ist nichts Ungewöhnliches. Die Unscharf-Maskierung (100/1/0) akzentuierte die Details.

Die Datei wurde mit einem Canon i865 Tintenstrahldrucker auf glänzendes Din A4 Fotopapier gedruckt. Das Ergebnis deckt wegen des quadratischen Formats des Bildes eine ca. 21x21 cm große Fläche ab und bietet keinen Anlaß zur Klage.

Fazit:

Der Linotype Saphir Ultra II Flachbettscanner wird auf dem Second-Hand Markt für ein paar Euro verramscht. Er ist ein altes Modell mit einem SCSI Anschluß und wurde in der Regel am Mac betrieben. Für den PC wird andere Software benötigt. VueScan Pro (89$) ist eine gute Wahl und kann auch mit anderen Geräten verwendet werden.

Bei Bildern auf Kleinbildfilmen wird der Saphir Ultra II enttäuschen, doch sind bereits von Mittelformaten brauchbare Scans möglich. Dank der großen Scanfläche kann man etliche Bilder auf einmal scannen. Dabei belegt man die freie Fläche bis auf einen schmalen Kalibrierstreifen vollständig, tüftelt die richtigen Einstellungen aus und scannt alles mit 1200 dpi. Im 24 Bit Modus entsteht dabei eine ca. 300 MB große Datei. Mit einen modernen PC mit mindestens 1 GB Arbeitsspeicher ist die gut zu handhaben. Das Zerlegen in einzelne Bilder erfolgt mit einem Bildbearbeitungsprogramm. Alternativ kann man in Vuescan Einstellungen vornehmen, die eine Stapelverarbeitung für Einzelbilder in Gang setzt. Bei vielen Bildern mit gleicher Größe ist das sinnvoll.


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1999 - 2008 © Thomas Gade - Jede Veröffentlichung ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Erlaubnis des Verfassers gestattet.


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