|
Foto - Produkte - Zubehör |
Thomas Gade |
Keine Angst, hier kommen keine
Pressemitteilungen. Vielmehr wird auf nützliche
Dinge hingewiesen oder der Sinn von anderen
Sachen hinterfragt.
Camera Armor - Silikonhülle für die
Kamera
Das Set für die Pentax K10D, enthielt
drei Teile:
Die Silikonhülle für den Body,
einen transparenten Displaschutz sowie
einen Objektivschutz, der wie eine Gummi-Sonnenblende
aussieht. Den Objektivschutz kann man
getrost wegschmeissen, da er nur über
das Objektiv gestülpt wird und nicht
an die verschiedenen Durchmesser anpassbar
ist. Das Teil rutscht ab. |
Die konventionelle
Tasche für eine Spiegelreflexkamera
ist mit den digitalen Modellen nicht mehr
verwendbar, weil die Gehäuse auf
allen Seiten Druckknöpfe, Displays,
Öffnungen für Speicherkarten
und Akkus, Steckbuchsen für diverse
Kabel, drehbare Einstellräder vorweisen.
Eine Schutzhülle in herkömmlicher
Machart würde diese Elemente bedecken.
Die moderne Lösung heißt Camera
ARMOR und ist eine Silikon-Hülle,
die über die Kamera gestülpt
wird. Sie bleibt im vollen Umfang bedienbar.
Alle Schalter sind frei zugänglich
und das Display ist hinter einer transparenten
Abdeckung sichtbar. 'Bogen Imaging', der
hiesigen Handelspartner des amerikanischen
Herstellers, wirbt dafür mit den
Aussagen: "Mit dem Camera ARMOR ist
der empfindliche Kamerabody vor Bedienspuren
und Umwelteinflüssen wirkungsvoll
geschützt." und: "Die Silikonhülle
verhindert Beschädigungen durch Abrieb,
Staub oder Sand und dämpft auch Stöße
ab.".
In der dicken Silikonhüllfe schubbert
die Kamera nicht mehr direkt an der Kleidung
des Fotografen, der sie am Riemen trägt.
Reißverschlüsse und Druckknöpfe
können sie nicht verkratzen. Die
Unterseite der Kamera ist leider ungeschützt.
Gelangt Sand oder Feuchtigkeit zwischen
die Hülle und die Kameraoberfläche,
sind Schäden vorprogrammiert. Das
undurchlässige Silikon verhindert
das Verdunsten der Feuchtigkeit und unbemerkte
Sandkörner werden bei der Handhabung
ins Gehäuse massiert. Die Kamera
ist in der Silikonhülle bedeutend
dicker. Die 'Haut' fühlt sich ganz
gut an und macht die Kamera für Benutzer
mit großen Händen griffiger.
|
Sonnenblende aus Gummi
Der oben erwähnte Objektivschutz des Camera
Armor entspricht einer Gummi-Sonnenblende ohne
Gewinde. Man kann sie nicht sicher mit dem Objektiv
zu verschrauben. Die gute alte Sonnenblende
aus Gummi (auch: Streulichtblende / Gegenlichtblende)
gibt es in verschiedenen Größen und
ist ein wirksames Mittel, um Stöße
gegen Objektive abzufedern und Optiken gegen
seitlich einfallendes Licht abzuschatten, was
der Brillanz der Aufnahmen zugute kommt. Auch
multivergüteter Linsenoberflächen
können Streulicht und Reflexionen in den
optischen Systemen der Objektive nicht völlig
unterdrücken. Daher sind Sonnenblenden
wichtig.
Links zusammengefaltete
und rechts ausgeklappte Sonnenblenden |
|
Die starren Plastiksonnenblenden der Zoomobjektive
sind sperrig und werden daher häufig nicht
benutzt. Die zusammenklappbare, flexible Gummiblende
stört dagegen kaum im praktischen Einsatz.
Eine Gummiblende kostet in gängigen Größen
neu um die 10 Euro. In manchen Fotogeschäften
oder An- und Verkaufsläden gibt es Kisten
mit gebrauchten Filtern, Deckeln und Gegenlichtblenden,
aus denen man sie für einen Bagatellbetrag
erwerben kann. Wer gute Objektive, welche einstmals
für das Vollformat 24x36mm hergestellt
wurden, an digitalen Spiegelreflexkameras mit
dem kleineren 15x21mm Sensor verwendet, muss
sich keine Sorgen wegen Abschattungen in den
Ecken durch die Verwendung einer Sonnenblende
machen, da die kritischen Ecken außerhalb
des aufgenommen Bildes liegen.
Stativ

Linhof Stativ mit Vixen Teleskopmontierung
und einem 80/600mm ED Apo Refraktor, mit
dem vorzügliche Fotos gemacht werden
können. |
Das nebenstehende
Stativ stammt von Linhof und wird seit
Jahrzenten nahezu unverändert hergestellt.
Es besteht aus einem Dreibein, welches
mit diversen Zusatzteilen ausgestatt
werden kann. Dazu gehört die nach
unten ragende Mittelsäule mit den
Verbindunspreizen zu den Beinen sowie
die herauskurbelbare Säule, die
oben eine Klemmaufnahme für Köpfe
aller Art hat. Man kann sich Adapter
drehen lassen, um systemfremde Teile,
wie die dargestellte Teleskopmontierung
aufzumontieren. Üblicherweise werden
Kugelköpfe oder (Film-)Kameraneiger
für fotografische und filmische
Zwecke verwendet.
Ein gutes Stativ ist für viele
fotografische Aktionen unabdingbar.
Das beste Teleobjektiv nützt nichts,
wenn der Fotograf nicht in der Lage
ist, die Kamera ruhig zu halten. Daher
sollte man sich ein stabiles Stativ
beschaffen. Es muss für leichte
Digitalkameras kein schwerer Brummer
sein, aber im aufgebauten Zustand verwindungssteif
und wackelfrei stehen. Das kann man
von vielen billigen Stativen aus dem
Fotogeschäft nicht behaupten. Auf
dem Gebrauchtmarkt sind Oldies mit exzellenten
Eigenschaften manchmal günstig
zu kaufen.
Alle dargestellten Stative sind gut.
Das rechte Exemplar ist aufgrund seines
geringen Gewichts reisetauglich. Für
eine KB-Spiegelreflex mit mittlerem
Zoom oder jede x-beliebige Kompaktkamera
ist es absolut ausreichend. Das mittlere
schwere Stativ kann über 2 Meter
hoch eingestellt werden.
|
Stative werden seit Jahrhunderten für alle
möglichen Zwecke rhergestellt. Seit den
1960'er Jahren gibt es welche, die bis heute
als unübertroffen betrachtet werden können.
Sehr interessant sind Vermessungstative mit
Holzbeinen, die für knapp 100 Euro im gut
sortieren Baumarkt oder spottbillig bei Ebay
zu finden sind. Im Fotogeschäft kostet
eine gleichwertige Basis ca. 300 Euro. Es ist
leicht, einen passenden Kugelkopf auf eine Vermessungsstativ
zu montieren.
Zwischenringe
Zwischenringe sind nützliche Gegenstände
und existieren in verschiedenen Variationen.
Im Makromodus ist der Autofokus meistens unbrauchbar.
Daher bedeuten Zwischenringe ohne Autofokusübertragung
praktisch keine Einschränkung. Moderne
Kameras steuern die Blendeneinstellung der Objektive.
Es gibt immer mehr Optiken, die ohne Blendenring
verkauft werden. Dazu gehören sogar (und
unverzeihlicherweise) Makroobjektive. Leider
hat fast niemand Zwischenringe mit der entsprechenden
Mechanik und Elektronik. Im Handel sind sie
kaum zu finden und falls doch, sehr teuer. Die
Fa. Soligor hatte lange den sogenannten 'Tele-Converter
2x Multicoated C/D 7 Macro' im Angebot. Das
Teil ist ein qualitativ gut hergestellter Zwischenring
mit Makroschnecke und integriertem 2-fach Telekonverter.
Die Blendensteuerung bleibt erhalten. Man kann
dieses Ding als Makro- / Telekonverter verwenden
aber auch die eingebaute Optik herausschrauben
und wegschmeißen. Der C/D 7 kostet bei
Ebay ca. 40 Euro plus Versand. Der Preis ist
so niedrig, dass man sich auch zwei davon leisten
kann, einen mit und einen ohne Optik. Die Telekonverteroptik
im C/D 7 ist so gerechnet worden, dass sie die
Fokusdifferenz zwischen Objektiv und Kamera
kompensiert. Man kann also mit jedem Objektiv
ab 'Unendlich' bis sehr nah dran fotografieren.
Schlägt man die Optik heraus, bleibt nur
die Makroschnecke mit Blendensteuerung übrig.
Die Optik des C/D 7 ist ziemlich gut und kann
mit hochauflösenden digitalen Spiegelreflexkameras
verwendet werden.
|