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Kimme der Visiereinrichtung
des Pentax Teleobjektivs. Bei 500mm
Brennweite ist sie sinnvoll. |
Pentax SMC K 4.5
/ 500mm
Neu(wertig) ist dieses Objektiv im Handel
kaum zu bekommen. Die wenigen Ladenhüter,
die sich weltweit noch in einigen Fotogeschäften
befinden mögen, sind rar und teuer.
Auf den Gebrauchtmärkten ist dieses
lichtstarke Teleobjektiv mit dem M42 Anschluss
oder Pentax-K Bajonett zu finden und kostet
zwischen 500 bis 800 €. Es wiegt 3,37
Kilogramm und ist ab 10 Meter scharfstellbar.
Der Blendenring ermöglich Einstellungen
von Blende 4,5 bis 45.
Pentax SMC 4.5 / 500mm mit 2x Telekonverter
Die Streulichtkappe ist verschiebar um die
Frontlinse angebracht. So kann sie nicht
verloren gehen. Für den Transport ist
sie leicht nach hinten zu schieben. Dadurch
wird das große Teleobjektiv kompakter.
Die Stativschelle am Teleobjektiv hat auf
der Unterseite seltsamerweise nur das kleinere
Fotostativgewinde. Es kann nicht schaden,
ein weiteres mit dem großen Gewinde
einschneiden zu lassen, da eine einzelne
kleine Stativschraube nicht gerade Vertrauen
erweckt, wenn man dieses Objektiv nach oben
richtet. Auf der obigen Abbildung ist erkennbar,
dass das Teleobjektiv mit der Kamera für
horizontale Aufnahmen relativ gut ausbalanciert
auf dem Stativ ruht. In dem Fall reicht
die schwächere Schraube. Unabdingbar
ist ein solider Stativkopf, der dem Gewicht
und dem langen Hebel angemessen ist.
Das Pentax SMC 4.5 / 500mm ist teilbar.
Am kameraseitigen Ende gibt es ein abnehmbares
Endstück mit dem Kameranschluss. Es
spricht einiges dafür, dass dieses
Teleobjektiv auch für das Mittelformat
vorgesehen war, allerdings konnte ich bisher
keinen Hinweis auf ein entsprechendes Endstück
finden.

Hier mit zurückgeschobener Sonnenblende
und aufgesetztem Deckel.
Das Teleobjektiv hat eine
Visiereinrichtung mit Kimme und Korn. Für
den Transport dreht man das Objektiv einen
Halbkreis n der gelockerten Stativschelle,
damit das dünne Blech der Kimme hinter
dem Auflageblock liegt. Damit schützt
man es vor einem Verbiegen.


Scharfgestellt wird manuell
mittels einer großen Fokkusierschnecke
mit einem griffigen, gummiummantelten Drehring.
Die Fokussierung ist nicht so leichtgängig,
wie sie sein müßte, um ohne festes
Zupacken drehen zu können. Möglicherweise
liegt es am Fett, welches im Laufe der Jahre
zäher geworden ist. Für die letzten
Feinkorrekturen wäre eine leichtgängigere
Fokussierung besser. Die Blende wird mit
ebenfals mit einem großen griffigen
Ring verstellt. Das Prinzip ist simpel:
Zum Scharfstellen dreht man den Ring ganz
nach links und zum Abblenden bis zur gewünschten
Blende nach rechts. Die Meßtechnik
der Kamera kommt damit zurecht.

Optische Leistung
Die optische Leistung des Pentax SMC-K 4.5
500mm ist gut. Bei offener Blende sind Farbsäume
sichtbar, die bereits nach dem Abblenden
um eine Stufe deutlich minimiert werden.
Ab Blende 8 wird die Farbsaumthematik belanglos.
Im Vergleich mit dem Pentax SMC-DA 55-300mm
in äußerster Teleeinstellung,
ist das Bild des Pentax 500mm Objektivs
weicher und kontrastärmer. Auch wirken
die Farben anders, etwas rötlicher
mit Partien, die zum leichten Blaustich
neigen. Die Werkzeuge der Bildbearbeitung,
bzw. die Kameraeinstellungen können
solche Effekte gut ausgleichen. Keinesfalls
sollte man vergessen, dass diese Optik seinerzeit
nicht für einen kleinen Aufnahmesensor
mit 16x26mm Größe entwickelt
wurde und an einer Kamera mit einem Vollformatsensor
aufgrund der geringeren Pixeldichte pro
Fläche deutlich mehr Leistung hinsichtlich
Schärfe und Detailauflösung bringen
dürfte.
Das SMC-Pentax 1:4.5 500mm harmoniert gut
mit einem Telekonverter wie dem Soligor
C/D 7 Macro-Telekonverter 2x. Neben der
Brennweitenverlängerung um den Faktor
2 hat dieser Konverter eine integrierte
Makroschnecke, die den Nahbereich des Objektivs
erweitert und zum 'Nachfokussieren' nach
erfolgter Grobeinstellung über den
Fokussierring des Teleobjektivs aufgrund
ihrer feineren Gängigkeit gut geeignet
ist.
Das Fotografieren mit 500mm oder beim Einsatz
eines 2x Telekonverters mit 1000mm Brennweite
erfolgt in der Regel im Fernbereich. Praktisch
nimmt man einen kleinen Ausschnitt aus einem
weit entfernten Bereich auf. Dazwischen
befindet sich Luft, die mehr oder weniger
Schwebeteilchen, Staub, Pollen und Feuchtigkeit
(Dunst) enthält und flimmert. Weiterhin
wirken sich Erschütterungen in einem
langbrennweitigen System viel stärker
aus als beim Fotografieren mit kurzen Brennweiten.
Zudem ist der Bereich der Schärfentiefe
bei langen Brennweiten klein. Dies setzt
präzises Scharfstellen voraus, was
derzeit nur mit LiveView und der Zoomlupe
sicher möglich ist. Die Verwendung
eines sehr stabilen Stativs hat eine maßgeblichen
Auswirkung auf das Zustandekommen von befriedigenden
Aufnahmen. Das Auslösen sollte berührungsfrei
mit einem Fernauslöser erfolgen, am
besten nach dem vorab erfolgtem Hochklappen
des Schwingspiegels, um diese Erschütterungsquelle
auszuschalten. Das SMC-Pentax 1:4.5 500mm
ist mit seinem Gewicht von 3,3kg einfach
zu schwer für Freihandaufnahmen. Berücksichtigt
man diese Aspekte, ist das SMC-Pentax 1:4.5
500mm Teleobjektiv mit guten Erfolgsaussichten
einsetzbar. Optisch liegt es weit über
einem Tokina SD 5,6 / 400mm, das wesentlich
kompakter ist. Jedoch ist das Pentax SMC-DA
55-300mm mit dem 2x Telekonverter schärfer
und schon bei nahezu offener Blende praktisch
farbsaumfrei. Bei 300mm (= 600mm mit dem
2x Telekonverter) hat dieses System aber
eine Anfangsblende von 11 und ist sehr lichtschwach.
In der Dämmerung kann mit dem SMC-Pentax
1:4.5 500mm an der Pentax K7 noch gefilmt
werden, während das Pentax SMC 55-300mm
mit 2x Telekonverter nicht mehr ausreicht.
Die Bilder des SMC-Pentax 1:4.5 500mm erinnern
an hochaufgelöste Scans von einem guten
Flachbettscanner. Sie sind wie jene mit
einer Unscharf-Maskierung enorm zu verbessern.
Für den ersten Gang nimmt man folgende
Werte: Stärke: 15 , Radius: 15 , Schwellenwert:
0. Damit wird das Bild brillanter. In einem
zweiten Gang wird die Detaildarstellung
mit folgenden Werten verbessert. Stärke:
100 , Radius: 1.4 , Schwellenwert: 0.
Fernaufnahme bei verhangener Sonne kurz
vor dem Sonnenuntergang
Pentax SMC 4.5 / 500mm mit 2x Soligor Telekonverter.
Blende 5,6 (effektiv Blende 11)
Pentax K7, 400 ASA, 1/40 Sekunde.
Am Fell der Hasen ist erkennbar, dass das
Licht diffus und das Motiv kontrastarm war.
1/40 Sekunde ist für eine Aufnahme
mit 1000mm Brennweite eigentlich zu lange.
Die Kamera und das Objektiv auf dem Stativ
wurden vom Wind bewegt.
Nahaufnahme

Pentax SMC 4.5 / 500mm mit 2x Soligor Telekonverter.
Blende 4.5 (effektiv Blende 9)
Pentax SMC 4.5 / 500mm mit 2x Soligor Telekonverter.
Blende 8 (effektiv Blende 16)
Der Baum, von dem dieses Detail aufgenommen
wurde, war ca. 6 Meter entfernt. Dank der
Makroschnecke des Telekonverters konnte
auf diese Entfernung scharfgestellt werden.
Hinter dem Baum befindet sich eine Menge
Gestrüpp, das durch die geringe Schärfentiefe
verschwindet.
Filter
In diversen Veröffentlichungen über
dieses Objektiv steht, dass man frontseitig
kein Filter anbringen kann, weil es kein
Filtergewinde hat. Merkwürdi; das von
mir getestete Exemplar hat sehr wohl ein
Gewinde und es sieht so aus, als ob man
ein Filter einschrauben könnte. Mit
der Frontlinse wird es nicht in Berührung
kommen. Das Frontelement dreht sich beim
Fokussieren nicht mit. Grob gemessen hat
der Gewindering einen Durchmesser von 123mm.
Empfehlung - Ja oder Nein?
Das Pentax SMC 1: 4.5 / 500mm Teleobjektiv
ist zu schwer für Freihandaufnahmen,
die selbst mit einem Sigma 50-500mm noch
machbar wären. Preislich wird es auf
den Gebrauchtmärkten immer teurer.
500 bis 800 € sind dafür hinzublättern.
Sollte Pentax mal eine Vollformatkamera
auf den Markt bringen, wird dieses Objektiv
weiter im Preis steigen. Das ist eine Menge
Geld für ein altes Objektiv ohne Blendenautomatik,
Autofokus und Exifdaten mit einer Optik,
die früher Spitze war aber nicht mehr
dem Stand der heutigen Technik entspricht.
Allerdings sind gute, moderne Alternativen
sehr teuer. Schauen Sie sich mal die Preise
für moderne Objektive mit diesen Werten
von Nikon und Canon an! Das bereits erwähnte
Sigma 50-500mm Telezoom wäre eine Alternative,
ist aber im 500mm Bereich nicht wesentlich
besser. Das Pentax SMC 500mm läßt
sich mühelos mit Adaptern an Kameras
aller Art anbringen, was je nach Benutzer
als Vorteil empfunden werden mag.
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