Tamron SP2,8-3,8 35-80mm model 01A
Technische Daten:
| Produktionszeitraum: |
1979 -1985 |
| Blende: |
2,8-3,8 - 32 , AE |
| Gewicht: |
368 gr ohne Adaptall |
| Filtergewinde |
vorne: 62mm |
| Entfernung (ab Aufnahmesensor): |
0,27m - Unendlich |
Das Objektiv hat je einen Ring zum Fokussieren
und zum Zoomen. Die Frontlinse dreht beim Scharfstellen
mit.

Einstellung 65mm - kürzeste Einstellentfernung.
Es gibt zwei Skalen mit Vergrößerungsmaßstäben.
Die Werte gelten für die Brennweite 80mm
mit und ohne die Verwendung des 2x Telekonverters.
Einstellung 80mm - Einstellung unendlich
Einstellung 35mm - Unendlich
Pentax K-5 mit Tamron SP 35-80mm
Links: Tamron 18-200mm Rechts: Tamron SP 35-80mm
an einer Pentax K-5

Bild 1 - Aufnahme mit ca. 50mm
- Blende 5,6 - 1/125 Sekunde
Ausschnitt aus dem Bild (600x400 Pixel) - Ungeschärft

Bild 2 - Aufnahme mit ca. 80mm
- Blende 7,1 - 1/800 Sekunde
Ausschnitt aus dem Bild (600x400 Pixel) - Ungeschärft.
Das Ergebnis ist sehr gut.
Ausschnitt aus dem Bild (600x400 Pixel) - Ungeschärft.
Am Bildrand sind keine ausgeprägten Farbsäume
sichtbar.

Bild 3 Aufnahme mit 35mm und
Blende 8
Ausschnitt aus dem Zentrum (600x400 Pixel) -
Blende 8
Ausschnitt aus Ecke links oben (600x400 Pixel)
- Blende 8
Ausschnitt aus Ecke links oben (600x400 Pixel)
- Blende 2,8

Bild 4 Aufnahme mit 80mm und
Blende 8
Ausschnitt aus dem Zentrum (600x400 Pixel) -
Blende 8
Ausschnitt aus Ecke links oben (600x400 Pixel)
- Blende 8
Zum Vergleich:

Ausschnitt aus Ecke links oben (600x400 Pixel)
- Blende 3,8
Das Tamron SP 35-80mm Zoomobjektiv macht anständige
Bilder. Bei offener Blende ist die Farbkorrektur
erwartungsgemäß nicht optimal, jedoch
wird das Objektiv beim Abblenden unter Blende
5,6 in allen Brennweitenbereichen gut bis sehr
gut. Der Test wurde mit einer Pentax K-5 durchgeführt.
Sie hat einen hoch auflösenden 16,3 Megapixel-Aufnahmesensor.
Das Tamron SP 35-80mm Zoomobjektiv ist durchaus
in der Lage, an so einer Kamera gute Bilder
zu produzieren.
Hinweis:
Dieses Objektiv wurde uns leihweise zur Verfügung
gestellt. Es zeigte Gebrauchsspuren, die darauf
hindeuteten, dass es häufig im Einsatz
war. Wir testeten es an einer Pentax K-5 mit
einem PKA-Adaptall. Die Kommunikation mit der
Kamera funktionierte bei 35mm einwandfrei. Die
Blende wurde über die Kamera gesteuert,
die dazu automatisch die Zeit einstellte. Am
anderen Ende des Brennweitenspektrums sah das
anders aus. Bei 80mm Brennweite waren Belichtungskorrekturen
nötig. Bei Blende 8 betrug der Faktor -2.
Die unterschiedlichen Bildergebnisse zeigten,
dass das Abblenden funktionierte und die Korrekturen
nicht auf eine langsam schließende, verharzte
Blende zurückzuführen war. Sonst wären,
wie die Beispiele zeigen, die Farbsäume
beim Abblenden von 3,8 auf 8 nicht verringert
worden und hätte die Auflösung nicht
zugenommen. Die Ursache für dieses Verhalten
blieb verborgen.
Dieses Zoomobjektiv wird auf der Website adaptall-2.org
als bestes Zoom seiner Klasse und Preiskategorie
bezeichnet. Allen nostalgischen Wünschen
zum Trotz ist es ratsam, eine Aussage dieser Art
auf die Zeit (Herstellungsperiode von 1979 bis
1985), in der dieses Objektiv auf dem Markt war,
einzugrenzen, um keine übertriebenen Erwartungen
zu haben.
Der Brennweitenbereich 35-80mm
wird von vielen modernen Standardzooms abgedeckt.
Das Tamron SP 35-80mm ist ab Blende 5,6 gut
bis sehr gut, aber mit weiter geöffneter
Blende nicht berauschend. Eine wirkliche Bereicherung
der aktuell üblichen DSLR-Ausstattungen
stellt dieses Objektiv nicht dar. Moderne Standardzooms
sind nicht schlechter, bieten technisch mehr
und haben einen größeren Brennweitenbereich.
Das ist kein Grund, dieses Objektiv grundsätzlich
abzulehnen. Wer keine Probleme mit dem manuellen
Fokussieren und dem Verzicht auf kamerainterne
Antiverwacklungsmechnismen hat, wird mit dem
Tamron SP 35-80mm gute Bilder machen können
und eventuell seinen Spaß daran haben.
Interessenten sollten für ein gut erhaltenes
Exemplar nicht mehr als 80 € bezahlen.