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SMC Pentax-A 1:2.8 28mm

© Thomas Gade - August 2013 / Februar 2015


Das SMC Pentax-A 1:2.8 28mm ist ein kleines Objektiv mit einer Festbrennweite aus den 1980'er Jahren. Es wird manuell fokussiert. Wie bei Objektiven dieser mechanisch hochwertigen Bauart üblich, ist der Unendlich-Anschlag des Scharfstellbereichs exakt der richtige Punkt, um für Fernaufnahmen die beste Schärfe einzustellen. In Stellung 'A' übernimmt die Kamera die Blendensteuerung. Das funktioniert selbst mit den neuesten Pentax-Modellen einwandfrei.



Bei 28mm Brennweite ist das manuelle Scharfstellen unkritisch. Zur Belichtung von Filmen weist die Skala der Schärfentiefe für die Blende 8 einen Bereich von 1,5 m bis Unendlich aus.

Technische Daten

Brennweite 28 mm
Blende 2.8 - 22, A
Fokusbereich 0,3m - Unendlich
Filterdurchmesser 49mm
Länge 3,65 cm (bei unendlich)
Gewicht des Tubus 169 Gramm
Optik 7 Elemente, 7 Gruppen
Anzahl der Blendenlamellen 5
Produktionszeitraum 1984 - 1988

Unterschiedliche Quellen nennen 1983 oder 1985.


Optischer Aufbau des Pentax SMC-A 2,8 / 28mm Weitwinkelobjektivs


Das Pentax SMC-A 2,8/28 mm Weitwinkelobjektiv ist mir bereits aus den Jahren des Fotografieren mit den herkömmlichen Spiegelreflexkameras für 35mm Film wohl bekannt. Es wurde zwischen 1984 und 1988 produziert und seiner Nachfolger von zwei vorherigen Versionen mit denselben Daten, die zwischen 1977 und 1982 produziert wurden. Mechanisch und optisch ähneln sich die K- und KA-Varianten, wobei das SMC-A eine Blendensteuerung durch die Kamera ermöglicht.

Alle drei Objektive haben sieben optische Elemente und einen Scharfstellbereich von 30 cm bis unendlich sowie einen Filterdurchmesser von 49 mm. Die erste Version des 2,8 / 2 wiegt 156 g und die beiden Nachfolger jeweils 170 g. Der Durchmesser beträgt jeweils 63 mm und die Länge des ersten 31 mm werden die anderen 37 mm lang sind. Diese Angaben gelten bei einer Einstellung auf unendlich.

Es handelt sich um kompakte und leichte Festbrennweiten. Für die heutigen Digitalkameras ist vor allem die SMC-A Version interessant, weil nur mit ihr der Blendenwert durch die Kamera eingestellt werden kann. Angesichts der Tatsache, dass dieses Objektiv im sehr guten Zustand für unter 100 € auf dem Gebrauchtmarkt erhältlich ist, sind 28 mm Weitwinkel ohne kameraseitige Blendensteuerung uninteressant geworden.

In den Zeiten der Fotografie auf Film war das Wechseln von Objektiven selbstverständlich. Das Einstauben eines Sensors war damals nicht zu befürchten. Das 28 mm Weitwinkel gehörte viele Jahre lang zu den Objektiven, die ich für meine verschiedenen Pentax Kameras mitführte. Am häufigsten setzte ich die Pentax ME-Super ein. Mir gefiel ihre Kompaktheit, die sich im Objektivtrio 28 mm, 50 mm und 135 mm fortsetzte. Wie beiden nicht genutzten Optiken konnte ich den Manteltaschen unterbringen. Damals konnte ich mir kein besseres 28 mm weit Winkel vorstellen. Für die Fotografie auf Film befriedigte es anspruchsvolle Erwartungen.

Die Erinnerung an die leichte Handhabung ließ mich zugreifen, als vor kurzem ein sehr gut erhaltenes, offenbar wenig benutztes SMC-A 2.8 / 28 mm Objektiv angeboten wurde. Bei der kurzen Brennweite ist das manuelle Scharfstellen in Kombination mit einer leicht vergrößernden Okularlupe ein Kinderspiel. Für die Verwendung mit Filmen zeigt die Skala für den Blendenwert 8 eine Schärfentiefe von 1,5 m bis unendlich an. Mit der entsprechenden Einstellung sollte zwischen 3 m bis unendlich bei Blende 8 am hochauflösenden Sensor einer digitalen Spiegelreflex alles scharf abgebildet werden.

Die Pentax K-5 erkennt beim Einschalten, dass an ihrem Gehäuse ein Objektiv befestigt ist, aber nicht dessen Brennweite. Daher erscheint auf dem Display eine Auswahlmöglichkeit, die es erlaubt das Anti-Shake-System mit dem korrekten Wert zu versorgen. Ob man diese Funktion bei 28 mm benötigt, sei dahingestellt, zumal an der DSLR eher mit ISO 400-800 fotografiert wird, als früher mit ISO 100 oder im damaligen Sprachgebrauch, 21 DIN.

Der erste Einsatz fand auf einem Boot statt, das bei Windstille langsam auf einem ruhigen Binnengewässer unterwegs war. Es wurden Inseln im Tegeler See Berlins fotografiert. Die Aufnahmen auf einem 16 MP APS-C Sensor (Pentax K-5) wurden gut, wenngleich nicht ganz auf dem bissigen Niveau der Objektive SMC-A 1,7/50 mm und SMC-A 4/100mm Makro.

Optische Leistung

Das Pentax SMC-A erzeugt etwas abgeblendet (Blende 5,6 oder 8) schöne Aufnahmen, die nicht unter Farbsäumen leiden und von Ecke zu Ecke scharf sind. Gute moderne Objektive sind einen Tick schärfer, aber das Pentax SMC-A liegt nicht weit dahinter. Im Web gibt es unterschiedliche Bewertungen von Benutzern. Sie reichen von "nicht so scharf, wie man es von einer Festbrennweite erwartet" bis Lob in den höchsten Tönen. Vielleicht gab es eine qualitative Serienstreuung, die zu den unterschiedlichen Meinungen führte. Seit Mitte der 1980'er Jahre hatte ich mehrere SMC-A 2,8 / 28mm Objektive, die stets gute Aufnahmen lieferten, sowohl auf Film als auch mit digitalen Kameras.

Schlussfolgerung

Ein Pentax SMC-A 28mm Weitwinkel wird im besten Zustand für rund 80 bis 120 € angeboten. Es ist kompakt und hat eine gute Optik. Wer keine Vorbehalte gegen das Scharfstellen per Hand hat, wird diese Optik mögen.

In Pentax-Kreisen wird seit langem die Frage gestellt, ob die Vollformat DSLR kommt. Im Februar 2015 kündigte Ricoh endlich eine Vollforamtkamera an. Die alten SMC-A Objektive werden eine Renaissance erleben, da sie das Format voll ausleuchten.
 

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