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Pentax MX Spiegelreflexkamera

analoge Fotografie / 135 Kleinbildfilm

2018 © Thomas Gade



Die Asahi Pentax MX erschien 1976 nur ein Jahr nach der größeren Pentax KX, die zur ersten Serie mit dem neu eingeführten K-Bajonett gehörte sowie der ebenfalls 1975 eingeführten Pentax K1000, die zu den meistverkauften Spiegelreflexkameras gehört. Alle drei sind vollmechanische Kameras, die lediglich für die Belichtungsmessung eine kleine Batterie benötigen.

Der japanische Hersteller, damals Asahi Optical K.K., brachte ab Mitte der 1970 er Jahre diverse Modelle heraus, die später einen nahezu legendären Status erhielten. Bereits die früheren Spotmatic und ES Modelle waren schon weit entwickelt, hatten aber noch den M42 Anschluss, der 1975 vom K-Bajonett abgelöst wurde.

Technische Daten

  Pentax MX
Produktion 1976 - 1985
Preis  
Format 35mm Kleinbildfilm
Zeiten B, 1 - 1/1000 Sekunde
Verschluss Tuchverschluss
Objektiv Anschluss Pentax K
Gewicht (nur Gehäuse) 496 g (ohne Batterie)


Pentax MX mit Pentax-M 1:2.8 40mm Pancake Objektiv

Die Pentax MX zeichnet sich durch verschiedene Besonderheiten aus. Außer zur Belichtungsmessung benötigt das Gehäuse keinen Strom. Es ist extrem klein und relativ leicht. Dennoch ist die Pentax MX umgeben von zahlreichen modularen Komponenten, die eine vielseitige Konfiguration ermöglichen.

Die Pentax MX kann mit einem Winder oder einen Motor-Drive ausgestattet werden. Der angebotene Motor Drive MX schafft bis zu 5 Bilder pro Sekunde. Die Bildfrequenz ist stufenlos wählbar im Bereich von 0,5 bis 5 Bilder pro Sekunde. Der Winder der Pentax MX ermöglicht Einzelbildaufnahmen und Serienbild-Aufnahmen mit zwei Bildern pro Sekunde. Sowohl der Winder als auch der Motor Drive sind kompakt gebaut.

Anstelle der Standard-Rückwand können folgende Rückwände verwendet werden: Watch-Data-MX (mit Uhrzeit bzw. Memo-Feld), Dial-Data-MX zur Einbelichtung von Daten sowie eine Langfilmmagazin für 10 m Film für bis zu 250 Aufnahmen. Für die Pentax MX gibt es 8 (!) verschiedene Mattscheiben.






Unterseite der Pentax MX




Der schwarze Lack an den Rändern der Rückwand ist bei stark genutzten Gehäusen oft abgerieben.


Bewertung

Es wird zunehmend schwerer, eine sehr gut erhaltene Pentax MX zu finden. Häufige Probleme: Ihr Verschluss kann träge geworden sein, doch gibt sich das häufig nach etwas Gymnastik, also durch Benutzung (auch ohne Film), um die Bewegungsabläufe wieder flott zu machen. Beim Kauf einer gebrauchten Kamera sollte man prüfen, ob im Batteriefach eine Batterie ausgelaufen ist und falls ja, ob es sich reinigen lässt. Nicht selten ist der Bildzähler defekt, er dreht sich nicht mehr mit. Auch fehlt am Drehring um den Auslöser manchmal ein kleines schwarzes, geriffeltes Plastikstück, das für die Funktion der Kamera aber unbedeutend ist. Es lässt sich leicht durch etwas anderes ersetzen.

Der Gebrauchspreis für die Pentax MX bewegt sich bei gutem Zustand zwischen 50-200 €. Einige Anbieter testen aus, wie weit er sich nach oben treiben lässt. Für ein wirklich gut erhaltenes Exemplar mit nur geringen Gebrauchsspuren und einwandfreien Funktionen werden inzwischen (2018) Preise ab 150 € aufgerufen. Man kann natürlich auch Glück haben und ein Schnäppchen machen, doch die Kenner greifen dann schnell zu.

Der hohe Preis ist erstaunlich, weil alternativ eine technologisch weit entwickelte Kamera, die ebenfalls kleine Pentax ME super eine Belichtungsautomatik enthält und mit der gleichen und preiswerten Batterie wie für die Pentax MX auch lange auskommt. Eine gut erhaltene Pentax ME super ist mit einem guten Standardobjektiv für rund 50 € zu haben.



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