Pentax K10D
Fakten: 10,2 Megapixel Auflösung, 23,5 x 15,7 mm CCD-Farbsensor,
2,5 Zoll Display, Shake Reduction (Funktion gegen Verwackeln),
22 Bit A/D Wandler, Dust Removal (Reinigung des Sensors),
Spritzwasserschutz, Ultraschall AF. Stromversorgung: Lithium-Ionen-Akku
vom Typ D-LI50, Abmessungen 141,5 x 101 x 70 mm, Gewicht
710 g (nur Gehäuse), 790 g (mit SD-Karte und Akku)
Die K10D ist im Vergleich mit den 6-Millionen-Pixeln Vorgängern
relativ klobig und schwer. Die K10D wird von einem speziellen
Akku mit Strom versorgt. Es gibt Gründe Stromquellen
im AA-Batterieformat vorzuziehen. Sie sind überall
zu kaufen. Doch zeigte sich an der Pentax *ist DS und an
der Pentax K200D, dass die Stromversorgung über vier
AA-Akkus oder AA-Batterien nicht ideal ist. Egal, ob 'gute'
Akkus von Ansmann oder Sanyo verwendet werden oder billige
noname Varianten - das Risiko, einen nicht sauber funktionierenden
Akku im Satz zu haben, ist gross.
Trotz Verwendung eines guten Ladegerätes halten viele
Akkus, ob billig oder teuer, nicht lange. Beim Akkuwechsel
mit vermeintlich frisch geladenen Akkus kann es vorkommen,
dass sie nach wenigen Bildern zuwenig Strom liefern oder
im schlimmsten Fall von Anfang an zuwenig. Das passiert
mit den Akkus, die in der Pentax K10D und K20D zum Einsatz
kommen, nicht. Sie erweisen sich als ausserordentlich zuverlässig
und halten lange durch. Gute Ersatzakkus von fremden Herstellern
gibt es über Ebay zum Spottpreis.
Die K10D hat an der Vorder- und Rückseite Infrarotempfänger
für eine Fernbedienung. Ich fotografiere gelegentlich
durch Teleskope, die nichts anderes als Teleobjektive mit
ungewöhnlich langen Brennweiten sind. Eines meiner
Teleskope ist ein 1800mm Teleobjektiv. Das andere hat eine
Brennweite von 2 Metern. Mit Hilfe von Okularen und sogenannten
Barlowlinsen (In der Fotosprache: Telekonverter) können
bedeutend grössere Brennweiten erzielt werden. Für
solche Aufnahmen ist ein extrem stabiles Stativ notwendig.
Je nach Unterbau wird die Kombination aus Kamera und Optik
beim Scharfstellen mehr oder weniger zittern. Die Pentax
K10D hat eine Einstellung, die es ermöglicht, sie mit
einer Infrarotfernbedienung auszulösen. Dabei klappt
zunächst der Spiegel hoch, dann verstreichen drei Sekunden,
in der ihr Zittern abklingt, und anschließend belichtet
wird. Für diese Funktion ist die Fernbedienung zum
berührungsfreien Auslösen an der Rückseite
der Kamera sehr nützlich. Das gilt auch für die
Verwendung des Gehäuses an einem Mikroskop, an der
Reprosäule wie auch in anderen Aufnahmesituationen.
Die Pentax K10D hat leider keine Blitzbuchse.
Fotos mit der K10D:
Aufnahme mit dem 18-55mm Kit-Zoom. Einstellung: 24mm / Blende
8. Zeitautomatik. Autofokus. Belichtung vom Stativ mit Fernauslöser
mit drei Sekunden Verzögerung nach Spiegelvorauslösung.
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| links: Einstellung auf 200 ASA |
rechts: Einstellung auf 800 ASA |
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| links: Einstellung auf 200 ASA |
rechts: Einstellung auf 800 ASA |
Die Aufnahmen wurden nicht geschärft. Bei 200 ASA
löst die K10D Details mit respektablen Tonwertumfang
fein auf. Bei 800 ASA läßt die Bildqualität
nach.

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Pentax K10D neben der Pentax K200. Die K10D ist größer
und robuster. Sie bezieht ihren Strom aus Akkus. Die
K200D arbeitet mit AA-Batterien bzw. AA-Akkus. |
Pentax K200D
Fakten: 10,2 Megapixel Auflösung, 23,5 x 15,7 mm CCD-Farbsensor,
2,7 Zoll Display, Shake Reduction (Funktion gegen Verwackeln),
Dust Removal (Reinigung des Sensors), Spritzwasserschutz,
Ultraschall AF. Stromversorgung: 4x Typ AA-Batterien,
4x Ni-Mh-Akkus, 2 x CR-V3 Lithium-Akkus oder AA-Lithium-Batterien
Abmessung 133,5 x 95 x 74 mm, Gewicht ca. 630 g (nur Gehäuse),
ca. 690 g (mit SD-Karte, mit Lithium-Batterien), ca. 725
g (mit SD-Karte, mit 4x AA Batterien) Dateigrößen:
RAW - ca. 9 bis 10 MB, Tiff (16Bit/48 Bit) ca. 59 MB
Pentax K10D und Pentax K200D gehören zur 10 Millionen-Pixel-Klasse.
Sucht man nach Unterschieden, so sind bei der K200D mehr
Belichtungsprogramme verfügbar, die man kaum benötigt.
Die K10D hat auf der Vorder- und Rückseite jeweils
einen Empfänger für die Infrarotfernbedienung,
während die K200D diesen Sensor 'nur' auf der Vorderseite
aufweist. Die K200D hat vorne kein Einstellrad. Ihr Display
ist geringfügig größer. Praktisch sind die
Unterschiede zwischen den beiden Kameras unbedeutend.
Die mögliche Aufnahmequalität mit der Pentax K10D
bzw. K200D ist, gute Objektive und korrekte Anwendung vorausgesetzt,
hervorragend. Die RAW-Dateien enthalten viel Spielraum für
Bearbeitungen. Die 10-Millionen-Pixel des Sensors ermöglichen
große detailreiche Drucke.
Pentax K20D
Fakten: 14,6 Megapixel Auflösung, 23,4mm x 15,6mm CMOS-Sensor,
2,7 Zoll Diasplay, Lithium-Ionen-Akku vom Typ D-LI50, Shake
Reduction (Funktion gegen Verwackeln), Dust Removal (Reinigung
des Sensors), Spritzwasserschutz, Ultraschall AF, Live View,
AF Front-/Backfocus Justierung, Pixelmapping, konventionelle
Blitzbuchse (!!)
Abmessung: 141,5 x 101 x 70 mm, Gewicht 715 g (nur Gehäuse),
800 g (mit SD-Karte und Akku)
Dateigrößen: RAW - ca. 11 bis 15 MB, Tiff (16Bit/48
Bit) ca 86 MB
Erste Tests mit der K20D offenbarten, dass ihre höhere
(mögliche) Auflösung praktisch kaum Vorteile gegenüber
der K10D und der K200D brachte. In den Schatten der Bilder
aus der geborgten K20D waren gesprenkelt weiße Punkte
zu entdecken, sogenannte Hot Pixels. Das Gehäuse stammte
von einem Pentax Vertreter, der sie einem Fachverkäufer
ausgeliehen hatte. Angeblich war es ein frühes Modell,
das Vertretern gegeben wird bevor die ausgereiften Gehäuse
in den Handel kommen. Die Pentax K20D hat nahezu das gleiche
Gehäuse wie die Pentax K10D. Die beiden Infrarotsensoren
für Fernauslöser sind vorhanden. Die K20D hat
zusätzlich eine Blitzbuchse. Offenbar haben die Nörgeleien
in den Foren dazu geführt, dass dieser Anschluss sein
Comeback erlebt. Die Pentax K10D hat mit ihren guten Ergebnissen
einen hohen Maßstab vorgelegt, an dem sich ihre Nachfolgerin
messen muss. Die K10D wird mit 22 Bit Farbtiefe pro Kanal
beworben. Davon ist bei der K20D nichts mehr zu lesen, bei
der sich ca. 50% mehr Pixel auf einem geringfügig kleineren
(!) Sensor zusammendrängen.
Eine zweite, später produzierte, Pentax K20D wurde
an einem sonnigen Herbsttag mit einem Tamron 18-200mm Zoom
versehen auf eine Dame gerichtet, die in einem Park ihren
Drachen steigen ließ. Die Blende war auf den Wert
8 eingestellt. Das Model war ständig in Bewegung. Die
Aufnahmen enstanden ohne Stativ. Der Autofokus kümmerte
sich um das Scharfstellen. Erwartungsgemäß wurden
unter diesen Umständen nicht alle Bilder scharf, aber
das Verhältnis zwischen scharf, nicht ganz scharf und
unbrauchbar sprach zugunsten der Pentax K20D.
Die knapp 14,6 Millionen Pixel ergeben Dateien, die man
großzügig beschneiden kann, um einen gefälligen
Ausschnitt zu erhalten. Der vollformatige Druck von Ausschnitten
auf hochglänzendes Din A4 Papier zeigte, dass selbst
ein Verlust von 60% der Daten verblüffend detailreiche
Ergebnisse ermöglicht. Vergleichbare Ausschnittsvergrößerungen
von handelsüblichen Kleinbildnegativen kämen qualitativ
keinesfalls mit. Die höhere Auflösung der K20D-Daten
bietet einen größeren Spielraum als die 10-Millionen-Pixel-Klasse.
Um das Potenzial der K20D ausnutzen zu können sind
gute Objektive nötig.
Neben diesem positiven Aspekt gibt es leider eine ernstzunehmende
Einschränkung. Die dunklen Partien der K20D-Dateien
weisen erheblich mehr Rauschen auf als vergleichbare Bilder
aus der K10D oder K200D. Das Rauschen (Farbsprenkel und
Tonwertabrisse in den dunkelsten Bildpartien) ist selbst
bei unteren Empfindlichkeitseinstellungen sichtbar. Die
RAW-Daten der K10D-Klasse bieten einen großen Spielraum
zum Aufhellen von Schattenpartien, der bei der Pentax K20D
nicht mehr vorhanden ist.
Fotos mit der K20D:
Aufnahme mit dem 18-55mm Kit-Zoom. Einstellung: 24mm
/ Blende 8. Zeitautomatik. Autofokus. Belichtung vom
Stativ mit Fernauslöser mit drei Sekunden Verzögerung
nach Spiegelvorauslösung.
Einstellung auf 800 ASA |
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Vergleich Pentax K10D mit K20D
Die Bilder wurden mit 1,7/50mm SMC-A Objektiven bei Blende
6,7 aufgenommen. Die Auslösung der nebeneinandergestellten
Kameras erfolgte mittels Infrarot-Fernauslöser, Spiegelvorauslösung
und 3 Sekunden Wartezeit bis zum Öffnen des Verschlusses.
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Pentax K10D - volles Bild |
Pentax K20D - volles Bild |

Pentax K10D / 200 ASA |

Pentax K20D / 200 ASA |

Pentax K10D / 800 ASA |

Pentax K20D / 800 ASA |

Pentax K10D / 200 ASA |

Pentax K10D / 800 ASA |
Pentax K10D: Bei höherer Empfindlichkeitseinstellung
nimmt das Rauschen zu und die Detailauflösung sinkt.

Pentax K20D / 200 ASA |

Pentax K20D / 800 ASA |
Pentax K20D: Bei höherer Empfindlichkeitseinstellung
werden homogene Flächen in Farbsprenkel aufgerissen.
Zudem gibt es erkennbare Tonwertabrisse an den Kanten zu
sehr dunklen Zonen (Schatten). Hat man vor, die Schatten
aufzuhellen, sind die Dateien der K20D bei höhen ASA-Einstellungen
nicht optimal. Dank der internen Bildstabilisatoren in den
Pentax K10D und K20D sind 200 ASA am Tage meistens die richtige
Wahl. In der Praxis fällt die Qualitätsverschlechterung
bei 800 ASA erst beim Din A4 Print auf. Hilfreich ist bei
hohen Empfindlichkeitseinstellungen die Verwendung eines
guten Korrekturprogramms wie NoiseNinja, um feine Bildstörungen
zu beseitigen. Über 800 ASA lassen sowohl die K10D
als auch die K20D stark nach.
Din A4 Abzüge von unbeschnittenen Dateien aus beiden
Kameras kann man nicht eindeutig der einen oder andern Kamera
zuordnen. Die K10D erreicht bereits das Auflösungsvermögen
von guten Tintenstrahldruckern. Bei Ausschnitten und/oder
größeren Druckformaten hat die K20D einen Vorsprung.
Hinweis: Alle Fotos
wurden als RAW-Dateien ausgegeben, diese mit Adobe
DNG Converter zu dng-Dateien konvertiert und mit RAW-Shooter-Premium
(für Pentax modifiziert) zu Tiffs verarbeitet. Die
technischen Daten der Kameras sind auf der Homepage von
Pentax zu finden.