| Allgemeines
VueScan ist ein Programm zum Scannen und zur
Stapelverarbeitung von Bilddateien. Es ermöglicht
die Bedienung von knapp 800 verschiedenen Scannern
und verarbeitet RAW-Dateien aus Digitalkameras
und Adobes DNG Format, beinhaltet eine OCR (Texterkennung)
und gibt PDF-Dateien aus. Mit Hilfe von VueScan
sind Scanner, Kameras, Monitore und Drucker
profilierbar. Das Programm enthält einen
Universaltreiber für viele Scanner. Die
Originalsoftware des Herstellers wird meist
nicht benötigt.
Es gibt zwei Versionen, nämlich VueScan
und VueScan Pro. Sie existieren für Linux,
Mac und Windows Betriebssysteme. Die VueScan
Pro Version kostet 79 $ und kann auf der Website
www.hamrick.com online erworben werden. Es ist
nicht empfehlenswert, die günstigere nicht-Pro
Version zu kaufen. VueScan ist englischsprachig
und es sieht nicht danach aus, dass der Entwickler,
Ed Hamrick, etwas daran ändern möchte.
Der Preis beinhaltet kostenlose updates. Das
Programm wird laufend verbessert und an neu
erscheinende Scanner, Digitalkameras, Dateiformate
etc. anpasst. Fragen beantwortet Hamrick persönlich
und schnell per Email.
VueScan ermöglicht bestmögliche
Scans mit hoher Farbtreue. Gemessen an seinem
Nutzen ist es spottbillig. Zum Funktionsumfang
gehört Multi-Sampling, Scannerprofilierung,
Infrarotreinigung (mit geeigneten Scannern),
Farbrestaurierung und etliches mehr, womit die
Konkurrenz lautstark angibt und sich sehr teuer
bezahlen läßt.
Es lassen sich drei Menueeinstellungen aufrufen:
guided, less und advanced. Mit 'guided' unterstützt
ein Assistent das Eintragen der Vorgaben. Mit
'less' (weniger) werden weniger Einstellungen
angezeigt wie mit 'advanced' (mehr/fortgeschritten).
Je nach angeschlossenem Scanner oder gewünschten
Optionen, verändern sich die Menues. Es
gibt die Ausgabeformate: tif, jpg, ocr-text
und pdf.
Benutzeroberfläche

VueScan hat in der oberen Zeile ein Menue mit
diversen Einstellungen.
Darunter befinden sich sechs
hintereinanderliegenden Registerkarten die jeweils
einem Thema zugeordnet sind. Mit einem Klick
auf einen Begriff schiebt sich die dazugehörige
Registerkarte in den Vordergrund.
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Hier sieht man beispielhaft die Karte
'Input' zur Eingabe von verschiedenen
Vorgaben. Grundsätzlich werden
hier folgende Festlegungen getroffen:
Welche Aufgabe ist zu erfüllen?
Aus welcher Quelle stammen die Bilder?
/ Welcher Scanner wird benutzt?
Welcher Vorlagentyp soll gescannt /
verarbeitet werden?
Sollen mehrere Bilder nacheinander bearbeitet
werden?
Mit welcher Auflösung werden die
Bilder gescannt ?
etc.
Je nach benutztem Scanner oder sonstigen
Bildquelle zeigen die VueScan-Registerkarten
unterschiedliche Felder an. Wenn es
nicht möglich ist, mit einem Scanner
mehrere Bilder in einem Arbeitsgang
nacheinander bearbeiten zu lassen, wird
die Option 'Batch scan' nicht angeboten.
Statt 'Multi exposure' könnte 'Multi
scan' zu sehen sein. Für Scanner
mit einer infrarotgestützten Schmutz-
und Kratzerbeseitigung erscheint in
der Registerkarte 'Filter' eine An-
und Ausstellmöglichkeit dieser
Funktion. Verfügt ein Scanner nicht
über diese Technik, erscheinen
die diesbezüglich relevanten Einstellfelder
nicht.
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Unten findet man folgende
Leiste:

Mit 'Preview' wird eine Voransicht erstellt.
'Scan' löst den Scannvorgang aus. 'Guide
me' ist eine Assistenzfunktion, die Anfänger
unterstützt. 'Less' oder 'More' verändern
das Aussehen der Registerkarten. Mit 'Less'
wird die Menge der Einstellfelder reduziert.
Mit 'More' werden alle verfügbaren Optionen
angezeigt. Ein Klick auf 'Refresh' zeigt das
Vorschaubild nach der Anwendung der getroffenen
Einstellungen. Die Zeichen auf der rechten Seite
erklären sich selbst: Speichern, drucken,
drehen, Vorschaubild verkleinern oder hineinzoomen.
Mit den Pfeilen wird aus mehreren Vorschaubildern,
die im Arbeitsspeicher (!) vorhanden sind, eines
ausgewählt. Während des Scannens erscheint
die Schaltfäche 'Abort'. Ein Klick darauf
bricht die laufenden Aktionen ab. Um eine Stapelverarbeitung
anzuhalten, wird besser „Input|Batch scan“
auf „Off“ gestellt, nachdem das
aktuelle Einzelbild fertiggestellt ist.
Wird auf 'Guide me' geklickt, ändert sich
das Aussehen der unteren Leiste:
In diesem Modus fragt das Programm Schritt für
Schritt ab, welche Aufgabe der Anwender erfüllt
haben möchte. Nach jeder Eingabe klickt
man auf die grüne 'Next' Schaltfläche
in der unteren Zeile.
Unter den Karteikarten kann
eine Grafik eingeblendet werden. Beispielsweise
das Histogramm. Es hat nicht, wie in anderen
Programmen üblich, drei Regler, sondern
nur zwei zur Festlegung der Weiss- und Schwarzpunkte.
Alternativ kann eine Gradationskurve eingeblendet
werden. Sie besteht aus der gewohnten Diagonale
und kann über zwei Schieberegler manipuliert
werden.
Es gibt weitere Grafiken, die in der Praxis
weniger bedeutsam sind.
Die rechte Hälfte der
Benutzeroberfläche enthält ein Fenster
zur Anzeige der Voransicht und des Scans.
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Das
Wählen eines Ausschnitts erfolgt
so: Zuerst die „Preview“-Schaltfläche
betätigen, dann die Ränder des
Ausschnitts auf die gewünschte Position
bewegen oder den gesamten Rahmen verschieben
oder mit gedrückter linker Maustaste
einen neuen Rahmen ziehen. Für Scanner
mit Autofokus wird die Fokusposition mit
der Maus verändert indem das animierte
Fokuspositions-Kästchen zur gewünschten
Position bewegt wird. Den vom Programm
automatisch gewählten Ausschnitt
kann man mit einem Doppelklick auf das
Bild wiederherstellen. Das “Preview”-
[Vorschau-]Fenster vermittelt einen Eindruck,
wie Farbe und Kontrast des fertig gescannten
Bildes aussehen werden. Das „Scan“-Fenster
zeigt nach dem Digitalisieren das Bild,
welches als Datei gespeichert und/oder
gedruckt werden kann.
Um einen Farbabgleich vornehmen, sucht
man eine Bildstelle, die in natura grau
ist. Darauf klickt man mit der rechten
Maustaste (Mac OS: klicken und die Control-Taste
gedrückt halten). Dieser Vorgang
enstpricht der Anwendung der Graupipette
im Photoshop und in anderen Bildbearbeitungsprogrammen.
Der so vorgenommene Farbabgleich kann
mit einem Doppelklick auf das Bild zurückgesetzt
werden (Mac OS: Control-Taste gedrückt
halten).
Die Farbwerte und die Position des Pixels
unter dem Mauszeiger sind in der Statusleiste
unten rechts zu lesen, wenn der Cursor
über das Bild bewegt wird.
Die Dichte [density] eines beliebigen
Punktes wird angezeigt, wenn der Mauszeiger
bei gedrückter STRG-Taste über
das Bild bewegt wird. |
Nach Veränderung einer
Einstellung, die das Aussehen des „Preview“
[Vorschau] oder eines Scans beeinflusst, entsteht
eine kurze Verzögerung, nach der die Anzeige
aktualisiert wird. Das kann man vermeiden, indem
"Prefs|Auto refresh" deaktiviert wird
und „Prefs|Refresh delay“ [auf der
Registerkarte „Prefs“] auf 0 steht.
Die Aktualisierung erfolgt dann manuell mit
einem Klick auf 'Refresh' in der unteren Leiste.
Die Wirkung von Einstellungenänderung(en)
werden bei gedrückter Alt-Taste (Mac OS:
Option-Taste) mit einem Mausklick sichtbar.
Auf diese Weise kann man zwischen einem veränderten
und dem ursprünglichen Aussehen hin- und
herschalten.
Infos zu den Funktionen
Preview, Scan und Save (Diskettensymbol)
Die Wirkungsweise ist abhängig von diversen
Einstellungen in den Registerkarten.
“Preview” [Vorschau]
Ein Klick auf diese Schaltfläche bewirkt
einen raschen Vorschau-Scan des Bereichs, der
in „Crop|Preview area“ festgelegt
wurde und zeigt das Ergebnis im Vorschaufenster.
Eine Vorschau (bzw. Voransicht) erfolgt normalerweise
mit einer niedrigern Auflösung. In der
Vorschau wird der Bildausschnitt festgelegt
und Einstellungen hinsichtlich der Filterung,
Farbabgleich, Helligkeit etc. geprüft,
die beim endgültigen Scan angewandt werden.
Wenn mehrere Vorschaubilder erstellt werden
(z.B. von einem Filmstreifen in einem geeigneten
Scanner), benutzen man die „Input|Batch
scan“ Einstellung. Es können mehrere
Vorschaubilder im Speicher behalten werden.
Man wechselt zwischen den verschiedenen Bildern
mit der Funktion „Input|Frame number“.
Werden Dateien von der Festplatte oder einem
anderen Speichermedium verarbeitet und die Nummer
der ersten Datei einer durchnummerierten Serie
(z.B. scan0001.tif) eingeben, können sie
für das Auswählen einer Datei die
Einzelbildnummer benutzen. Wenn zum Beispiel
„Input|Files“ auf „scan0001.tif“
eingestellt ist und „Input|Frame number“
auf den Wert 12, wird VueScan die Datei „scan0012.tif“
suchen, wenn auf „Preview“ gedrückt
wird. Andere Optionen für das Festlegen
von Nummerierungen für VueScan-Dateien
sind im Abschnitt über die „Output“-Registerkarte
beschrieben.
“Scan”
Bei einem Klick auf diese Schaltfläche
wird gescannt, das Bild im Scan-Fenster angezeigt
und optional in die Dateiformate gespeichert,
die in der Registerkarte „Output“
eingestellt wurden.
Wenn ein Vorschau-Scan nicht verfügbar
ist, wird VueScan erst eine Vorschau durchführen,
um Belichtung und Freistellungsbereich zu berechnen.
Wenn „Input|Lock exposure“ aktiviert
ist und „Crop|Auto offset“ und „Crop|Auto
rotate“ nicht, wird keine Vorschau durchgeführt.
Wenn sie mehr als ein Einzelbild scannen möchten,
benutzen sie die Einstellung „InputBatch
scan“. Wenn sie aus einer Datei scannen
und die Nummer der ersten Datei einer durchnummerierten
Serie (z.B. scan0001.tif) eingeben, können
sie zum Auswählen einer Datei die Einzelbildnummer
benutzen. Wenn zum Beispiel „Input|Files“
auf „scan0001.tif“ eingestellt ist
und „Input|Frame number“ auf den
Wert 12, wird VueScan die Datei „scan0012.tif“
suchen, wenn auf „Preview“ gedrückt
wird. Andere Optionen für das Festlegen
von Nummerierungen für VueScan-Dateien
sind im Abschnitt über die „Output“-Registerkarte
beschrieben.
“Save” [Diskettensymbol]
Ein Klick auf diese Schaltfläche bewirkt
das Speichern des letzten Vorschau-Scans oder
endgültigen Scans als TIFF-, JPEG-, PDF-,
OCR-Text-, Index- und/oder Rohdatei, wie in
der Registerkarte „Output“ festgelegt.
Wurde gerade eine Vorschau erstellt, wird das
Vorschaubild gespeichert. Wurde gerade gescannt,
wird der Scan gespeichert. Der einzige Unterschied
wird die Auflösung der Ausgabedatei(en)
sein, die bei „Input|Preview resolution“
und „Input|Scan resolution“ festgelegt
ist. Der Ausschnitt, Filter und Farbeinstellungen
werden auf sowohl auf die Vorschau wie auf den
Scan angewandt. Normalerweise wird man nur die
Scans speichern. Steht „Input|Auto save“
auf „Scan“ einstellen, wird automatisch
gespeichert, nachdem der Scan erfolgt ist. Wenn
nach dem Scannen Änderungen des Ausschnitts,
der Filter- oder Farbeinstellungen vorgenommen
werden sollen, muss nicht nochmal gescannt werden.
Man ändert einfach die Einstellungen und
erzeugt mit einem Klick auf die Schaltfläche
„Save“ eine oder mehrere weitere
Dateien des Bildes erzeugt. Das ist möglich,
da VueScan die Rohdaten des Bildes im Arbeitsspeicher
behält und verschiedene Ausgaben davon
veranlasst werden können ohne jedesmal
neu scannen zu müssen.
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