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Noise Ninja |
Thomas Gade Oktober
2005 |
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Noise Ninja ist ein Programm von PictureCode
zur Reduzierung einiger Fehler in Bilddateien. Dazu
gehören das sichtbare Korn von gescannten Filmen
und das sogenannte Rauschen, welches bei Digitalkameras
mit einer hohen Empfindlichkeitseinstellung oder Scannern
beim Digitalisieren von sehr dunklen Zonen in Filmen
auftritt. Zudem mindert Noise Ninja sichtbare jpg-Fehler.
Vor der Verwendung eines neuen Programms
blättere ich im Handbuch. Wie heutzutage üblich,
liegt es nur als pdf Datei vor. Erfreulicherweise umfaßt
sie nur 54 Seiten und der beidseitige Ausdruck auf einem
Canon i865 ist rasch erledigt. Der Text ist englisch.
Das Buch ist sehr benutzerfreundlich strukturiert. Nach
der Titelseite und dem Inhaltsverzeichnis folgen zunächst
nicht die Installationsanweisung oder eine Liste mit
den Mindestanforderungen sondern ein Kapitel mit der
Nummer 0.
Es beginnt mit wenigen Zeilen, über denen die Überschrift
"The thirty second guide to Noise Ninja" (Frei
übersetzt: "Die 30-Sekunden Anleitung für
Noise Ninja") steht. In sechs Sätzen wird
ein Handlungsablauf beschrieben, der viele Bilder effektiv
korrigiert. Auf der nächsten Seite beginnt der
"The five-minute guide to Noise Ninja." (5-Minuten
Anleitung für Noise Ninja). Hier erfährt man
einiges mehr über die Funktionen, Optionen und
Arbeitsweisen des Programms. Das Kapitel 1 enthält
eine Einleitung, in der erklärt wird, was man mit
dem Begriff Rauschen' meint, was Noise Ninja kann
oder nicht kann, Installations-, Registrier und Hinweise
zum Konfigurieren der Anwendung. Danach kommen die Kapitel
"Using Noise Ninja", "More about noise
profile" und "Other topics". Wahrscheinlich
werden viele Nutzer kaum mehr als das kurze Kapitel
0 lesen.
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Scannen, Rauschen und Korn
Links: Japan, 1970, Weltausstellung. Diapositiv.
Qualität: Relativ scharf; Der Film ist körnig.
Das Dia wurde mit einem Nikon Coolscan 5000 gescannt.
Das Gerät neigt bei körnigen Filmen
dazu, das Korn stark zu betonen.
Die folgenden Bilder zeigen einen unkorrigierten
Ausschnitt mit unnatürlich wirkenden Farbsprenkeln
und die gleiche Bildpartie nach einer Optimierung
mit Noise Ninja. Das Ergebnis ist wunderbar. Vor
der Korrektur muß Noise Ninja die betreffende
Datei analysieren und ein Profil erstellen oder
ein bereits vorhandenes laden. Für Digitalkameras,
Scanner und digitale Bilderserien, die sehr ähnliche
Fehler aufweisen, können eigene Profile erzeugt
werden. Der Vorgang ist simpel.
Wenn man Bilder einzeln mit Noise
Ninja bearbeitet und die Einstelloptionen geschickt
nutzt, sind dramatische Bildverbesserungen möglich.
Das Programm ist sehr effektiv und kann in Stapelverarbeitungsprozesse
integriert werden. Aber dabei ist Vorsicht angebracht.
Hinweis zur Stapelverarbeitung
Die Softwareentwicklung der vergangenen Jahre
hat laufend erstaunliche Lösungen hervorgebracht.
Seit einigen Jahren wird GEM von Applied Science
Fiction (inzwischen von KODAK einverleibt) in
vielen Scanprogrammen oder als Photoshop-Plugin
zur Kornreduzierung genutzt. Noise Ninja und Neat
Image zeigen, daß es noch besser geht und
es wird weitere Fortschritte geben. Insbesondere
die automatische Bildanalyse zum Definieren von
Fehlern und den beabsichtigten Strukturen im Bild
ist noch nicht ausgereift. Gleiches gilt für
die Expertendialoge, mit denen man Korrekturanweisungen
gibt.
Wer große Bildbestände prophylaktisch
mit hohen Auflösungen digitalisiert, kommt
um Stapelverarbeitungen nicht herum. Bilddateien
sollten den Scanvorgang nur mit Basiskorrekturen
in unkomprimierten Formaten verlassen. Optimierungen
mit Noise Ninja, GEM Neat Image oder anderer zum
Zeitpunkt der Bearbeitung aktueller Software werden
an Kopien angewandt und nicht am Original, um
sich zukünftige effektivere Lösungen
mit noch besserer Software nicht zu verbauen.
Gleiches gilt für Dateien aus Digitalkameras.
Sie werden im RAW Format ausgegeben. Solange die
RAW- oder DNG-Formate keine Implementierung von
IPTC Daten mit Bildbeschreibungen, Schlüsselwörtern
und Urhebervermerken erlauben, werden sie unter
Mitnahme der gesamen Tonwerte in ein 16-Bit Tif-Format
konvertiert. Man kann sie drehen, beschneiden,
Perspektivische Fehler und Tonwerte korrigieren
und dann als Urdatei (ja, ich weiß, was
Sie sagen möchten ...) speichern. Diese bleibt
fortan unangetastet und wird mit einem Schreibschutz
versehen bzw. auf einem permanenten Datenträger
gespeichert.
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Ausschnitt 1: Unkorrigiert

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