| Fotostation
Pro 4 |
© Thomas Gade Dezember 2003 |
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Fotostation ist eine Software zur Verwaltung,
Bearbeitung und Beschriftung von Fotos. Neben einem guten
IPTC-Editor ist es sehr nützlich zur Erstellung von
Internet-Bildkatalogen. Fotostation 4 oder 4.5 wurde früher
unter anderem mit Digitalkameras im Paket verkauft. Für
Jpg-Fotos sind die alten Versionen immer noch sehr gut einsetzbar.
Fotostation 4 - Thumbnailübersicht
Der Screenshot zeigt eine frühe Version von Fotostation
4. Der Hersteller, eine norwegische Firma namens Fotoware,
bringt häufig Updates raus, die 'build xyz' heißen.
Die Nummer hinter dem Begriff build ist fortlaufend. Seit
irgendeinem Update läuft Fotostation nur noch mit einem
parallel installierten Quicktime. Mit Fotostation kann man
Verzeichnisse wählen und die Bilder einlesen. Unter
den Miniaturen steht der Name. Sind die Fotos IPTC-konform
beschriftet, sieht man unten in einem weißen Feld
den Text der Objektbeschreibung. Markiert man ein Bild und
klickt auf 'Öffen', erscheint das jeweilige Bild in
einer Einzelansicht und kann bearbeitet werden. Bei Colorbildern
zeigt Fotostation ein Histogramm mit den drei Farbkanälen.
Mit Automatikfunktionen lassen sich Bilder korrigieren und
mittels der Farbeinstellungen manuell nachjustieren. Wer
sich mit diesen Werkzeugen vertraut gemacht hat, kann schnell
einen Haufen Rohscans bearbeiten. Eventuell ist eine Feinabstimmung
im Photoshop notwendig. Die meisten Jpg-Bilder werden mit
Fotostation zügig und gut getrimmt. Das ist besonders
für Bilder, die bereits im Archiv sind und vor einer
Verwendung rasch nochmal aufpoliert werden sollen, klasse.
Für 16-Bit-Tiffs ist das Programm nicht geeignet, weil
es die Farbtiefe auf 8 Bit reduziert.

Fotostation 4 und 4.5 - Bildbearbeitungsmodus
Besonders angenehm ist die Serienbearbeitung geregelt. In
der Thumbnailübersicht werden die zu bearbeitenden
Bilder markiert. Klickt man dann auf 'Öffnen' wird
ein Bild nach dem anderen zur Bearbeitung geöffnet.
Nach dem Speichern eines Fotos öffnet sich automatisch
das nächste. Sie werden also nicht gleichzeitig geöffnet
sondern nacheinander. Das ist wesentlich flotter als im
Photoshop. Somit ist Fotostation ideal für das schnelle
(Vor-)Bearbeiten von größeren Bildmengen.
Fotostation 4.5 verlangt unter Windows zwingend 'kleine
Schriftarten', um eine einwandfreie Darstellung zu gewährleisten.
Sonst werden Untermenues und Textfelder angeschnitten. Das
ist bei Bildschirmen mit hohen Auflösungen wegen der
kleinen Schrift nicht ideal. Die kritischen Fenster erscheinen
nicht in voller Bildschirmgröße sondern wie Pop
Ups. Sie lassen sich nicht vergrößern und haben
keine Scrollbalken, die es ermöglichen würden,
den angeschnittenen Inhalt komplett zu sehen.
Fotostation 4.5 - angeschnittene Fenster
Das Textfeld unterhalb der Thumbnails enthält in älteren
Versionen (Fotostation 4) nur die Objektbeschreibung. Fotostation
4.5 zeigt zuerst Exif-Daten, die von der Digitalkamera stammen.
Der für die Archiverung maßgebliche Text erscheint
darunter. Wer seine Einträge lesen möchte, muss
das Textfeld zu Lasten der Thumbnailübersicht vergrößern.
Man sollte die Exif-Darstellung ausblenden können.
Ausschnitt aus Fotostation 4.5
Fotostation versus Fotostation Pro
Die 'einfache' Fotostation, die mit Digitalkameras oder
Scannern gebundelt wurde oder preiswert erhältlich
war, bietet nahezu alles, was man für die Organisation
von Jpg-Bildern, des Generierens von Webseiten und diverser
anderer Dinge benötigt. In Kombination mit einem gutem
Bildbearbeitungsprogramm für präzise Feinarbeiten
und einem HTML Editor ist man für die meisten Aufgaben
wohl ausgestattet. Die Suchfunktion ist hervorragend.
Wozu gibt es dann Fotostation Pro? Sie ist der Kern eines
modularen Systems aus mehreren Komponenten besteht, die
man individuell erwerben muß. Große Verlage,
die Bildbestände erzeugen, verwalten und in vielfältiger
Weise verwenden, können mit der Software von Fotoware
den gesamten Arbeitsfluss von der Erfassung einer Bilddatei
bis zum Druck organisieren. Die Bildverwaltung von großen
Beständen, auf die viele Nutzer an vielen Plätzen
gleichzeitig zurückgreifen, erfordert andere Methoden
als die 'einfache' Fotostation anbot. Um eine volle 16-Bit-Kompatibiliät
zu erhalten, ist (leider) das Modul 'Color Factory' notwendig.
Für kleinere Archive bietet Fotostation Pro nur eine
Funktion, die wirklich wichtig ist: Massenänderung
an Texteinträgen.
Beispiel: Ein Museum ändert seinen Namen. Das manuelle
Editieren der Quellhinweise in den individuellen Texteinträgen
würde sehr lange dauern. Mit Fotostation Pro können
alle Textdaten, die sich in den Bildern befinden, ausgelesen
und in einer einzigen Text- oder Exceldatei untergebracht
werden. Mit der Suchen/Ersetzen Funktion aus Office werden
die zu ändernden Angaben bearbeitet. Anschließend
werden die Daten mit Fotostion Pro reimportiert. Das geht
schnell. Es ist ratsam, alle zu bearbeitenden Bilder vor
solchen Manipulationen zu kopieren und mit den alten Texteinträgen
zu sichern, da mit diese Methode riskant ist. Die Gefahr,
dass bei unsachgemäßer Anwendung ungewünschte
Folgen auftreten, ist gross. Der exportierte Urtext sollte
stets unbearbeitet als Kopie vorhanden sein. Man darf in
dem exportierten Text niemals ein Semikolon einfügen
oder beseitigen und niemals mit der Suchen/Ersetzen Funktion
irgendeine Buchstabenfolge oder Begriffe bearbeiten, die
im Dateipfad stehen.
Entwicklung von Fotostation 4 zur 5.x.
Ausgehend vom Leistungsprofil von Fotostation
Pro 4.x und den Trends in der Bildbearbeitung und -verwaltung
standen folgende Wünsche auf dem Zettel: Volle 16-Bit-Kompatibilität,
Autokorrektur wie bisher aber mit der Option, Korrekturgrenzen
einzugeben, um Zeichnungsverluste in den Schatten und Lichtern
zu vermeiden. Weiterhin einen präziseren Stempel sowie
einen weniger sensiblen Button für den Beschneiderahmen.
Was ist daraus geworden?
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Pro 5
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