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Tintenstrahl
Drucker - Inkjet |
Thomas Gade
Oktober 2009 |
Reinigung eines Druckkopfs
Tintenstrahldrucker haben entweder einen Druckkopf
und separate Tintentanks oder sie haben Tintenpatronen
mit eingebauten Druckköpfen. Es kann vorkommen,
dass Druckköpfe schlecht drucken, weil ihre Tintendüsen
oder Tintenkanäle durch eingetrocknete Tintenresten
zugesetzt sind. Die Anbieter von Tinten bieten Flüssigkeiten
mit phantasievollen Namen wie 'Düsenreiniger'
an, die helfen sollen, die Tintenwege wieder freizubekommen.
In der Regel reicht dafür ganz normales sauberes
Leitungswasser. Die Druckköpfe aus meinen Tintenstrahlrduckern
von Canon halte ich im Bedarfsfall einfach unter den
Wasserhahn und lasse den Wasserstrahl auf die feinen
Siebe, durch die die Tinte aus den Patronen in den
Druckkopf laufen, rinnen. Dabei sollte man aufpassen,
dass die elektrischen Kontakte auf der Rückseite
des Druckkopfes trocken bleiben. Diese Dusche hilft
meistens.
Etwas schonender geht es mit Hilfe eines Plastikbechers
mit Deckel. Man schneidet eine Öffnung in den
Deckel, durch die der etwas nach unten herausragende
Teil des Druckkopfes mit den Düsen passt.
Dann füllt man den Becher mit klarem, warmen
(gefilterten) Wasser bis etwa einen Millimeter unterhalb
des Deckels. Das geht am besten mit aufgesetztem Deckel
durch dessen neue Öffnung. Ein (aber wirklich
nur ein!) Tropfen Spüli oder Netzmittel aus dem
Fotolabor vermindert die Oberflächenspannung
des Wassers und begünstigt den beabsichtigen
Prozess. Anschließend setzt man den Druckkopf
so in die Aussparung, dass die Düsen im Wasser
sind. Man kann beobachten, wie Tintenfäden nach
unten ziehen. Auf diese Weise vermeidet man Nässe
auf den empfindlichen elektronischen Kontakten. Der
Erfolg kann sich nach wenigen Minuten bis Stunden
einstellen.
Druckköpfe sind Verschleissteile. Irgendwann sind
sie kaputt. Ihre Funktionsfähigkeit ist nicht nur
vom Tintenfluss abhängig sondern auch von der Technik,
die für das kontrollierte Ausstossen der Tinte
beim Drucken sorgt. Wer viel druckt oder auch mal längere
Zeit gar nicht druckt, Fremdtinten verwendet oder Patronen
selbst 'refillt', wird mit der Pflege des Druckkopfes
konfrontiert. Es ist sinnvoll, sich ein Zeitlimit für
die Reaktivierung eines Druckkopfes zu setzen. Hat man
es nach, sagen wir mal, einer Stunde nicht geschafft,
sollte man einen Ersatz kaufen.
Ein Druckkopf für einen älteren Canon Pixma
ip4000 kostet ca. 55 € während ein neuer Drucker
für ca. 80 € zu bekommen ist. Lohnt sich der
neue Drucker? Nicht immer. Es gibt ältere Drucker,
die mit sehr billigen Tintenpatronen hervorragend drucken,
wohingegen neue Drucker mit wesentlich teureren Patronen
betrieben werden.
1999 - 2009 © Thomas Gade - Jede Veröffentlichung
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Gade - Mai 2005 |
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