photoinfos.com
       

Impressum



medienarchiv.com

vuescan.de

Oxly - Blog





Fotoindex Tutorial:         Histogramm  / Tonwertkurve Thomas Gade / Juli 2005   Page:   1    2

Anwendung des Histogramms:

Folgendes Bild zeigt Mohnblumen. Sie wurden mit einer Digitalkamera aufgenommen und im RAW-Modus ausgegeben.
Das ist ein Format, welches es dem Fotografen überläßt, das Bild weitreichend zu bearbeiten. Moderne Kameras haben 10-Bit bis 14-Bit Analog-Digital-Wandler und liefern mehr Abstufungen als eine 8-Bit-Datei enthalten kann. RAW-Daten enthalten alle Tonwertstufen. Man kann die Dateien in 16-Bit-Tiff-Dateien konvertieren und dann bearbeiten. Sehr schön geht das mit der kostenlosen Software RawShooter von pixmantec.
RAW Dateien eignen sich zur Zeit noch nicht so gut zur Archivierung, da man keine IPTC Informationen in die Dateien eintragen kann.


  

Der Schwarze Buckel auf dem grauen Hintergrund zeigt die Verteilung der Tonwerte. Rechts sind die dunklen Töne und links die Hellen.
An der linken Kante ist absolutes Schwarz. An der rechten Kante ist absolutes Weiss. Man kann erkennen, daß auf beiden Seiten bis zum Beginn der Tonwertkurve eine Lücke existiert. Unter der Kurve gibt es drei Schieber.

Um den eine optimale Ausnutzung des gesamten Bereichs zwischen Schwarz und Weiß zu realisieren, zieht man das kleine scharze und weiße Dreieck an die Kurve ran. Wohlgmerkt, ran aber nicht rein! Mit dem mittleren Regler kann man die Helligkeit des Bildes beeinflussen. Zieht man ihn nach links, wird das Bild heller und umgekehrt.


  


Als Ergebnis erhalten wir folgendes Bild:

  

Viele Bildoptimierungsautomatiken geben grober ans Werk und spreizen die Tonwertkurve über den rechten und linken Rand hinaus. Damit werden sehr helle und sehr dunkle voneinander unterscheidbare Tonwerte brutal auf nicht voneinander unterscheidbares Weiß und Schwarz gesetzt. Wenn Sie sich ein Fotoarchiv anlegen, welches möglichst viele Bildinformationen in den einzelnen Dateien beinhalten soll, ist das in der Regel nicht zulässig. Mit zunehmender Erfahrung wird man Bildtypen kennelernen, bei denen ein Tonwertbeschnitt links oder rechts legitim sein kann. Bevor man sich dabei ein sicheres Urteil erlaubt, bleiben die Regler vor der Kurve. Mitunter wirken die Bilder dann blaß und kontrastlos. Akzeptieren Sie das zunächst.

  

Anfänger schieben die Schwarz und Weißscheiber gerne auch sehr weit in die Kurve:

  

Dann erhalten wir folgendes Ergebnis. In den dunklen Zentren der Blüten sowie in den Spitzlichten geht feine Zeichnung verloren.

  


Spätestens bei dem nachstehenden Bild sieht das auch der Laie. Hier wurde die Blütenstruktur verdorben. Zudem zeigen die Lücken in der Tonwertkurve, daß etliche der möglichen Tonwert- oder Helligkeitstufen gar nicht verwendet werden. Im Bild werden sichtbare, unnatürliche Tonwertsprünge zu sehen sein.

  



In der Praxis gibt es viele Vorlagen, die sich mit der gegenwärtigen Technik leicht scannen lassen und keine oder nur eine schwache Nachbearbeitung benötigen. Da aber einige Vorlagen heikel sind, und beispielsweise der Kontrast im Schatten stark erhöht wird, empfiehlt es sich, die Bilder im 16-Bit-Modus und dann die Tonwertkorrektur sowie die Einstellung des Kontrast mit der Gradationskurve vorzunehmen. Damit vermeidet man sichtbare Tonwertsprünge, die in einigen Helligkeitszonen doch zu sehen wären. Ist das Bild annehmbar korrigiert worden, kann man es in den 8-Bit-Modus umwandeln und speichern. Im Zuge der Weiterentwicklung der EDV-Technik, die mittlerweile erheblich leistungsfähiger ist als vor zehn Jahren, kann man sich fragen warum die Bilder nicht grundsätzlich im 16-Bit-Modus belassen werden.
Fotoindex      Page:   1    2

© Thomas Gade / Juli 2005 - Der Nachdruck oder die sonstige Verwendung ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Erlaubnis des Verfassers gestattet.


© Thomas Gade - Die Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Jeder Nachdruck und jede andere Veröffentlichung, auch auszugsweise,
ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Erlaubnis des Verfassers gestattet. Eine unauthorisierte Verwendung wird rechtlich verfolgt.




Wem diese Website weitergeholfen hat, darf sich gerne mit einer Spende für ein Bier revanchieren: