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Vom Negativ zum Positiv - verschiedene Verfahren


2015 © Thomas Gade

Konvertierung abfotografierter Farbnegative mit Adobe Lightroom 6


Beim abfotografierten Colornegativ sind die Tonwerte umgekehrt und das Bild ist orange maskiert. Adobes RAW Konverter hat keine automatische Funktion zum Invertieren.


Die Tonwerte sind umgekehrt und das Bild ist orange maskiert.


Durch Invertieren vom Negativ zum Positiv

Man kehrt alle Farbkanäle einzeln mittels der Gradationskurve um. In Lightroom ist dies nicht einfach, da sich die Schwarz- und Weißpunkte nur fummelig zur gegenüberliegende Seite schieben lassen. Deswegen speichert man diesen Vorgang anschließend, um ihn bei weiteren Fotos rasch wiederholen zu können.

1. Umkehrung des Rot-Kanals


2. Umkehrung des Grün-Kanals


3. Umkehrung des Blau-Kanals


Blaustich nach Tonwertumkehrung




Nach dem Invertieren sieht man ein positives Bild, jedoch mit unnatürlichem Farbton. Dies liegt an der orangen Maskierung des Films und an den Farbtönen der Farbstoffe in den Schichten. Sie entsprechen nicht exakt den Komplementärfarben der gewünschten Farbtöne. Zudem bleichen die Farbstoffe im Film im Laufe der Zeit aus, was eine Veränderung der Farbbalance bewirkt. Im Farblabor wurde dies durch Farbfilter (yellow, magenta, cyan) am Vergrößerungsgerät kompensiert.

Korrektur der individuellen Farbkanäle


Die Buckel und Täler der Tonwertkurven der individuellen Farbkanäle sind im Histogramm gegeneinander verschoben.

Ziel ist es, sie eingermaßen deckungsgleich übereinander zu legen. Dies bewirkt meistens ein ausreichende Farbabstimmung.

Dazu werden die Tonwertkurven aller drei Kanäle separat bearbeitet. Zunächst spreizt man sie kanalweise so, dass sie jeweils die gesamte Breite zwischen Schwarz und Weiß einnehmen. Um dies zu erreichen, werden in allen Kanälen die Schwarzpunkte auf die Höhe des linken Endes des Histogramms und die Weißpunkte an das rechte Ende der Tonwertkurven verschoben.
Leider ist die Darstellung der Tonwertkurven in Lightroom nicht besonders gut. Sie heben sich kaum von Untergrund ab.

Weitere Feinabstimmungen werden durch das Beugen der Kurven vorgenommen.

Schließlich erhält man das gewünschte Foto. Falls man einen Filmscanner hat, sollte man die ersten Ergebnisse aus Lightroom mit denen des Scanners vergleichen, um daraus Erkenntnisse zu ziehen.



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