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Meopta Magnifax 4 Vergrößerer

2017 © Thomas Gade

Universeller Vergrößerer für Filme bis 6x9 cm



Meopta Magnifax 4 Vergrößerer mit Meograde Kopf für Multikontrastpapiere

Technische Daten

Hersteller Meopta
Bezeichnung Magnifax 4
Markteinführung um 1985
größtes Negativformat 65 x 90 mm oder 70 x 70 mm und Dias bis 7x7 cm
Grundplatte Holz, Größe: 60 x 60 cm
Säule Runde Stange mit Zahntrieb, 90 cm Länge
Gewicht 18,8 kg (variiert je nach Ausstattung)
Objektive üblich 50 mm für Kleinbild, 80 mm für 6 x 6 Mittelformate und 105 mm für 6 x 9



Meopta Magnifax 4 mit Meograde Kopf für Variokontrast- / Multikontrastpapiere





Die 90 cm lange Säule kann voll ausgenutzt werden, weil der Schlitten mit dem Kopf eine nach oben ragende Verlängerung hat, die einen langen Abstand zum Grundbrett ermöglicht.

Schwenkbarer Rotfilter unter dem Objektiv

Ausführungen

Schwarzweiß - Multikontrast: Zwei Plankonvexe Linsen bündeln das Licht, das von einer 150 Watt Opallampe gespendet wird. Im Filterhalter können eine Diffuserscheibe oder Multikontrastfilter eingelegt werden. Da 150 Watt Opallampen viel Hitze erzeugen, sollte man heute eine gleich aussehende LED Glühbirne mit E27 Gewinde mit 4000° Klevin verwenden. Der Vergrößerer verbraucht dann nur noch eine erheblich geringere Menge Strom und die Negative und Filter werden nicht übermäßig erhitzt.

Farbmischkopf Meopta: Er entspricht dem Multikontrastkopf, hat aber drei subtraktive Filter mit den Farben Gelb, Cyan und Magenta sowie einen Dichtefilter. Beim älteren Farbkopf Color 3 wird ein 12 V / 100 W Halgenbrenner verwendet, die von einem externen Trafo mit Strom versorgt wird. Im späteren Farbkopf Color 4 ist der Trafo integriert und das Leuchtmittel ESJ 82V 85W für 82 Volt vorgesehen. Farbtemperatur: 3350° K, 50mm Durchmesser und GY5.3 Sockel.

Schwarzweiß - Multikontrast (Meograde): Der Kopf enthält einen 12 Volt/100 Watt Halogenbrenner (Sockel: G 6,35) und austauschbare Mischkammern aus Styropor, um ein gleichmäßiges Licht zu erzeugen. Es gibt Lichtmischkammern für 24 x 36, 60 x 60, 60 x 70 or 65 x 90 mm. In der Praxis muss man nicht alle haben; die kleinste und größte reichen gut aus. Das diffuse Mischlicht unterdrückt die Sichtbarkeit von Kratzern auf Vergrößerungen. Ein integriertes Filtersystem ermöglich die Einstellung der Gradation des Papieres.


Meopta Meograde. 12 Volt Mischlicht mit Filtern für Vario-/Multikontrastpapiere




Der 12 Volt Halogenbrenner ist leicht auszuwechseln. Für den Meopta Meograde gibt es wechselbare Lichtboxen für verschiedene Negativformate. In der Praxis reicht die 6x9 Box, doch die stärkere Konzentration der 6x6 Box ermöglicht kürzere Belichtungszeiten für 24x36mm bis 6x6 cm. Ein häufiger Wechsel ist in der Praxis eher lästig, daher wird man sich wohl auf eine Lichtmischbox beschränken.

Negativbühne


Die Negativbühne kann mit Gläsern und Masken für verschiedene Filmformate eingestellt werden. Der 35 mm Filmstreifen dient zum Darstellen der Größe.


Negativbühne mit Klemmen für verschiedene Masken und Gläser. Es gibt einstellbare Bänder, um einen Ausschnitt festzulegen.



Solide Negativbühne des Meopta Magnifax Vergrößerers

Kopf und Objektivstandarte schwenkbar



Zur Entzerrung von stürzenden Linien nach Scheimpflug kann man den Kopf und die Objektivstandarte schwenken. Die Objektivstandarte ist sogar verschiebbar. Beides geht aber nur in eine Richtung, sodaß man das Negativ bei Bedarf in der Bühne drehen muss.

Fazit

Der Meopta Magnifax ist ein guter Vergrößerer für kleinste Negative bis zum 6x9 cm. Durch diesen großen Spielraum ist das solide Gerät sehr flexibel einsetzbar. Es ist noch nicht so wuchtig, wie konkurrierende Modelle mit der gleichen Ausstattung und relativ preiswert auf dem Gebrauchtmarkt zu erhalten.
 

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