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Zielstellung
Ich betreibe kein Museum und es ist nicht meine Absicht, einen
Nachlass im ursprünglichen, kompletten Zustand zu bewahren.
Zudem übersteigt es meine Möglichkeiten, schadhaftes
Material in dieser Menge auf konventionellem fotografischem Wege
zu rekonstruieren oder gar zu restaurieren. Vielmehr sollen aus
dem Gesamtbestand Bilder zur Digitalisierung und einem dauerhaften
Verbleib in meinem Archiv ausgewählt werden.
Dazu wurde der gesamte Bestand
am Leuchttisch gemustert, um einen ersten Überblick
zu bekommen. Fotos, die fotografisch schlecht oder in Zerstörung
begriffen sind, wurden aussortiert. Es stellte sich heraus, dass
der Fotograf viele Reproduktionen aus Zeitschriften und Atlanten
angefertigt hatte, mit denen er seine Diavorträge
komplettierte. Die Repros wurden ausgemustert.
Es kam
redundantes Material zum Vorschein. Der Fotograf war häufig
in Spanien, Italien und Frankreich. Aus diesen Regionen wiederholen
sich Bilderserien. Davon ist nur eine repräsentative Auswahl
interessant. Es folgte eine
zweite Musterung, in der entschieden wurde, welche Bilder in meinem
Archiv verbleiben. Zum Scanner der Dias war es notwendig, alle
unter Glas gerahmten Bilder (ca. 99%) per Handarbeit in neue Rahmen
zu bringen, die einzeln beschriftet wurden.
Verdächtiges Material, dessen Betrachtung mit dem bloßen
Auge oder mit einem schwach vergrößernden Stereomikroskop
Strukturen aufweist, die auf Pilz- und/oder Bakterienbefall hindeuten,
wird im Zuge der Bearbeitung vom übrigen Material getrennt
und in Fällen, in denen die Originale zum Nachweis des Bildursprungs
wichtig sein könnten, im Keller und somit getrennt von den
anderen Fotomaterialien gelagert.
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