| Diaarchiv |
Autor: Thomas Gade |
Dezember 2004 |
Seite: 1,
2, 3,
4, 5, 6, 7 |
Diaarchivierung

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Die frühen Diaprojektoren hatten einen Einzeleinschub.
Es gab noch keine Magazine. Daher wurden die Dias in passenden
Kästchen aufgehoben. Viele moderne Archiven machen das inzwischen
wieder in Kartons aus konservatorisch unbedenklichen Stoffen.
Karton hat den Vorteil, Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben zu
können und wirkt wie ein Klimapuffer. Später aufkommende
Plastikschachteln können Weichmacher enthalten und ein ungünstiges
Mikroklima durch den hermetischen Abschluß bewirken. Letzterem
kann man entgegenwirken, indem an den Ecken kleine Löcher
in die Deckel gebohrt werden. Zudem legt man ein Stück Löschpapier
in die Schachtel. Es sollte nach wenigen Jahren ausgetauscht werden.
Das abgebildete Konvolut enthält Aufnahmen aus Paris im Jahre
1941. Man sieht, dass die Rahmen sehr unterschiedlich sind. Damals
verwendete man schon Papp- und Metallrahmen. Die später sehr
beliebten Doppelgläser, die an den Rändern mit selbstklebenden
Papierstreifen fixiert wurden, wurden für diese Bilder noch
nicht verwendet.
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Das Aufbewahren in alten Magazinen kostet viel
Platz, da die einzelnen Fächer relativ breit sind und zwischen
ihnen eine Zwischenwand oder zumindest Stege sind. Vor einer dauerhaften
Entnahme muß man die Angaben auf die Dias oder dem neuen
Aufbewahrungsort übertragen.
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Eine andere Form der Aufbewahrung ist weit
verbreitet. Glaslos gerahmte Dias in dünnen Rahmen werden
in speziellen abheftbaren Hüllen in Din A5 oder A4 Größe
aufbewahrt. So sind die Bilder ausreichend gegen mechanische Einflüsse
geschützt und die Gefahr der Bildung eines feuchten Mikroklimas
am Diamaterial ist gering, da die Fächer oben offen sind.
Mittlerweile kann man davon ausgehen, dass eine Markenhülle
aus einer Substanz besteht, die das Filmmaterial nicht schädigt.
Das war nicht immer so. Da Plastik mit der Zeit spröde wird,
hatte man Weichmacher hinzugefügt. Solche Hüllen waren
für die Langzeitarchivierung
ungeeignet.
Gute Hüllen sollen aus Polyester (Mylar-D von DuPont / Melinex-O),
Polypropylen und bei knappen Budget zumindest aus Polyethylen
sein. Alle anderen sind fragwürdig.
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Dezember 2004 / Thomas Gade
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