| Diaarchiv |
Autor: Thomas Gade |
Dezember 2004 |
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Dias scannen und archivieren
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Seit dem Aufkommen der Kleinbildfarbfotografie
Ende der 1930'er Jahre wurden Milliarden Bilder auf Diafilm gemacht.
Mit einem guten Projektor kann man brillante farbkräftige
Bilder auf helle Flächen projizieren. Dazu werden die einzelnen
Dias gerahmt und in Magazine gesteckt. Im Prinzip sind sich Diarahmen
so ähnlich, dass man sich über ihre Vielfalt nur wundern
kann. Die äußeren Abmessungen sowie die Position und
Größe des inneren Ausschnitts, in dem das Bild zu sehen
ist, sind feste Werte. Grundsätzlich gibt es folgende Unterschiede.
Dias können auf beiden Seiten oder einer Seite unter Glas
sowie glaslos gerahmt sein. Es gab Diarahmen, in denen eine feste
transparente Plastikfolie das Glas ersetzt. Die verschiedenen
Möglichkeiten haben jeweils Vor- und Nachteile. Glaslose
Dias sind meist etwas gewölbt. Der Film besteht aus einem
Materialsandwich, in dem sich die Schichten unter Temperaturschwankungen
und Feuchtigkeitseinflüssen verformen. Das kann sich im Diaprojektor,
wo die Dias einer hohen Wärme ausgesetzt sind, mit einem
spontanen Ploppen, also eine starken Wölbung, der Bilder
bemerkbar machen. Die Schärfe muß danach neu eingestellt
werden. Unter Glas sind die Dias meist so eingespannt, dass das
nicht passieren kann. Zudem ist ihre Oberfläche vor Kratzern
geschützt. Jedoch kann sich zwischen den Gläsern ein
feuchtes Mikroklima entwickeln, was zu einem Verderben der Bilder
durch Schimmel und Bakterien oder einem Auflösen der Schicht
bemerkbar macht. Auf der Innenseite der Gläser kann sich
zudem ein milchiger Belag bilden. Wer geglaste Dias in hoher Auflösung
scannen möchte, muß sie in der Regel glaslos umrahmen.
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Geglaste Dias sind sehr schwer. 1000 Stück
wiegen über 15 Kg. Das ist eine Menge Gewicht. Zudem werden
solche Bilder häufig in Metallkästen oder Magazinen
aufbewahrt. Ein typischer Metallkoffer für Dias nimmt sechs
Reihen mit jeweils 36 Bildern auf. So passen 216 Fotos in einen
Metallkoffer. Unter dem Deckel befindet sich
üblicherweise eine Schaumgummiauflage. Leider ist
das Material nicht sehr haltbar und in vielen Fällen bröselig
geworden. Es reicht, mit einem Finger darüber zu streichen,
um den Schaumgummi abzukrümeln. Um Gewicht und Platz zu sparen
empfiehlt sich eine glaslose Umrahmung. Sehr praktisch sind die
dünnen CS Rahmen, die hauptsächlich von Reflecta vertrieben
werden. Sie passen in spezielle Diamagazine, in die jedes einzelne
Bild in einer Schiene festgeklemmt wird und beim Umkippen nicht
mehr herausfallen kann. Zudem harmonieren sie mit automatischen
Diascannern, die aus Magazinen oder Bildschächten Dia für
Dia nacheinander scannen. Auf dem mittleren Bild sieht man links
drei Pappschachteln, in denen sich die gleiche Menge Dias in CS
Rahmen befindet wie im Diakoffer.
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Gerahmte Dias
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Dezember
2004 / Thomas Gade
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