
Das Bild verjüngt sich nach oben. Diese perspektivische
Verzeichnung tritt je nach Brennweite und Aufnahmestandpunkt
mehr oder weniger
stark auf, wenn keine Optik mit entsprechenden Verstellmöglichkeiten
verwendet werden. Links oben ist die Ecke verdunkelt.
Zunächst wurde die perspektivische Verzeichnung korrigiert
und anschließend mit dem Klonwerkzeug und dem Reparaturpinsel
die obere
Kante des Himmel, die nach dem Zuschneiden stellenweise
weiss war, 'erweitert'.

2. Beispiel: Das 'gekippte' Brandenburger Tor wurde begradigt.
Software: Adobe Photoshop, ACDSee Pro
Es gibt automatische Retuschewerkzeuge, mit denen Schmutz
und Kratzer erkannt und beseitigt werden. Ohne Zweifel hat
sich ICE bewährt. So wird ein Verfahren genannt, dass
mit dafür eingerichteten Scannern beim Digitalisieren
von Farbfilmen sehr effektiv Korrekturen vornimmt. Neben
der Rot-Grün-Blau Abtastung kommt bei ICE ein zusätzlicher
Infrarotscan zum tragen, der viele nicht zum Bild gehörenden
Fussel, Stäubchen, Fingerabdrücke entdeckt. Eine
Software vergleicht die Ergebnisse der Farbkanäle und
retuschiert automatisch die Defekte. Für herkömmliche
Schwarzweißfilme gibt es leider keine Möglichkeit
dieser Art.
Manuell werden Defekte mit dem sogenannten Stempel (Klonstempel
/ Klonwerkzeug) und dem Reparaturpinsel bearbeitet. Sie
sind Bestandteile des Photoshops, bei ACDSee und Akvis bietet
ein gutes Plugin an. Den einfachen Stempel ohne automatische
Helligkeitsanpassung findet man in vielen Bildprogrammen.
| An dieser Stelle sollte man die
hochaufgelösten, unkomprimierten Dateien permament
sichern. Die folgenden Schritte sind in der Regel
Optimierungen, die mit zukünftiger, besserer
Software wahrscheinlich besser gelingen werden. Daher
wendet man sie an Kopien der Archivdateien an und
nicht an den zu den Ur-Dateien erklärten Bildern! |
Epson, LaserSoft, Polaroid und andere haben Software, die
Defekte auf bereits digitalisierten Bildern erkennen soll.
Bis auf das Werkzeug 'Dust and Scratch Removal' von Polaroid
sind sie wertlos und bewirken nach meiner Erfahrung mehr
Schäden als Nutzen. 'Dust and Scratch Removal' ist
einfach zu bedienen und kann, wenn es gekonnt eingesetzt
wird, die Arbeit erleichtern. Es läßt mit allen
Programmen verwenden, die Photoshop-kompatible Plugins akzeptieren.
So kann man bei der Bildbearbeitung eine relativ homogene
Himmelspartie, auf der ein Haufen auffälliger dunkler
Stippchen zu sehen sind, mit dem Lasso markieren (Auswahl
mit weicher Kante!) und Dust and Scratch Removal aufrufen.
Die Korrekturen werden nur im dem markierten Bereich stattfinden.
Nun gibt man an, ob die Defekte dunkel oder hell sind und
stellt an den entsprechenden Reglern moderate Werte ein.
Der Effekt ist im Vorschaufenster sichtbar.
 |
Siehe: NeatImage
und Noise
Ninja
Mit Rauschen bezeichnet man krisselige Feinstrukturen,
die meist erst beim stärkeren Vergrößern
der Bilder sichtbar werden. Auf einem 19 Zoll Display
kann es bereits bei einer Vollbildschirmansicht störend
auffallen.
Erst durch die Anwendung der oben genannten Programme
fiel mir auf, wie stark die Farbdateien meines Nikonscanners
unnatürliche farbige Muster im Detail zeigen.
Sie werden mit Neatimage oder Noiseninja komplett
beseitigt.
Aus dem nebenstehenden Foto wurde ein Detail vergrößert.
Man sieht es links vor und rechts nach der Farbrausch-Korrektur
mit Noise Ninja. |

Aus mehreren Einzelbildern lassen sich Panoramen anfertigen.
Wer es beherrscht, kann erstaunlich gute Ergebnisse erzeugen.
Um die größere Menge Pixel der Längsseite
auszunutzen, fotografiert man im Hochformat.
Hier wird aus fünf Einzelbildern ein Panorama. Die
Ausgangsbilder stammen aus einer 6 Millionen (3000x2000)
Pixelkamera.
Das Ergebnis misst 2990 x 4800 Pixel und entspricht einer
14-Millionen-Pixel-Datei.
Deaktivieren Sie grundsätzlich in allen Scanprogrammen
und (falls möglich) in ihrer Digitalkamera jede Form
des Schärfens! Hochaufgelöste Filmscans aus vielen
Flachbettscannern sind mit einer korrekte Schärfung
(Standard: Unscharf-Maskierung) deutlich zu verbessern.
Bei Scans aus speziellen Filmscannern sieht das anders aus.
Sie können schon mit moderaten Einstellungen verschlechtert
werden. Die oben erwähnten Anti-Rauschen-Programme
funktionieren besser mit Dateien, die weder geschärft
noch in der Bildgröße verändert wurden.
Das Schärfen sollte grundsätzlich als letzter
Schritt vor der Verwendung eines Bildes durchgeführt
werden und zwar nur an Kopien der Achiv-Dateien. Die Schärfung
für den Druck eines guten Din-A4-Prints benötigt
andere Parameter als für die verkleinerte Darstellung
im Web. Beim Schärfen finden Veränderungen statt,
die für andere Bildverwendungen nachteilig sein können.
Siehe: Bildfehler
| Digitales Fotoarchiv |
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1999 - 2007 © Thomas Gade - Jede Veröffentlichung,
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