Der digitale Bildbestand wird mittels Dateinamen, Speicherverzeichnissen
und individuellen Bildbeschriftungen strukturiert.
| 3.1. |
Ordner und Dateinamen |
Computer-Betriebssysteme haben Dateimanager, die sehr ähnlich
sind. Sie zeigen die Festplatten(partitionen), Ordner und
Dateien mit ihren Namen an. Damit existiert bereits ein
wichtiges Werkzeug zur Gliederung eines Archivs. Das Bildmaterial
wird in Kategorien aufgeteilt, für die je nach Menge
und Größe der Dateien eine komplette Festplatte,
eine Partition oder ein Ordner angelegt wird. Ihre Bezeichnung
entspricht der Kategorie. Sie kann weitere Verzeichnisse
und Unterverzeichnisse enthalten.
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Im Beispiel links sind zwei Partitionen sichtbar.
Eine heißt '3-e-Berlin' und befindet sich auf
der Festplatte 3 mit Bildern aus Berlin. Die Partition
enthält Ordner mit Unterordnern. In 'e-Berlin'
befinden sich Verzeichnisse für die Berliner
Bezirke, die widerum weitere Ordner enthalten können.
Das 'e-' steht für eigene Bilder, die somit von
fremden getrennt werden.
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Dateinamen sind wichtig, um Bilder in die 'richtige' Reihenfolge
zu bringen.
| 3.1.2.1. |
Chronologische Dateinamen |
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Private Alben enthalten Bilder von Freunden und Familienangehörigen
im Urlaub, bei Festlichkeiten, Kollegen im Büro
und dergleichen. Hier reicht eine chronologische Bildablage.
Rechts sehen wir einen Ausschnitt aus dem Windows
Explorer. Das Ordnerfenster zeigt eine Festplattenpartitionen,
die 'Album' heißt. Darin befinden sich Ordner
mit Jahreszahlen als Namen. Es ist unschwer zu erraten,
dass der Ordner '1992' Bilder aus dem Jahr 1992 enthält.
In der Spalte daneben sieht man Dateien aus dem Ordner
'1992'. Ihr Name beginnt mit den Zahlen 1992, es folgen
zwei Ziffern für den Aufnahmemonat. Nach dem
Bindestrich steht die individuelle Bildnummmer. Hinter
den Ziffern für den Aufnahmemonat können
zwei weitere Ziffern für den Aufnahmetag stehen.
Das erste Foto vom 24. 12. 1992 heißt: 19921224-01.
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| 3.1.2.2. |
Geografisch - Chronologische Dateinamen |
| Dateiname |
Bedeutung |
| DeuB-MiReg20040112-01.jpg |
Deutschland, Berlin, Mitte,Regierungsviertel,
12. Januar 2004, Bild 1 |
| GbrGibraltar199811-06.jpg |
Gross Britanien/England, Gibraltar, im
November 1998, Bild 6. |
| 3.1.2.3. |
Thematisch - Chronologische Dateinamen |
Die thematischen und geografischen Namen
sollten wohlüberlegt sein. Nehmen wir aus einem Konvolut
Bilder mit Porträts von Prominenten die Datei 'Reiche,
Steffen19941112-16.jpg'. Wenn das Archiv viele Bilder von
Personen enthält, wäre eine Erweiterung sinnvoll:
PeDeuPol-Reiche,Steffen19941112-16.jpg für Person,
Deutschland, Politiker, Steffen Reiche am 12. 11. 1994,
Bild 16. Mit dem Vorspann erfolgt eine Gliederung der Personen
in Gruppen wie Politiker, Musiker, Schriftsteller und so
weiter. Die Einbettung eines Ortes ist heikel, da Menschen
in verschiedenen Ländern gelebt und gewirkt haben können.
| Dateiname |
Bedeutung |
| -FLBaEiche200411-09.jpg |
Flora/Pflanzen, Baum, Eiche, im November
2004, Bild 9 |
| -FaInSch20050923-12.jpg |
Fauna/Tiere, Insekten, Schmetterling,
am 23. 9. 2005, Bild 12 |
| Reiche, Steffen19941112-16.jpg |
Steffen Reiche am 12. 11. 1994, Bild 16
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| PeDeuPoL-Reiche,Steffen19941112-16.jpg |
Person, Deutschland, Politiker, Steffen
Reiche am 12. 11. 1994, Bild 16. |
Das (Um-)Benennen der Dateien kann mit allen mir bekannten
Bildbetrachtungsprogrammen vorgenommen werden. Die Dateien
einer Serie werden markiert. Dann gibt man den gewünschten
Namen vor. Das Programm benennt die Dateien um und trägt
bei jedem Bild eine fortlaufende Nummer vor der Dateiendung
ein. Mit Freewareprogrammen wie rname (ohne e) können
zusätzliche Aktionen an Dateinamen vorgenommen werden.
Klare, verbindliche Vorgaben sind wichtig. Der Botaniker
würde Bilder von Quittensträuchern, Kirschbäumen
und der Hundsrose unter Rosengewächse zusammenfassen.
Aber Sie möchten den Kirschbaum in der Kategorie Bäume
sehen und die Quitte bei den Sträuchern.
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1999 - 2007 © Thomas Gade - Jede Veröffentlichung,
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